step by step

Der steile, aber schöne Weg nach oben.

Marmortreppe

Weil ich nicht mehr die Jüngste bin, lasse ich mir Zeit mit dem Aufstieg. Immer schön Stufe für Stufe. Ich werde nicht erst oben mit einer tollen Aussicht für meine Mühe belohnt, sage ich mir, und genieße einfach vorher schon mal, was es womöglich bereits unterwegs schon zu bestaunen gibt.

Selbstverständlich gibt es neben schönen auch arg unattraktive Treppen. Die sollen mich keine zehn Pferde mehr hochkriegen. Meine persönliche Treppe hingegen gefällt mir sehr, sehr gut und ich kann mich gar nicht satt sehen.

Vor längerer Zeit war ich bei mir im finsteren Verließ, habe gründlich ausgemistet, die Leichen im Keller besehen, nochmal Totenwache gehalten und dann quergelüftet. Jetzt ist der alte Mief weg.

Ich kehrte guten Mutes zurück ans Tageslicht und bin geradezu geblendet von der Schönheit hier an diesem strahlenden Ort, wo ich mich jetzt so oft aufhalte.

Weil ich nicht schwindelfrei bin und nicht stürzen will, werde ich sehr behutsam weitergehen und meine nächsten Schritte mit Bedacht wählen, denn wie man sieht, gibt es kein Geländer. Selbstsicherheit hilft mir, das Gleichgewicht zu wahren und meine Füße auf festen Grund zu stellen.

Kennt Ihr die Geschichte von Momo und Beppo, dem Straßenkehrer? Ein Schritt –  ein Atemzug – ein Besenstrich – ein Schritt – ein Atemzug…  Genau so gehe ich nun auch vor, langsam und mit Freude beim Treppensteigen. Es geht nicht darum, möglichst schnell oben anzukommen, sondern heil.

 

Unkenrufe

Typisch: kaum komme ich in Fahrt,

vernehme ich Unkenrufe.

Kröte im Teich

Bin ich sicher? Weiß ich, worauf ich mich da einlasse? Habe ich alle Bedenken bedacht? Was soll das überhaupt? Was mache ich hier eigentlich?

Ja, ja, ja. ich bin sicher, ich habe es mir gut überlegt, no risk – no fun. Wenn ich es hier und jetzt nicht wage, wo und wann denn dann?

Ich mache das hier nicht nur zum Spaß! Nein, es ist mir ein inneres Bedürfnis. Und ich bin bereit, Opfer zu bringen! Wenn ich dabei die eine oder andere Feder lasse, geht das in Ordnung. Nur wie ein gerupftes Huhn möchte ich am Ende nicht dastehen. Deshalb meine Bitte an meine Leser, seid gnädig mit mir, ohne langes Federlesen! Ich übe ja noch.

durchstarten

Ich möchte noch mal neu durchstarten. Ready for take-off?

Aufbruch

Ich habe mir nämlich überlegt, dass es doch nett wäre, wenn ich möglichst viele Beiträge mit einem Eyecatcher beginnen würde, um Eure Aufmerksamkeit gleich im ersten Augen-Blick zu erregen und  Neugierde zu wecken.

Für mich ist das hier Neuland und ich möchte, dass es mir gelingt, viele Menschen anzusprechen. Dafür brauche ich eigentlich ein Konzept, das ich allerdings erst noch entwickeln muss. Aber ich mache das jetzt einfach wieder so, wie ich das schon einmal machte, als ich anfing, meinen Werdegang zu Papier zu bringen und so live zu begleiten. Auch dabei räumte ich meinen potentiellen Lesern einen Platz in der ersten Reihe ein, um zu verfolgen, wie ich mich weiterentwickle.

Nun gibt es mein Buch ja aber nicht zu kaufen. Deshalb will ich ganz kurz den Hintergrund erläutern, der mich hierher führte.

Eigentlich war mein Leben ganz in Ordnung. Ich arbeitete Teilzeit in meinem Beruf als Groß- und Außenhandelskauffrau, hatte einmal wöchentlich – bis auf Vertretetungen im Ausnahmefall – einen Nebenjob als Haushaltshilfe bei einm körperbehinderten Ehepaar, mit dem ich seit Jahrzehnten befreundet bin, schmiss den eigenen Haushalt mit links und hatte außerdem noch Zeit für meine Hobbies. Ich bin seit 30 Jahren mit meinem geliebten Mann verheiratet und wohne mit ihm in einer hübschen 2-Zimmer-Wohnung in schöner Lage, unser gemeinsamer Sohn ist erwachsen und steht auf eigenen Beinen. Darüber hinaus habe ich wirklich gute, alte Freunde, mit denen ich einen herzlichen Kontakt pflege.  Schöne heile Welt.

Und dann bekam ich Depressionen, geriet aus der Spur und wurde komplett aus der Kurve getragen. Der totale Crash. Ich verstand die Welt nicht mehr. Was zum Teufel war in mich gefahren, dass ich wie aus heiterem Himmel so abgrundtief unglücklich war?

Klingt schlimm, war schlimm – aber jetzt kommt die gute Nachricht: Es war ein Segen! Es war die ganz große Chance, mich elementar an entscheidenden Stellen einmal ganz neu auszurichten. Ich erkannte diese Chance und nutzte sie.

Der Hauptgrund meiner uneingestandenen Unzufriedenheit rührte daher, dass ich mich beruflich deplatziert fühlte. Meine Leistungsfähigkeit und -bereitschaft täuschte mich jahrzehntelang darüber hinweg, dass ich im Grunde dahin darbte. Trotz so vielen Wassers auf meine Leistungsmühlen, blieb das Rad plötzlich stehen und blockierte.

Dann war guter Rat teuer bzw. unbezahlbar. Doch zum Glück habe ich eine gute Krankenkasse, die mich nicht in Stich ließ. Ich suchte und fand Hilfe und Unterstützung und gab selber auch alles, um zu begreifen, an welcher Stelle und warum mein System erkrankte, und Abhilfe zu schaffen. Es war ein ellenlanger und beschwerlicher Leidensweg, oft kroch ich auf dem Zahnfleisch.

Mein altes Pferd war tot und ich stieg endlich ab. Und ich sage inzwischen im Brustton der Überzeugung: Es ist nie zu spät für stimmige Entscheidungen. Das erste und beste Beispiel bin ich selbst. Ich ermutigte mich mit den Worten: Wechseljahre sind zum Wechseln da. 2. Beispiel: Meine Logopädin hat erst mit 47 Jahren auf diesen Beruf umgesattelt. Und 3. kenne ich einen alten Mann, der kurz vor seinem 80sten Geburtstag nochmal seine sieben Sachen packte und umzog, und zwar nicht in ein Altersheim. Nur 3 Beispiele von vielen, wo es Menschen gelungen ist, ihr Leben zu verbessern.

Ich möchte auf diesem Kanal meinem Ziel der BERUFUNGstätigkeit  näher kommen. Für jedwede Unterstützung auf diesem Weg bin ich dankbar, z. B. durch konstruktive Anregungen und auch kritisches Feedback. Alles, was meinem Ziel der Weiterentwicklung dient, sowohl der meiner Persönlichkeit, als auch dieser Plattform und nicht zuletzt der allgemeinen Zufriedenheit, ist mir herzlich willkommen.  Auch wenn ich niemandem versprechen will, alle Anmerkungen zu berücksichtigen, werde ich sie doch sorgfältig erwägen.

Vielen Dank für Deine/Eure Aufmerksamkeit! Ich und mein innneres Team wünschen weiterhin einen angenehmen Flug! Das Wetter sieht gut aus, mit Turbulenzen ist derzeit nicht zu rechnen.

an die Arbeit

So, genug gefeiert! An die Arbeit!

Eigentlich bin ich zurzeit arbeitslos, aber ich sitze nun wirklich alles andere als untätig herum. Im Gegenteil, ich wechsele sogar mehrmals täglich meinen Arbeitsplatz. Mal sitze ich an meinem Schreibtisch am PC, mal nehme ich liebevoll meinen Laptop auf den Schoß. Außerdem netzwerke ich wie verrückt.

Denn würde ich  nur in meinem stillen Kämmerlein hocken, gingen die Chancen gegen Null, meine Umwelt – und damit auch potentielle Arbeit- oder Auftraggeber – von meinen Talenten zu überzeugen. Dann bliebe nur die Alternative, als armer Tropf zu enden oder mich erneut als Lohnsklave zu verdingen.

Stattdessen öffne ich hier Tür und Tor für hoffentlich zahlreiche Besucher, die mich bitte, bitte bzw. sehr gerne in meinen Bemühungen unterstützen sollen, etwas (mehr) aus meinem Leben zu machen. Mir schwebt folgendes vor (think more, think big):

Ich, Sonja, bin überglücklich, ja geradezu aus dem Häuschen, weil ich voller Hingabe BERUFUNGstätig bin (das mache ich bereits), mich kreativ und ansprechend der Welt präsentiere (daran arbeite ich gerade) und enorme Wertschätzung erfahre, auch – sagen wir mal bis Ende des Jahres – in finanzieller Hinsicht (mein machbares Fernziel).

Das hört sich atemberaubend spannend an! Ein echter Blogbuster!

wegweisend

Hach, wie ist das schön! Nun kann ich nach Herzenslust und Laune über alles schreiben, was mir in den Eigen-Sinn kommt. Das macht Laune, gute vor allem.

Doch wie alles im Leben, hat auch dies hier seine Schattenseiten. Denn ich habe folgendes Dilemma: Schreibe ich nun ein weiteres Kapitel für mein 2. unveröffentlichtes Buch oder veröffentliche ich einen Blog?

Ich überlege reiflich. Mein erstes Buch steht nicht zur Debatte., das erkläre ich an anderer Stelle (Unter der Rubrik ÜBER MICH/ Berufung und unter TAGEBÜCHEREI/ Kann man Tagebücher auch nachts schreiben? Mein zweites Buch kommt schon eher für eine Vorab-Veröffentlichung infrage. Das ist vom Stil her ähnlich, aber unverfänglicher.

Könnt Ihr meinen Überlegungen folgen? Was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Doch: Wie könntet Ihr mich beraten, wenn Ihr die Fragen, die mich beschäftigen, gar nicht lesen könnt? Wie gesagt, es ist ein ziemliches Dilemma…

Schreiben oder bloggen? Schreibtechnisch stelle ich kaum einen Unterschied fest. Der Humor jedenfalls bleibt, das Arbeitspensum auch… Und doch gabelt sich der Weg hier.

Das eine ist der Umweg über einen Verlag, das andere der direkte Weg zum Leser. Obendrein kann ich auch noch Bilder präsentieren. Und niemand quatscht mir rein. Das hört sich für mich alles recht verlockend an.

Aber ist das auch der richtige Weg? Beispielsweise könnte es sein, dass ich mit meinem Blog nur eine Handvoll Leute erreiche, wenn überhaupt. Und weiterhin darben müsste, weil mir niemand auch nur einen Brotkrumen für meine Kleinkunst hinwirft.

Während ich mir bei einem Verlag vielleicht eine vergoldete Nase verdienen könnte (nur mal so in Kladde gedacht).

Ich denke, ich werde parallel bloggen UND mein 2. Buch weiterschreiben. Wenn ich eine Idee ganz gut finde, kann ich sie gleich doppelt verwerten, denn so eng sehe ich das nicht mit dem Abschreiben und sage mir ganz locker: „Wenn es mir nicht passt, verklag´ mich doch!“

stolz

Ich bin stolz wie Oskar, dass ich es aus eigener Kraft geschafft habe, mir einen eigenen Blog einzurichten. Ich finde, er/sie/es sieht sogar ganz ansprechend aus. Mein neues Zuhause.

Voller schöner Bilder, die ganz nach meinem Geschmack sind. Dafür sind die Bücherregale noch relativ leer. Ich könnte hier theoretisch jene Kapitel reinstellen, die in meinem 1. und 2. Buch stehen. Aber das wäre unpraktisch, wenn sich plötzlich ein Verlag meldet und mir anbietet, mein Buch herauszubringen. Dann würde ich aber schön doof dastehen und mich über meine Ungeduld ärgern…

Deshalb möchte ich hier lieber ganz neu durchstarten und mich von dem inspirieren lassen, was mir in dieser für mich neuen, virtuellen Welt begegnet. Wenn Ihr Anregungen für mich habt, immer her damit! Kritik dürft Ihr übrigens sowohl anbringen als auch für Euch behalten.  Je nach Tagesform kann ich nämlich sehr tapfer sein, aber auch beleidigt reagieren. Ich behalte mir vor, das von Fall zu Fall zu prüfen.

Bis vor kurzem schrieb ich stets mit meinem Füller (vor). Er trägt den vornehm klingenden Namen Stehgreif auf´s Geratewohl. Doch seit ich einen Laptop habe, reißt der seine Klappe so oft auf, dass der Füller schon ganz blass vor Neid wird. Eine vornehme Blässe, die ihm ganz gut steht, wie ich finde. Trotzdem mache ich mir Sorgen, er könnte sich schwarz ärgern und dann unkontrolliert vor sich hinkleckern. Dann säße ich ganz (un) schön in der Tinte.

Doch das soll Eure Sorge nicht sein, das liegt allein in meiner Verantwortung und ich weiß auch schon, wie ich ihn besänftige: indem ich weiterhin von Hand mein „richtiges“ Tagebuch schreibe, ganz exklusiv nur für mich. Meine öffentlichen Tagebuch-Einträge kann ich dagegen ab sofort zeitnah mit der Allgemeinheit teilen.

Wem mein Humor zu trocken ist, dem sei übrigens gesagt: Mit dem Füller hat das nichts zu tun, ich habe schon vorher so geschrieben. Ich finde, das hat Stil.

emsiges Treiben

Ich bin schnell wie der Blitz und das, obwohl ich dem Zeitgeist hinterher trödele. Vielleicht versuche ich, die Verspätung wieder einzuholen. Oder es ist der übliche (Über) Eifer.

Kaum hatte ich mich angemeldet, friemelte ich hier pausenlos an dieser Seite herum, damit das Kind (meine Kreativität) nicht nur einen Namen hat, sondern auch ein Gesicht bekommt.

Jetzt habe ich hier allerhand Bilder in verschiedene Galerien gehängt und hoffe auf Besucher. Es ist für mich allerdings noch ein Buch mit 7 Siegeln, wie es mir gelingt, Menschen auf meine Seite zu locken.

Bis ich mich schlau gemacht habe, will ich etwas an (Euch) richten. Denn das erscheint mir schlauer, als erfolgreich Besucher einzuladen, denen ich dann nichts anzubieten habe. Ich wäre eine  schlechte Gastgeberin, würde ich nicht Sehenswertes und Lesbares vorhalten.

Ihr könnt hier beispielsweise etwas über mich erfahren, wer ich bin und was ich hier eigentlich mache (u. a. dreiste Werbung für mich und mein Schaffen).

Im vergangenen Jahr habe ich mich nach langer Krankheit langsam gesundgeschrieben und schließlich kam ein Buch mit etwas über 200 Seiten dabei heraus. Ob es für die Öffentlichkeit geeignet ist, weiß ich noch nicht. Bisher  schrieb ich formvollendet 4 Verlage an und warte jetzt ab und trinke Tee.

Weil es ein sehr persönliches Buch ist, bin ich mir im Klaren darüber, dass ich mich damit ganz schön weit aus dem Fenster lehne. Die frische Luft tut ganz gut, aber ich sollte mir auch festen Halt suchen, damit es kein böses Ende nimmt. Ich möchte nichts überstürzen – wegen der Verletzungsgefahr.

Ich nehme mir die Zeit, um in Ruhe darüber nachzudenken und mich zu beraten. Das Buch läuft mir in der Zwischenzeit nicht weg. Es hat nur eine einzige Fußnote und damit kommt es nicht sehr weit.

Bisher ist eine Veröffentlichung nur ein eitler Traum von mir. Es wäre toll für mein Ego, stelle ich mir vor. Aber es könnte ebensogut nach hinten losgehen. Woher soll ich das jetzt schon wissen? HINTERHER ist man doch erst klüger…

Wie auch immer: Mir als Laiin in punkto selfpublishing und new media käme es sehr gelegen, wenn sich ein ausgewiesener Profi der Vermarktung annähme. Es soll allerdings angeblich einem 6er im Lotto gleichkommen, einen Verleger für das eigene Werk zu finden.

Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt, deshalb gibt es doch auch so viele Lottospieler. Also, warum sollte ich nicht auch mein Glück versuchen? Schließlich gibt es prall gefüllte Buchhandlungen und online-shops mit x Büchern – alle von Autoren, die offensichtlich gewonnen und zum Teil sogar den Jackpot geknackt haben.

Zugegebenermaßen treffen diese allerdings wohl ins Schwarze, was den Publikumsgeschmack anbelangt (über den ich lieber nicht streiten will, weil ich es mir dann wahrscheinlich mit der Mehrheit der Leser verderben würde).

Ob meine Story auch nur ansatzweise etwas mit vielversprechenden Verkaufszahlen gemein hat? Hmmmm, schätzungsweise eher nicht. Ach, ich lasse mal das Unken und mich überraschen.

Sollte ich wider Erwarten ein paar Kreuze an den richtigen Stellen gemacht haben, werdet Ihr die ersten sein, die es erfahren. Versprochen.

Und wenn das mit der Veröffentlichung nicht klappt, habe ich zum Glück immer noch Euch – vorausgesetzt, Ihr seid auf meiner Seite…

Ahnungslosigkeit

Ich gestehe: meinen ersten Blog habe ich abgeschrieben, allerdings von mir selber. Ich hatte bereits einen ersten Schritt in die mediale Welt unternommen und mich bereits bei wordpress angemeldet. Weil ich mich mit der Gestaltung meiner Seite jedoch überfordert fühlte, nahm ich schließlich eine Nachhilfestunde.

Ein Bekannter leuchtete mir quasi mit einer Taschenlampe den Weg. Ich wollte dem Pfad der Erkenntnis am nächsten Tag folgen. Hatte dann aber trotzdem Probleme, die ich darauf schob, dass er anhand seiner eigenen Seite bei Strato erklärt hatte und deshalb alles so anders aussah.

Die kurzfristige Erleuchtung entpuppte sich in der Praxis als kleine Funzel und ich tappte erneut größtenteils wieder im Dunkeln. Ich bekam zum *!?*!@:(! nicht hin, was mir vorschwebte. Also entschied ich mich kurzerhand, mich ebenfalls bei Strato anzumelden, um mir die Nachahmung zu erleichtern. Ich war dann ein wenig enttäuscht , dass ich vom Layout her eher weniger, denn mehr Möglichkeiten hatte. Dafür wurde ich mit einer besseren Adresse entschädigt.

Dann kam ich auf die Idee, mich selber zu suchen – fand mich aber leider nicht. Ich zerbreche mir lieber nicht den Kopf, ob es an mir oder der Suchmaschine liegt und etwas mit Pech, Dummheit oder Ahnungslosigkeit zu tun hat,  dass ich meine eigene Adresse im Internet nicht ausfindig machen kann. Ich kann  mir die Antwort  schon denken. Deshalb frage ich besser bei nächster Gelegenheit an kompetenter Stelle nach und lasse mich abermals in das geheime Wissen einweihen.

Doch erst einmal will ich mich belohnen, dass ich immerhin bis hierher gekommen bin, wenn auch noch einsam und allein, und so lege ich jetzt mal schön die Füße hoch und gönne mir etwas Erholung.

 

Füße

 

 

noch grün hinter den Ohren

Ich bin alt genug, um jemandes Oma zu sein, aber Reife und Lebenserfahrung können nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich aus einem überholten Zeitalter stamme und den Anschluss an die Neuzeit verpasst habe. Im übertragenen Sinne ist der ICE in die Zukunft ohne mich abgefahren.

Ich bin also von gestern, wenn nicht sogar von vorgestern: Mein Handy benutze ich ausschließlich zum Telefonieren und für SMS. Ich schreibe Worte aus, statt Abkürzungen zu verwenden. Bis vor Kurzem hielt ich mich sogar an die Groß- und Kleinschreibung. Aber irgendwann muss ich ja mal anfangen, fortschrittlich zu handeln, denke ich wagemutig.

Und nun habe ich dieses ehrgeizige Projekt, um welches ich quasi seit Jahren herumschleiche wie die Katze um den heißen Brei: Ich liebäugele mit einem Blog , denn damit kann ich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen und meine Hobbies unter einen Hut bringen.

Aber ich habe natürlich von Tuten und Blasen keine Ahnung. Das macht den Weg arg beschwerlich. Native Digitals können sich das sicherlich gar nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, so primitiv in einer modernen medialen Zivilisation unterwegs zu sein und weder mitreden noch mitmischen zu können.

Selber schuld, wird der/die eine oder andere denken – das weiß doch jedes Kind, dass man da mithalten muss. Jedes KIND vielleicht, aber bei mir hat es eben länger gedauert, bis ich mir einen Ruck gab. Und es ist natürlich genau das eingetreten, wovor ich mich gefürchtet habe: Ich stolpere hier orientierungslos herum und weiß nur, dass ich nichts weiß. Immerhin.

Zum Glück habe ich auch ohne das world wide web ein paar Kontakte und vertraue darauf, dass unter meinen Bekannten auch Leute sind, die sich in der virtuellen Welt besser auskennen als ich. Die können mir dann hoffentlich zur Seite stehen, wenn ich am Verzweifeln bin, weil ich etwas nicht hinbekomme. Das war sogar schon einige Male der Fall, aber weil ich ehrgeizig bin, gebe nicht schon nach einigen Tagen auf, sondern wahrscheinlich erst nach Wochen. Denn wenn mir jemand die Lösung eines technischen Problems mit Hilfe von Fachvokabular erklärt, verstehe ich erst recht Bahnhof.

Deshalb will ich erstmal eigene Versuchsreihen unternehmen, frei nach dem Motto: try and error. Ich feierte sogar schon kleine Erfolge, wenn auch nur sehr bescheidene. Zum Beispiel gelang es mir schließlich nach etlichen – fehlgeschlagenen – Versuchen, mir einen Namen auszudenken, der noch nicht vergeben ist. Natürlich nicht auf Anhieb. Es waren schließlich schon Tausende und Abertausende vor mir da, die verschiedene Einfälle vor mir hatten. Pech für mich – und durchnummerieren wollte ich mich auch nicht freiwillig.

Jetzt stehe ich also endlich am Start und wage meine ersten unsicheren Schritte in die große, weite Welt.

Ob sich wohl irgendjemand auf meine Seite verirrt? Wenn ja, bitte melden.