Gesundheit

Danke!

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Gute Besserung und ein paar Taschentücher können wirklich helfen, wenn mir etwas in den Knochen steckt, was da nicht hingehört. Ich freute mich über ehrliche Genesungswünsche und die Möglichkeit, mit meinen Kräften sparsam umzugehen.

Ich will weder wehleidig sein, noch als „Held der Arbeit“ erscheinen, geschweige denn andere anstecken. Irgendwo dazwischen liegt das rechte Augenmaß. Gestern fand ich es.

An diesen Erfolg will ich heute anknüpfen. Einsicht ist der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung. Die Gesundheit gehe vor.

Sand im Getriebe

der Sandmann war da

vermutlich mit einem Geländewagen

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Heute kam ich nicht so recht in Gange. Die Schwerkraft hing an meinem Rockzipfel.

Sie wollte mir weismachen, in der Waagerechten würde ich mich vielleicht besser aufgehoben fühlen. Im Liegen wäre die Müdigkeit schließlich stimmiger.

Doch ich war ja gerade erst aufgestanden. Eigentlich hätte ich voller Tatendrang sein wollen, in Aufbruchstimmung. Doch stattdessen brach die Stimmung ab, bevor sie so recht in Schwung gekommen war.

Liegt das an der Erkältung, die ich habe? Ist Lustlosigkeit krankhaft bzw. eine Nebenwirkung?

Was fange ich damit an?
Am liebsten gar nichts.
Ganz unangestrengt.

Aber leicht ist das nicht.

Denn dann müsste ich mich 1. krankmelden und 2. krankschreiben lassen; dazu müsste ich mich 1. überwinden und 2. zum Arzt gehen. Und mich zwangsläufig stundenlang in ein mit Bazillen und Viren gefülltes Wartezimmer setzen. Keine schöne Vorstellung, die mich da am Sonntag heimsuchte.

Also durchdachte ich die Alternative: Mich schlapp zur Arbeit schleppen und darauf hoffen, dass es keine falsche Entscheidung war.

Wie sieht Selbstfürsorge im Zweifelsfall aus?

Ein Geständnis

scheinheilig

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Ich bin eine treue Seele, überwiegend. Es gibt allerdings auch jede Menge Gelegenheiten, die mich in Versuchung bringen und mich schwach werden lassen.

Dann esse ich nicht, was gesund ist, oder halte mich anderweitig nicht an meine guten Vorsätze und verlasse den Pfad der Tugend.

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Manchmal schreit es in mir „Verrat!“, wenn ich schlicht mache, was mir gerade in den Sinn kommt, ohne mich darum zu scheren, dass ich eigentlich etwas anderes proklamiere.

Dann wende ich mich ab und zucke mit den Schultern, als hätte ich keine Ahnung, was gemeint ist.

Ich schreibe diese Selbstanzeige, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun. Immerhin gehört es zu meinen alten Glaubenssätzen, dass es besser ist, mich selber schlecht zu machen, als darauf zu warten, dass andere mich anklagen.

Überraschung

im Trüben gefischt

Als ich heute früh aus dem Fenster blickte, sah ich nichts. Da lag nur eine blickdichte Nebelbank. Ich dachte mir, dies wäre wohl ein Tag, den man getrost im Bett verbringen kann, zumal ich erkältet bin.

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Doch ich irrte. Überraschend brachen Sonnenstrahlen durch und verliehen dem Tag ein wunderschönes Antlitz. Das schöne Wetter lockte mich nach draußen. Die frische Luft und das tolle Licht taten gut.     DSC05551

Aber meine Finger wurden beim Fotografieren kühl und klamm und ich kehrte einigermaßen verfroren zurück. Die Nase lief voran und stelle daheim schon mal den Wasserkocher an.

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Ab durch die Mitte. Nun habe ich eine wärmstens empfohlene und heiß geliebte Filzwärmflasche auf dem Schoß und mache es mir bequem und gemütlich.

Gedankenschleife

positiv

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Es gibt auch glänzende Gedankenschleifen; Sie verbinden mich mit allem, was wirklich wichtig ist und mir gut täte. Jede Einsicht ist wie ein Geschenk!

Zuversichtliche Überlegungen sind konstruktiv, denn sie haben das Zeug dazu, etwas zur positiven Veränderung beizutragen. Selbst Naivität ist besser als Resignation.

Denn wenn ich davon überzeugt bin, dass ich etwas nicht umsetzen kann, nun, dann wird sich auch wirklich nichts ändern. Gebe ich mir jedoch eine weitere Chance und stelle die richtigen Weichen, kann mich schon ein kleiner Fortschritt eines Besseren belehren.

Nachtwache

im Dunkeln tappen

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Es gibt diese Nächte, wo mir die Arbeit mal im Mondschein begegnen kann. Es ist schade, dass mir der nächtliche Einsatz meiner grauen Zellen nicht offiziell angerechnet wird.

Vielleicht kommt das eines schönen, fiktiven Tages. Zum Beispiel als Teil einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten und -orte, die im Zuge von Arbeit 4.0 im Gespräch sind.

Weil die geistige Vorbereitung auf anstehende Aufgaben sowie die mentale Verarbeitung gesammelter Erfahrungen von zentraler Bedeutung sein könnte, um vergangene Herausforderungen zu bewältigen und zukünftige zu meistern.

Denke ich und träume weiter. Analog.