Wunschzettel

Tagtraum von Teilhabe

DSC03483

Ich träumte, ich wäre völlig klar im Kopf. Ich wüsste, was ich wollte und würde es tun.

Ein Traum mit dem Titel „Yes, we can – yes, we do.“

Es ist kein Wunsch, der sich zu Weihnachten erfüllen wird, sondern einer, den ich mit anderen teile und mit ins neue Jahr nehme: eine Artothek in Harburg.

Kunst liegt im Auge des Betrachters. Umso besser, wenn man mehr Zeit für eine solche Betrachtung hat.  Das wäre gegeben, wenn Menschen Kunst entleihen und es in Ruhe auf sich wirken lassen können.

Eine Artothek würde den Gedanken verkörpern, dass Kunst für alle zugänglich wäre und keine Frage des Geldbeutels. Es ginge um die Förderung einer bewussten Auseinandersetzung mit Kunstwerken und deren Vielfalt.

blauer Sterngemaltes Bild: Harald Finke

DSC00008aLichtobjekt: Irma Hagel

2017-02-25 13.05.46Signalstörung: Fernseher

 

Frau Holle

Federn fliegen lassen

Federn

Nun habe ich mein Herz genug ausgeschüttet. Ob es etwas hilft? Ich kann zwar guten Gewissens behaupten, dass ich ehrlich war, aber das wäscht mich nicht rein von Schuld. Meine Weste wurde leider nicht wieder weiß wie Schnee, sondern behält einen leichten Grauschleier.

Ich lasse jetzt nochmal ordentlich die Federn fliegen und dann kehrt hoffentlich wieder Ruhe ein in dieses Gedankengestöber!

Geschmacksache

Federhalter

Federhalter

Langsam wird es ernst. Die Weihnachtszeit rückt vor. Ich möchte eigentlich ohne viel Federlesens zum Punkt kommen und verharre doch zögernd, meinen Wunsch zu formulieren. Er wirft einen Schatten sowohl über das Fest als auch meine Schwäche für Gänse und anderes Geflügel.

Die Sache ist die: Mir tut es wirklich schrecklich leid, dass so viele demnächst Federn lassen müssens. Ich stieß kürzlich auf furchtbare Vorboten des grausamen Rituals; Sie machten mich nachdenklich.

DSC05594

Wenn es nämlich um´s Essen des Fleisches geht, neige ich zur Inkonsequenz.

DSC05596

Ich fühle mich schon im Vorwege mies und mitverantwortlich, wenn meine nonvegetarische Lebensweise das arme Federvieh das Leben kostet. Nur, weil es lecker ist.

Vielleicht schaffe ich es ja, wenigstens anderen ein schlechtes Gewissen einzureden und mit meinen Gedanken den Appetit zu verderben.

Dann müssen nicht ganz so viele dran glauben. Es ist schon tragisch. Das Leben ist so gemeingefährlich – aber immerhin letzten Endes für alle tödlich. Wenigstens etwas Gerechtigkeit in dieser Welt.

Offenes Buch

mit sieben Siegeln

DSC05620

Ich tendiere dazu, in Bildern und manchmal in Rätseln zu sprechen.

Das kann für meine Mitmenschen durchaus anstrengend werden, wenn ich sie mit meinen Reizen überflute bzw. mit der Art, wie ich meine Eindrücke und Gedanken verarbeite.

Egal, ob das eine Behinderung oder eine Begabung ist: Ich kann nicht anders. Als visuelles Wesen erlebe ich eine unglaubliche Befreiung, wenn ich meine Ansichten mit Bildern darstellen oder untermalen kann.

Sonst würde sich das alles aufstauen und mich irre machen, glaube ich. Ich denke systematisch, liebe Struktur, mag selektieren und beschriften. So schaffe ich Ordnung in meinem Oberstübchen.

Es reicht beinahe an ein Perpetuum mobile heran, das meinen Geist auf Trab hält – und gleichzeitig ungemein beruhigt. Indem ich meine Gedanken offenbare, bringe ich meine Energie zum Fließen.

DSC05618