Schnee

von Morgen

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Heute früh beneidete ich den Schnee, dass er liegenbleiben kann. Ich war sehr müde, weil mitten in der Nacht hellwach.

Lag es am Mond, der reichlich voll und hell am klaren Himmel hing? Oder waren es meine Träume, die mich gedanklich auf Trab hielten? Es könnte auch daran gelegen haben, dass ich eine spannende Zeit erlebe und manchmal unter Strom zu stehen scheine.

Es gilt, allerlei Aufgaben zu erledigen, die mir am Herzen liegen, aber auch Kraft kosten. Es ist ein ständiges Geben und Empfangen.

Dabei kommt mir vor Augen, wie ich jüngst das Fenster zum Lüften öffnete und sah, wie Schneeflocken von unten nach oben tanzten. Die Thermik machte es möglich.

Was fällt, kann mit einer gewissen Leichtigkeit wieder aufsteigen. Je nachdem, wo und wie die Winde wehen. Diese Beobachtung gibt mir Auftrieb.

sentimental

ergreifend wie eh und je

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Als Klaus Hoffmann einen Blick in die Vergangenheit warf „Als wenn es gar nichts wär“, schwelgte auch ich in Erinnerungen. Schon vor knapp vierzig Jahren ging mir seine Stimme unter die Haut. Und daran hat sich nichts geändert.

Ein begeistertes Publikum lauschte seinen Erzählungen gepaart mit Lesung und Gitarrenspiel. Als er „Er war der König dieser Kinder“ anstimmte, hätte ich am liebsten mitgesungen, voller Leidenschaft.

Damals ergriff mich sein Gesang, heutzutage und live lerne ich seinen Schalk zu schätzen.

alltäglich

trügerisch

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Es ist zwar nicht außergewöhnlich, aber trotzdem bemerkenswert, dass es im öffentlichen Nahverkehr tagtäglich zu einem Phänomen kommt, das ich nicht begreife und vor dem ich vielleicht besser die Augen verschließen sollte, bevor es meinen inneren Frieden gefährdet.

Es kommt regelmäßig zu einem Stau bei den Ein- und Ausgängen in Bus und Bahn. Man könnte meinen, das Stehen im Mittelgang sei verboten und Platzmachen eine Unsitte.

Manchmal bräuchte es nur einen kleinen Schritt aufeinander zu, um jemanden hinein-, hinaus- oder vorbeizulassen. Zum Beispiel heute Morgen:

Ein Mann steht im Gang, zu seiner Rechten zwei laufende Meter freie Stellplätze. Zu seiner Linken eine Menschentraube und Fahrgäste auf dem Bahnsteig, die noch zusteigen möchten.

Der Mann sieht zu, wie diese sich mit Müh und Not hineinquetschen und steckenbleiben und schaut sich sogar um. Ich denke schon: Oh! Endlich einer, der mal mitdenkt!

Doch er bleibt, wo er ist!?!

Das sind Momente, in denen ich am menschlichen Verstand zweifle.

Spezial-Lackierung

nicht unter, sondern auf der Haube

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Väterchen Frost hatte sich eines Morgens eine bemerkenswert hübsche Überraschung für alle parkenden Fahrzeuge zurechtgelegt und die glatten Oberflächen wundervoll verziert.

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Leider mussten Front- und Heckscheibe freigekratzt werden.

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Dem Rest blieben die besonderen Gravuren länger erhalten.

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Die Sonne polierte noch alles auf Hochglanz.

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Unterhaltungsprogramm

Fachwissen gepaart mit Humor

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Der Diplom-Physiker und Wissenschaftskabarettist Vince Weber veranschaulichte ein komplexes Thema auf höchst amüsante Weise. Ich hatte das Vergnügen, seinen Ausführungen zu lauschen, über lineare Entwicklungen bis hin zur Fragwürdigkeit von Zukunfts-Prognosen.

Eine These: Vielleicht liegt die Zukunft nicht vor, sondern hinter uns. Das wäre eine plausible Erklärung dafür, dass wir sie nicht voraus sehen können.