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AU F

die Krankheit nimmt Abschied

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Wir haben eine paar Tage miteinander im Bett verbracht und zusammen geschlafen und geschwitzt, gestöhnt und gehustet.

Wenn sie sich ankündigt, denke ich oft: Mist! Ich will nicht. Ich habe keine Lust, krank zu sein. Es ist schließlich kein Vergnügen, mit ihr intim zu sein. Sie fragt aber nicht nach meiner Meinung, sondern legt mich einfach flach.

Und dann dämmert es mir zwischen Fieberwahn und seltsamen Träumen: Es ist ihre Natur, mich zur Ruhe zu zwingen. Dann fange ich an, mich in den Zustand hinein zu entspannen. Denn wir beide wissen, dass ich mich anschließend besser fühlen werde.

Sie signalisiert mir, wenn sie den Laden innen wieder aufgeräumt hat. Dann lässt sie mich aufstehen und mich wie neu fühlen. Noch ist es nicht soweit, aber ich wittere schon Morgenluft.

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gelber Schein

AU

+++aus aktuellem Anlass+++unterbreche ich die Themenwoche Ernährung+++mit einer Krankmeldung+++aus aktuellem Anlass+++

Ich bin nicht farbenblind, sondern ging wegen anderer Beschwerden zum Arzt. Dort bekam ich eine Bescheinigung in dreifacher Ausfertigung: jeweils ein Exemplar für die Krankenkasse, den Arbeitgeber und – NEU seit 2016 – den Arbeitnehmer, also für mich selbst, damit ich den Überblick behalte.

Um die Zettel auseinanderzuhalten, steht natürlich drauf, welcher für wen ist. Aber wenn es einem nicht so gut geht, ist es eher verwirrend, soviel Papier sortieren zu müssen.

Das war früher einfacher. Die AU war für den Arbeitgeber, der Durchschlag für die Krankenkasse. Das konnte sogar ein Blinder auseinanderhalten.

Doch jetzt fühlt sich alles gleich an. Vielleicht ist es nur gerecht, aber eben auch komplizierter. Ich musste mich schwer konzentrieren und das mit meinem Schädel.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, bereitet mir zusätzlich Kopfzerbrechen, ob es umgangssprachlich noch korrekt ist, von einem gelben Schein zu sprechen, wenn dieser zartrosa ist. Bei der Beantwortung dieser kranken Frage wird mir kein ärztlicher Rat helfen können. Ich bin ein hoffnungsloser Fall.