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Etikettenschwindel

weitverbreitete Irrtümer

chicken

Lieber Geflügel, das Muh macht, als Gammel- oder Pferdefleisch. Bei den Inhaltsangaben wird geschummelt, was das Zeug hält. Als Kunde weiß man eigentlich nie, ob wirklich drin ist, was draufsteht.

Um auf Nummer sicher zu gehen, kaufe ich Fleisch schon lange nicht mehr beim Discounter, sondern Bio. Noch besser wäre selber schlachten. Wahrscheinlich wäre ich dann auf einen Schlag Vegetarier.

Bis wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass es sich bei Pflanzen auch um Lebewesen handelt, deren Rechte mit Füßen getreten werden, habe ich noch viel Auswahl. Über 100 %ige Schon-Kost mache ich mir jetzt lieber noch keine Gedanken, denn ich habe die Vorstellung, dass Steine mir sehr schwer im Magen liegen würden.

Weil ich immer noch meine Eindrücke von der Lesung verdaue und innerlich stark mit Schreiben beschäftigt bin, betrachte ich mittlerweile mein Buch auch als Etikettenschwindel.

Mein Buch ist nämlich kein wirkliches Buch, obwohl man es anfassen und darin blättern und sogar lesen kann. Allerdings ist es keine Geschichte und eigentlich habe ich es nicht in erster Linie für die Leser geschrieben, sondern aus Eigennutz. Außerdem ist es nicht veröffentlicht. Also verfehlt es schon mal drei Kriterien. Und um Tagebücher handelt es sich auch nicht. Sehr irreführend.

Führe ich alle und mich selber auch etwa an der Nase herum? Nein. Ich lasse mir nur Zeit und bin noch in der Lehre.  Ich sehe mich als Tippelschwester, die tippelt mit kleinen Schritten den Weg zur Meisterschaft. Und wenn ich am Ziel angekommen bin, darf ich ganz offiziell schwindeln, was das Zeug hält.