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Geschmacksache

Federhalter

Federhalter

Langsam wird es ernst. Die Weihnachtszeit rückt vor. Ich möchte eigentlich ohne viel Federlesens zum Punkt kommen und verharre doch zögernd, meinen Wunsch zu formulieren. Er wirft einen Schatten sowohl über das Fest als auch meine Schwäche für Gänse und anderes Geflügel.

Die Sache ist die: Mir tut es wirklich schrecklich leid, dass so viele demnächst Federn lassen müssens. Ich stieß kürzlich auf furchtbare Vorboten des grausamen Rituals; Sie machten mich nachdenklich.

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Wenn es nämlich um´s Essen des Fleisches geht, neige ich zur Inkonsequenz.

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Ich fühle mich schon im Vorwege mies und mitverantwortlich, wenn meine nonvegetarische Lebensweise das arme Federvieh das Leben kostet. Nur, weil es lecker ist.

Vielleicht schaffe ich es ja, wenigstens anderen ein schlechtes Gewissen einzureden und mit meinen Gedanken den Appetit zu verderben.

Dann müssen nicht ganz so viele dran glauben. Es ist schon tragisch. Das Leben ist so gemeingefährlich – aber immerhin letzten Endes für alle tödlich. Wenigstens etwas Gerechtigkeit in dieser Welt.

Spätsommer

vereinzelte Vorboten

lose Blätter

Der Herbst streckt seine Fühler aus. Die Schatten werden schon länger und das Licht wärmer, weil das Laub sich rötlich verfärbt.

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Da ist was im Busch, weiß ich aus Erfahrung und nehme das goldene Blatt in Augenschein, wo es besonders hübsch und intensiv leuchtet.

Blattgold

Bald wird es zu Boden gehen und dann trampeln die meisten unachtsam darauf herum. Dabei lohnt sich der Anblick mit Verlaub.

lange Schatten

 

frühlingsfrisch

Fröhliche  Vorboten.

Krokus-Blüte

Die Vorfreude auf das kommende Grün und die vielen bunten Farben wächst und wächst. Die Temperaturen werden steigen und wir alle werden wieder viel mehr Zeit draußen an der frischen Luft verbringen.

Bei der Heizungsluft im Winter droht auch der Humor staubtrocken zu werden.  Aber was soll´s? Ich trinke ja auch lieber trockenen Wein als lieblichen. Außerdem bin ich erfahren darin, aus der Not eine Tugend zu machen.

Aber natürlich habe ich nichts gegen locker luftig leichte Heiterkeit. Im Gegenteil. Herzlich gern.