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gute Vorsätze

unverzichtbar

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Ich setze mich irgendwo ganz gemütlich hin, wo ich ungestört Bilanz ziehen kann. Mein Rechenschaftsbericht gibt einiges her, wenn ich resümiere, was mir gut tat oder gelungen ist im vergangenen Jahr.

Natürlich tauchen auch Schwachstellen in dem Bericht auf. Dann gestehe ich mir ein, dass hier und da noch Handlungsbedarf ist. Allerdings nehme ich mir nicht vor, mich mit allzu ehrgeizigen Zielen unter Druck zu setzen.

Denn würde ich daran scheitern, würde das neue Jahr mit Frust anfangen und das wäre kontraproduktiv. Also backe ich lieber kleinere Brötchen oder leckere Croissants.

Das wichtigste ist sowieso, dass ich Freude am Leben habe. Wie sollte ich sonst welche verbreiten können?

Ein Geständnis

scheinheilig

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Ich bin eine treue Seele, überwiegend. Es gibt allerdings auch jede Menge Gelegenheiten, die mich in Versuchung bringen und mich schwach werden lassen.

Dann esse ich nicht, was gesund ist, oder halte mich anderweitig nicht an meine guten Vorsätze und verlasse den Pfad der Tugend.

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Manchmal schreit es in mir „Verrat!“, wenn ich schlicht mache, was mir gerade in den Sinn kommt, ohne mich darum zu scheren, dass ich eigentlich etwas anderes proklamiere.

Dann wende ich mich ab und zucke mit den Schultern, als hätte ich keine Ahnung, was gemeint ist.

Ich schreibe diese Selbstanzeige, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun. Immerhin gehört es zu meinen alten Glaubenssätzen, dass es besser ist, mich selber schlecht zu machen, als darauf zu warten, dass andere mich anklagen.

count-up

fünf Tage bis zum Neustart

Verlobungsgrüße

Die Suche nach guten Vorbildern für das Neue Jahr führt mich unweigerlich zu Begriffen wie Gesundheit, Glück und Frieden. Zusätzlich möchte ich mir Bescheidenheit, Toleranz und Gelassenheit auf die Fahne schreiben.

Ich bin mir ganz sicher, dass alles irgendwie zusammengehört: Körper, Geist und Seele. Ich und der Rest der Welt. Und deshalb will ich in den verbleibenden Tagen dieses ausklingenden Jahres aufzählen, was mir an guten Vorsätzen einfällt.

Letzte Nacht heulte der Wind um die Häuser und rüttelte an Türen. Da hatte ich bereits vor, am 27., 28., 29., 30. und 31.12. etwas zu jeweils einem meiner Leitsterne zu schreiben und wollte mit der Liebe anfangen, weil sie für die meisten Menschen der Inbegriff eines gelungenen Lebens ist.

Das Unwetter wühlte mich auf. Es erinnerte mich an unsere Verletzlichkeit. Daran, dass wir schutzbedürftig sind. Dann fiel mir ein: Klappern gehört zum Handwerk und passt so gesehen sogar zum Thema.

Es ist eine starke und magische Kraft. Sie öffnet unsere Herzen, macht uns empfindsam, aber auch Angst. Die Liebe kommt nicht immer sanft daher, sondern tobt bisweilen in uns wie ein Sturm, kann unsere Seelenlandschaft verwüsten und an unseren Nerven zerren wie der aufbrausende Wind.

Urgewaltig ist diese Kraft. Sie kann uns zusammenbringen und halten, aber auch zerstören. Vor allem, wenn wir über sie gebieten wollen.

Wer wünscht sich nicht geliebt zu werden? Aber ich glaube, ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage: Wer geliebt sein will, muss selber Liebe geben. Wir lieben von ganzem Herzen, wenn wir fühlen, dass wir eigentlich Eins sind/ werden sollen und uns für alles um uns herum öffnen.

Es ist ein großes und schönes Ziel, möglichst vielen Menschen eine solche Offenheit entgegenzubringen, nicht nur einer oder einem Auserwählten. Und das beständig, Tag für Tag, ein Leben lang, mit Worten und Gesten zum Ausdruck gebracht, ehrlich und nicht aus Eigennutz.

Ich will nicht kitschig werden, sondern nur ein Bild wählen, um zu veranschaulichen, dass es ein Grundprinzip ist. Wie bei der Vereinigung von Mann und Frau wirkt sich die Zusammenkunft befruchtend aus und führt zur Empfängnis. Liebe bedeutet, im Leben geben und empfangen, was uns nur geschenkt werden kann:

Gegenseitige Wertschätzung, offene Arme und Herzen, die Bereitschaft, für andere da zu sein, ein herzliches Willkommen. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein liebevolles Neues Jahr.