Konsum

Ich frage Euch: Was wäre die Welt schon groß ohne Konsum? Zeugt es nicht von wahnsinniger Größe, dass der Mensch als Krönung der Evolution nicht müde wird, sich dafür zu engagieren, dass die Hauptsache im Leben, selbstverständlich die Wirtschaft, wächst und wächst und gedeiht? Ohne dieses Wachstum ist ein Leben doch unvorstellbar! Alles wäre öd und leer und der sinnlose Mensch würde sich grämen, verzweifelt und einsam, ohne Beschäftigung und ohne soziale Kontakte!

Eigentlich ist es doch ganz einfach zu begreifen, dass der Konsum das A und O ist: Je mehr der Mensch verbraucht, desto besser für die Wirtschaft und je besser für die Wirtschaft, desto mehr Wachstum und je mehr Wachstum, desto besser! Deshalb doch das ganze!

Und außerdem: Wie sollte man denn bitte schön Freude am Leben haben, wenn es keinen Konsum gäbe? Und worin läge der Reiz, wenn alles für immer und jeden zur Verfügung stünde und die Ressourcen unbegrenzt wären?

Wo bleibt da der Konkurrenzgedanke? Woran würde man messen können, wer was und wieviel wert ist und wer nicht? Nur wer mehr verbraucht, als er braucht und ihm zusteht, kann Überlegenheit demonstrieren. Wer bei der natürlichen Auslese nicht mit leeren Händen dastehen will, sollte schnell auf Schnäppchen-Jagd gehen und reichlich Beute machen.

Die Wettbewerbsfähigkeit will ein Leben lang trainiert werden, denn von nichts kommt nichts.

Kapital Evangelium, Sprüche 3, Vers 1: So kaufet ein, soviel Ihr könnt, und so es passt nicht in ein Auto, schafft Euch noch ein größeres oder zweites an.

Einen guten Ansatz für den Fortschritt beim Konsumverhalten liefert die Sendung „Shopping Queen“: Kandidatinnen müssen gegeneinander antreten, um in knapp bemessener Zeit viel Geld auszugeben und anschließend ihre fette Beute zur Bewertung zu präsentieren, in diesem Fall Mode. Eine tolle Idee, dieser Konsum-Stress-Test. Hier kann der Mensch lernen, über sich selbst hinauszuwachsen. Dieses Beispiel sollte Schule machen. Aber selbstverständlich  müssen die Beiträge immer weiter entwickelt werden, wegen des Wachstums.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Neuauflage von „Am laufenden Band“: Ich schmeiße weg: einen Toaster, einen Drucker, einen Kühlschrank, … Oder ganz visionär: Eine Staffel mit dem Titel: „Wer hat den größten ökologischen Fußabdruck?“ Den Siegern winken Flugreisen im Wert von 10.000 t CO2.

Motive meiner Bilder-Sprache: Sinnlichkeit, Reflexion und Humor.

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