Reichtum II

über den Tellerrand hinaus

Messingteller II

Ich bin einfalls-reich, münze alles mögliche um und versuche, auch das Bargeld mal zum Lachen zu bringen.

Aber das ist eine überaus ernste Sache. Nimmt sich selbst ganz schön wichtig und macht immer auf Sorgen und Note.

Scheine haben die Tendenz, faul auf Banken rumzuliegen, deswegen spricht der Volksmund auch von Banknoten.

Man müsste noch mehr von ihnen sinnvoll (!) in Umlauf bringen.
Zirkeltraining. Etwas sportliche Bewegung würde ihnen ganz gut bekommen – mir übrigens auch.

Vielleicht kann ich mal mit ihnen Kriegen spielen oder am Goldbarren turnen. Oder noch besser: Völkerball. Dann haben alle was davon.

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Die Pläne, das Bargeld abzuschaffen, schreiten jedoch in eine andere Richtung voran. Manch einer, der es sich leisten kann, wechselt seine Kohle in Gold um oder bunkert sein Vermögen in Immobilien.

Der Rest wird reines Buchgeld sein. Nur leider nichts mit Büchern oder einer guten Haltung zu tun haben, sondern nur mit Bilanzen, die Soll und Haben ausweisen.

Die einen sollen den Mehrwert möglichst erarbeiten, die anderen haben ihn und können ihn dann vor wem auch immer in Sicherheit bringen. Steueroasen sind als Zufluchtsorte besondern beliebt, damit die Besitzer nicht mit all den Schmarotzern teilen müssen.

Hu, was ist denn hier los? Hatte ich etwa kubanischen Kaffee zum Frühstück?

konform

damals und heute

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Früher war ich angepasster. Angepasst im Sinne von fügsam. Nichts riskieren, nicht widersprechen, keine kritischen Gedanken äußern.

Inzwischen habe ich mich gemausert. Heute würde ich mich als anpassungsfähig im Sinne von kompatibel bezeichnen. Ich möchte immer noch vermeiden anzuecken und will auch keine Unruhe stiften, aber ich melde mich schon mal, wenn ich was zu sagen habe.

Dabei kommt heraus, dass ich mich hin und wieder konstruktiv mit Beiträgen einbringe, die zum Kontext passen.

Ich nutze gute Gelegenheiten und schaffe mir Handlungsspielräume. Gestaltungswille macht´s manchmal möglich. Aber auch Scheitern gehört zum Geschäft.

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Ich möchte mich sinnvoll integrieren und gleichzeitig persönlich integer bleiben. Das ist und bleibt ein Haufen Arbeit und stellt mich immer wieder vor schwierige Entscheidungen.

Gesundheit

Danke!

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Gute Besserung und ein paar Taschentücher können wirklich helfen, wenn mir etwas in den Knochen steckt, was da nicht hingehört. Ich freute mich über ehrliche Genesungswünsche und die Möglichkeit, mit meinen Kräften sparsam umzugehen.

Ich will weder wehleidig sein, noch als „Held der Arbeit“ erscheinen, geschweige denn andere anstecken. Irgendwo dazwischen liegt das rechte Augenmaß. Gestern fand ich es.

An diesen Erfolg will ich heute anknüpfen. Einsicht ist der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung. Die Gesundheit gehe vor.

Sand im Getriebe

der Sandmann war da

vermutlich mit einem Geländewagen

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Heute kam ich nicht so recht in Gange. Die Schwerkraft hing an meinem Rockzipfel.

Sie wollte mir weismachen, in der Waagerechten würde ich mich vielleicht besser aufgehoben fühlen. Im Liegen wäre die Müdigkeit schließlich stimmiger.

Doch ich war ja gerade erst aufgestanden. Eigentlich hätte ich voller Tatendrang sein wollen, in Aufbruchstimmung. Doch stattdessen brach die Stimmung ab, bevor sie so recht in Schwung gekommen war.

Liegt das an der Erkältung, die ich habe? Ist Lustlosigkeit krankhaft bzw. eine Nebenwirkung?

Was fange ich damit an?
Am liebsten gar nichts.
Ganz unangestrengt.

Aber leicht ist das nicht.

Denn dann müsste ich mich 1. krankmelden und 2. krankschreiben lassen; dazu müsste ich mich 1. überwinden und 2. zum Arzt gehen. Und mich zwangsläufig stundenlang in ein mit Bazillen und Viren gefülltes Wartezimmer setzen. Keine schöne Vorstellung, die mich da am Sonntag heimsuchte.

Also durchdachte ich die Alternative: Mich schlapp zur Arbeit schleppen und darauf hoffen, dass es keine falsche Entscheidung war.

Wie sieht Selbstfürsorge im Zweifelsfall aus?

Ein Geständnis

scheinheilig

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Ich bin eine treue Seele, überwiegend. Es gibt allerdings auch jede Menge Gelegenheiten, die mich in Versuchung bringen und mich schwach werden lassen.

Dann esse ich nicht, was gesund ist, oder halte mich anderweitig nicht an meine guten Vorsätze und verlasse den Pfad der Tugend.

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Manchmal schreit es in mir „Verrat!“, wenn ich schlicht mache, was mir gerade in den Sinn kommt, ohne mich darum zu scheren, dass ich eigentlich etwas anderes proklamiere.

Dann wende ich mich ab und zucke mit den Schultern, als hätte ich keine Ahnung, was gemeint ist.

Ich schreibe diese Selbstanzeige, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun. Immerhin gehört es zu meinen alten Glaubenssätzen, dass es besser ist, mich selber schlecht zu machen, als darauf zu warten, dass andere mich anklagen.

Überraschung

im Trüben gefischt

Als ich heute früh aus dem Fenster blickte, sah ich nichts. Da lag nur eine blickdichte Nebelbank. Ich dachte mir, dies wäre wohl ein Tag, den man getrost im Bett verbringen kann, zumal ich erkältet bin.

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Doch ich irrte. Überraschend brachen Sonnenstrahlen durch und verliehen dem Tag ein wunderschönes Antlitz. Das schöne Wetter lockte mich nach draußen. Die frische Luft und das tolle Licht taten gut.     DSC05551

Aber meine Finger wurden beim Fotografieren kühl und klamm und ich kehrte einigermaßen verfroren zurück. Die Nase lief voran und stelle daheim schon mal den Wasserkocher an.

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Ab durch die Mitte. Nun habe ich eine wärmstens empfohlene und heiß geliebte Filzwärmflasche auf dem Schoß und mache es mir bequem und gemütlich.

Motive meiner Bilder-Sprache: Sinnlichkeit, Reflexion und Humor.

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