andere Zeiten

andere Sitten

In diesem Jahr bekam ich erneut von einer lieben Person einen Adventskalender der anderen Art geschenkt. Einen mit ausgesucht gehaltvollen Texten und stimmigen Bildern, ganz nach meinem Geschmack – statt Schokolade gibt es geistiges Gedankengut in Form von Lektüre.

Aus ihm habe ich auch den Auszug aus dem Brief Rainer Maria Rilkes.

Das folgende Zitat stammt von Alfred Delp,  aus einer Zelle in Berlin-Tegel, 1944.

„Das eine ist mir so klar und spürbar wie selten: Die Welt ist Gottes so voll.

Aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen. Wir aber sind oft blind.
Wir bleiben in den schönen und bösen Stunden hängen und erleben sie nicht durch bis an den Brunnenpunkt, an dem sie aus Gott herausströmen.

Das gilt für alles Schöne und auch für das Elend. In allem will Gott Begegnung feiern  und will die anbetende, hingebende Antwort.

Die Kunst und der Auftrag ist nur dieser, aus diesen Einsichten und Gnaden dauerndes Bewusstsein und dauernde Haltung zu machen und werden zu lassen.

Dann wird das Leben frei in der Freiheit, die wir immer gesucht haben. “