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erlesene Lyrik

schönes Sprachbild

Angekommen

 

Angekommen / in der Ruhe / des Himmels. //

Den offenen Himmel / zur wärmenden Decke / erklären. //

Bett sein / für die Nacht.  //

Beet sein / für den Tag.

Gisela Baudy, Gedicht „Angekommen“, in: Lyrik-Band „Worthaut“ http://www.aws-literatur.de/worthaut/

Dieses Gedicht ist nur eines von vielen, die mich sehr ansprechen.

Als Ausdruck meines Gefühls wählte ich ein Foto, wo das Licht milde scheint und das  Grün Himmel und Erde vereint, durchzogen von Linien wie fruchtbare Ackerfurchen, Tag und Nacht drehen sich umeinander, offen für alles und jeden, dem der Sinn danach steht.

Von Leben zu Leben

Werden wir nicht jeden Tag wiedergeboren?

Mit dem Unterschied, dass wir uns – jedenfalls meistens – an das Gestern und Vorgestern erinnern können. Das Bewusstsein verlässt uns in der Ruhephase der Nacht und am Tage schwankt es von Zeit zu Zeit.

Im Alter verabschiedet sich das Gestern und Vorgestern schon mal. Dafür kommen Erlebnisse aus jüngeren Jahren in den Sinn und erscheinen präsent.

Unser Dasein findet zwischen Geburts- und Sterbeurkunde statt. Danach erlischt das Bewusstsein und Schlafes Bruder lässt uns lange ruhen.

Ob es ein spätes Erwachen in anderen Dimensionen gibt, vermag ich nicht zu sagen. Deshalb denke mir möglichst jeden Tag als Wiedergeburt.