Hin und her

Radisson

Gestern war ich wieder und wieder in Planten un Blomen. Von der Musik, deretwegen ich u. a. hingefahren war, bekam ich nicht besonders viel mit, weil der andere Anlass zunehmend in den Vordergrund rückte: anregende Unterhaltung in guter Gesellschaft, nämlich mit der netten kleinen Runde, mit der ich mich dort traf.

Es war ein feucht-fröhlicher Nachmittag bis Abend. Wir spannten unsere Regenschirme in flottem Wechsel auf und zu, becherten Bier und Wein und redeten und lachten vergnüglich.

Die Zeit verging wie im Flug, die Rückfahrt auch, immer noch in ein letztes kurzweiliges Gespräch vertieft. Als ich in Harburg aus der S-Bahn ausgestiegen war, dachte ich: komisch, wo ist eigentlich meine Tasche? Lange nicht gesehen.

Ich blieb relativ relaxt, was ich wohl meinem weinseligen Zustand zu verdanken hatte. Ich sorgte mich erstaunlich unaufgeregt und blieb stattdessen einigermaßen zuversichtlich. Ich dachte hoffnungsvoll: Ich könnte immer verzweifelt reagieren und meiner Tasche nebst Inhalt nachtrauern, wenn sie unauffindbar bliebe.

Ich hatte eigentlich mindestens drei gute Gründe zur Besorgnis bzw. für Verlustängste: ein Ausweis, meine Schlüssel, meine Kamera! Existenzielle Wichtigkeiten.

Ich trat umgehend den Rückzug an; fuhr also nochmal hin, den ganzen weiten Weg, der noch viel länger war, mangels kurzweiliger Unterhaltung. Nach einer gefühlten Ewigkeit spazierte ich also abermals durch Planten un Blomen, jetzt zur Abwechslung bei Nacht.

Dort angekommen, schlug ich mich erst einmal in die Büsche. Das Thema hatten wir übrigens Stunden zuvor diskutiert: dass Frauen es diesbezüglich schwerer haben. Meine Erfahrung: Nicht im Dunkeln!

Dann kam ich in die Nähe der verwaisten Bühne, wo fleißige Roadies alles einpackten. Und etwas abseits stand meine Tasche verloren in der Gegend rum . Der weite Weg hatte sich mal wieder gelohnt – wie meistens.  Auch wenn es eine etwas wackelige Angelegenheit war.

Ich verabschiede mich von diesem Glückstag mit einer nächtlichen Impression, aufgenommen von meiner treuen KameraDin.

verwackelt

fleißiges Bienchen

Nektar sammeln

fleißiges Bienchen

Ich wollte am Wochenende Erkundigungen einziehen zum Thema Exposé – und das habe ich nun davon. Zahlreiche Anmerkungen von welchen, die es gut mit mir meinen und vieles besser wissen.

Von „toll, toll, toll“ bis „dies und das geht gar nicht“ (sinngemäß) war sehr viel Bedenkenswertes dabei.

Die überaus konstruktiven Beiträge will ich nicht nur überfliegen, sondern alles heraussaugen und sammeln, was für mich von Nutzen ist. Ich bin so froh, dass ich den Anflug bei einem Verlag noch hinauszögerte.

Verleger wie auch Imker sind nämlich ein ganz eigenes Volk und sehr wählerisch, wenn es um die Honigproduktion geht. Ich habe als fleißiges Bienchen also noch viel vor. Erst aber mal etwas anderes, abwechslungshalber.

Heute Nachmittag will ich einen schönen Ausflug in andere Gefilde machen. Aus der Ferne lockt Freiluft-Vergnügen in Planten un Blomen mit musikalischer Begleitung. Ich werde zur Entspannung Farben und Töne aufnehmen.

Gehirnwäsche

feder-leichtes Vorwärtskommen

Leichtigkeit

Wer denkt, der Erfolgsweg muss immer mega-anstrengend sein, dem gehört der Kopf nebst Gehirn gewaschen. Ich denke dabei in erster Linie an mich selbst.

Ich habe es gestern doch nicht geschafft mit meinem Vorhaben. Ich kam mit der Zeit nicht längs, weil ich noch so viel lesen  und korrigieren und umformulieren musste. Dann war es so spät, dass die Mail an den Verlag vor Montag sowieso nicht mehr gelesen worden wäre.

Ich war etwas angespannt, weil ich meine eigene Deadline nicht eingehalten hatte – bis ich locker ließ und mich fragte: wozu die Hektik? Der Verlag wartet jedenfalls (leider) nicht auf mich.

Vor Montag geht die Post also sowieso nicht ab. So what? Jetzt kann ich am Wochenende alles nochmal in Ruhe durchsehen. Wenn meine Aufregung das zulässt. Ich werde nun versuchen, meine Nerven zu entspannen und mir ein wenig Masel tov gönnen.

Und obendrein kam mir noch die geniale Idee, Mitstreiter zu bitten, sich mein Exposé und die Leseprobe anzusehen, damit ich noch Fehler oder Ungereimtheiten ausbügeln kann. Ich sehe mich als lebenden Beweis dafür, dass Entschleunigung eine sehr sinnvolle Sache ist.

Ich setze mir eine neue Deadline, aber die hängt lose in der Luft bzw. zieht Leine und flattert in guter Gesellschaft mit vielen kleinen Fähnchen im Wind.

Absperrung

Traumtänzerin

ich traumtanze

Tänzerin

Ich reiche jetzt mein Exposé nebst Leseprobe ein und träume davon, dass ein Verlag mich beachtet und mir ein moralisches Angebot macht.

Besonders verlockend finde ich die Vorstellung, Mitspracherecht bei der Cover-Gestaltung zu erwirken. Das würde sich für mich so richtig schön rund und selbstbestimmt anfühlen.

Wenn ich mich noch mehr selbstverwirklichen möchte, ist vornehme Zurückhaltung fehl am Platz und Sichtbarkeit sinnvoller.

Nachforschungen

schwierig nachzuvollziehen

Steinspuren

Was wurde hier in Stein gemeißelt? Und von wem oder was? Ist es sowas wie Graffiti von Flora und Faune – und was dachten sie sich dabei?

Fragen über Fragen… So ist das meistens, wenn man sich auf die Spuren der Vergangenheit macht. Ausgrabungen fördern manchmal Antworten zutage, aber noch häufiger stößt man dabei auf weitere Fragen.

Meine Spuren führen in die Zukunft und ich frage mich auch vieles: Beispielsweise, welcher Buch-Titel am vielversprechendsten wäre. Das unverwechselbare Original „Kann man Tagebücher auch nachts schreiben?“ oder „PUSTEKUCHEN für die Seele“?

Der Untertitel lautet übrigens: „Von Nichts kommt nichts, aber weniger ist zum Glück manchmal mehr.“ Das klingt bekannt und bedeutsam – ist leicht zu verstehen und doch voller Aussagekraft.

Gestern stieß ich in der Tiefe meines Unterbewusstsein auf noch eine Idee: „Traumtänzerin“. Das wäre gewissermaßen ich bzw. der Titel – und das gute, alte Original „Kann man Tagebücher auch nachts schreiben?“ rutscht etwas runter in den Untertitel.

Ein Bild dazu habe ich auch in petto. Das Original zeichnete ich einst für eine Freundin, die es in Ehren halten wollte und meinte, das Original könnte eines Tages wertvoll sein. Ich lachte sie aus.

Tänzerin

Auch die Buch-Gestaltung gibt mir noch Rätsel auf.  Wird eine Grafik-Designerin ein Cover gestalten dürfen, dass ich stimmig finde? Wieviel Mitspracherecht kann ich für mich herausholen?

Wenn ich mein Exposé nebst Leseprobe einreiche, würde ich gerne ein Bild mitschicken. Als Eyecatcher, um Interesse zu wecken.

Welches hat mehr Potential? Dies oder das? Bei Ausgrabungen kommt viel heraus – vor allem offene Fragen.

Pusteblumen-Smiley

unterwegs

eine neue Umgebung

Pfad

Freude und Kummer und Angst und Mut können ein gutes Team bilden. Die Wut kann gerne zuhause bleiben – aber was soll´s? Von mir aus darf sie auch mit. Sie fühlt sich sonst vielleicht ausgegrenzt und ich will sie doch einbeziehen in mein Leben, als starken Antrieb. Der/die/das hilft auf unterschiedliche Weise, wenn ich mal aus der Puste bin. Gemeinsam sind sie/wir stark und klug/weise.

Dies sind meine treuen inneren Begleiter. Reisegefährten in eine vermeintlich naheliegende Zukunft. Manchmal rückt sie jedoch scheinbar wieder in weite Ferne.

Wieviele Zeugen braucht es, bis ich wahr werde? Wieviel Ermutigung von außen brauche ich, um mich gerne sichtbar zu machen? Wieviel Kraft kostet es, weiterzugehen, auch wenn ich eine Durststrecke habe?

Beistand tut gut. Gesellschaft wäre nett. Unterstützung würde mir den krummen Rücken stärken. Ich suche nach Weggefährten. Manchmal begegne ich einsamen Wanderern.

Kein Wunder, dass sich auch meine Umgebung ändert, Land und Leute , während ich fortschreite. Das ist eine Begleiterscheinung.

verkopft

 eine Menge steht dicht an dicht

Zierlauch-Wäldchen

Ich sehe manchmal den Wald vor lauter Zierlauch nicht. Ich habe soviele schöne Dinge vor und um mich herum, dass es mir schwerfällt, mich auf eine einzige Sache zu besinnen.

Ich träume manchmal von temporärer Gleichzeitigkeit, dann könnte ich mir mehr Zeit lassen und mich vielem parallel hingeben. Aber jetzt konzentriere ich mich erstmal wieder auf das eine, das Naheliegende.

lila Zierlauch

Abhängen

mal schön auf dem Balkon abhängen…

Balkonkasten

Ich habe – wie man sehen kann – viel auf dem Kasten.

Gestern war FeierAbend.  Exposé und Manuskript sind (vorläufig) fertig. In Kürze werde ich es bei einem Verlag einreichen. Es fühlte sich großartig an, es bis hierher geschafft zu haben!

Ich spiele am heutigen Feiertag nur noch ein wenig mit dem besten aller Titel und denke in Coverbildern. Nach all der Arbeit lege ich heute einen Ruhetag ein. Ist ja auch Sonntag. Passt.

Pustekuchen 2

Ich habe nicht das Know-How und die Programme für professionelle Covergestaltung – aber jemanden an der Hand. Und den Vorsatz, in Vertragsverhandlungen mit dem Vorsatz hineinzugehen, über das Cover selbst zu bestimmen. Erst dann ist es ganz stimmig für mich.

Es liegt was in der Luft

Lavendel mit viel Duft- und Kopfnote

Lavendel

Vom aufdringlichen Lavendel bekomme ich schnell Kopfschmerzen. Stets drängt es ihn in den Vordergrund – hier gut zu sehen.

Vorgarten

Anschaulich, nicht wahr? Doch wie gesagt, der Lavendel ist nicht ohne, sondern eher mit zu viel Duft – oder jedenfalls nicht der Richtige (für mich).

Ich mag andere Düfte lieber. Zum Beispiel den von Basilikum. Oder den des unverwechselbaren Jean Paul Gautier.

Zugegeben: Ein untypischer Herrenduft, dafür  mit herausragendem Wiedererkennungswert. Einmal Liebhaberin dieses duften Typs, drehe ich mich praktisch nach jedem Mann um, dem diese besondere Note anhaftet.

Dann nehme ich Witterung auf und folge meinem Riecher. Dass ich das reizvolle Objekt whrnehmen kann, bereitet mir viel Vergnügen. Von dem Mann will ich weiter nichts, denn ich habe schon einen. Herz- und Basisnote stimmen.

Es reicht mir, wenn das gelegentlich das Besondere in der Luft liegt.

Motive meiner Bilder-Sprache: Besinnlichkeit, Reflexion und Humor.