Riesenreich

im Weg

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Einst lag ein Findling zur falschen Zeit am falschen Ort. Er machte sich zu breit und zu schwer, um ihn beiseite schaffen zu können. Also verlegte man seine kleinen angepassten Artgenossen um ihn herum.

In dieser herausragenden und mächtigen Position verharrt er nun weiter bis in alle Ewigkeit auf seinem Standpunkt und hat sich der Bequemlichkeit zuliebe ein kleines Polster zugelegt.

So thront er erhaben und herrscht weise wie ein Stein über sein Völkchen. Er steht für eine extrem flache Hierarchie: Es gibt nur ihn und dann kommt schon die breite Masse.

Berührungsängste sind ihm völlig fremd. Sein Zuneigungswinkel ist bemerkenswert, denn er macht keinerlei Unterschiede, sondern lässt jeden Dahergelaufenen an sich heran.

Ein wahrhaft großzügiger und gerechter Findling.

wo lang?

Weggabelung

Weggabelung

Ich stehe davor und kann mich nicht so recht entscheiden, welchen Weg ich einschlagen soll.  Ich hätte die Wahl zwischen Selfpublishing oder Literaturagenten.

Ich fischte ein wenig im Trüben, um herauszufinden, für welche Agenten meine Tagebücherei infrage käme, und stieß dabei auf den ansprechenden Namen „wortvollendet“. Das ist jetzt mein Favorit.

Bevor ich irgendwelche Schritte unternehme, werde ich mir allerdings mein Werk nochmal genauer vorknöpfen (schon wieder, wird aber nie langweilig).

Denn es mag durchaus sein, dass es womöglich besser wäre, Gras über diesen Handlungsstrang wachsen zu lassen.

Dagegen spricht, dass mir momentan mehr an meinem Buch als einem Steingarten gelegen ist.

Steingarten

Ich werde schon merken, wenn für mich der rechte Augenblick des Loslassens gekommen ist.  Doch solange ich noch Saft und Kraft habe, bleibe ich an meinem Projekt hängen.

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Platz an der Sonne

schön, aber brandgefährlich

Platz an der Sonne

Wir alle baden gerne in den wärmenden Strahlen bei sommerlichen Temperaturen. Doch bei längeren Sitzplätzen in der Sonne  droht leider Brandgefahr, besonders bei frischem Wind .

Geglitzer

Alle Sonnenanbeter muss ich auch eindringlich vor allzu viel Geglitzer auf ungeschützter Netzhaut warnen. Lasst euch nicht zu sehr blenden von der Sonne, Liebe  macht bekanntlich blind.

segeln

Besser rechtzeitig davonsegeln  oder anderweitig den Platz an der Sonne räumen und sich einen coolen Sitz im Schatten suchen!

Sitzgelegenheit

Freigang

reizvolles Thema – rotes Tuch

rotes Licht mittig

Mir laufen immer mehr Menschen über den Weg, die Schritt auf Tritt auf ihre Bildschirme  glotzen. Gegen Lesen und Schreiben habe ich überhaupt nichts einzuwenden, auch wenn es online ist.

Doch vermisse ich im öffentlichen Raum zunehmend wenigstens den flüchtigen Blickkontakt. Manchmal fürchte ich sogar, über den Haufen gerannt zu werden, so wenig werde ich wahrgenommen. Es kommt immer häufiger zu schlimmen Zusammenstößen zwischen Handy-Nutzern und anderen Verkehrsteilnehmern, weil die allgemeine Ablenkungsgefahr zunimmt.

Um Unfälle zu verhindern, wäre eine Aufprall-App zweckdienlich, die die User auf mögliche Gefahren hinweist, Ausweichmanöver vorschlägt oder auch einfach sinnvolle Signale setzt, ein Stop-Schild oder eine Blumen-Ampel.

grün

gelb

rote Blüten

Das Smartphone der Zukunft:“to go“, optional als „drive-in“.

Ampel

Spaziergang

chinesisch: Wandelwege

Waldweg

Ich genieße die sonnigen Tage und nutze nach Möglichkeit jede Gelegenheit, an die frische Luft zu gehen und mir das Grün an den Baumen einzuprägen.

Natürlich freue ich mich auch auf einen farbenprächtigen Herbst. Aber an den Bäumen ist mir Laub allemal lieber als am Boden.

Kahles Geäst lässt sich allerdings jahreszeitlich bedingt nun mal nicht gänzlich vermeiden. Deshalb presse ich jetzt schon das eine oder andere sommerliche Blatt liebevoll meinen Busen und fülle mein Herz mit Licht und Luft.

Buchblase

Hoffnungsschimmer

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Mein Traum verblasst etwas angesichts einer weiteren Absage von einem Verlag. Ich hatte es mir in schillernden Farben ausgemalt, wenn mein Buchmanuskript angenommen wird.

Schimmer

Ich wählte magische Einreichungsdaten, doch weder der 07.07. noch der 08.08. öffnete mir den Verlagsweg wie von Zauberhand. Eine Buchblase ist geplatzt, was allerdings bei weitem nicht so folgenschwer ist wie die Konsequenzen der Immobilienblase. Meine Schlussfolgerung: Die Menschen sollten mehr in Bücher investieren (Anm. einer enttäuschten Autorin)

Bedeutet das nun Ende meiner Hausarbeit? Mitnichten. ich wäre kein ernstzunehmender Schriftstellerlehrling, wenn ich nicht willens wäre, mir etwas Neues einfallen zu lassen.

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Ich gebe zu: Gestern kam es mir für einige Stunden so vor, als ginge ich auf dünnem Eis. Aber in Wahrheit gestattete ich mir nur, ein wenig enttäuscht zu sein.

Plan A und B sind gescheitert, also weiter im Text. Was kommt als nächstes? C und D.

Durchblick

wissenswertes zum Thema Wasser

Wasser

Viele Probleme sind wasserlöslich. Manchmal nützt es bereits, seine Hände in Unschuld zu waschen.

Von Wechselbädern der Gefühle bei unklarer Gemütsverfassung ist abzuraten.

Bei der Wahl des Freibads achte man darauf, dass niemand zuvor schon seine schmutzige Wäsche dort wusch, das könnte sonst abfärben.

Mit allen Wassern gewaschen zu sein, schreckt Mitmenschen ab.

CDs eigenen sich nicht zur sanften Reinigung, auch wenn die Werbung anderes verspricht.

Diese Liste erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ist nur ein wenig Wasser auf meine Gedankenmühle und wird zu gegebener Zeit via Aquädukt fortgeführt.

Motive meiner Bilder-Sprache: Sinnlichkeit, Reflexion und Humor.