Baustelle

Was ist denn hier los?!

Kleinholz

Viel Kleinholz ist eigentlich ein natürlicher Zustand, wenn kein Förster für Ordnung sorgt.  Im Wald macht das mehr Sinn als auf meiner Seite. Gestern entdeckte ich durch Zufall, dass meine Schlagwort-Wolke nicht funktioniert, wie sie soll und wie ich es gewohnt war.

Normalerweise führt ein Klick auf ein Schlagwort direkt zu dem Beitrag. Das fand ich ganz toll, weil sich dann jeder intuitiv leiten lassen kann, was sie oder ihn interessieren könnte. Beispielsweise Schnee von gestern, sprich: ein Beitrag, der schon länger zurück liegt und trotzdem kaum an Aktualität eingebüßt hat.

Den Hinweis auf diese Fundgrube habe ich als erste Maßnahme schnell aus dem Programm genommen, weil ich darin explizit für die Nutzung jener Schlagworte warb – und es voll peinlich finde, wenn die Besucher dann enttäuscht feststellen, die Fundgrube findet ja gar nichts.

„Gar nichts“ stimmt nicht. Bei einigen Stichworten funktioniert es – z. B. bei Erkältung (!) und bei Spargel (!). Bei den meisten jedoch nicht (mehr) und ich habe keine Ahnung wieso. es ist die reinste Willkür! Ich möchte mich beschweren, aber bei wem? Und wann? ich habe nämlich überhaupt keine Zeit, mich so nervigen Kleinkram zu kümmern.

Ausstellung

schwarz-weiß-Malerei

verwaiste Bank

Gar nicht wahr. Ich mache eine Ausstellung mit Fotografien in s/w. Ich habe ein Faible für Dinge, denen man ein gewisses Alter angesehen kann, die eine schöne Patina haben. Das zeige ich auch mit den Motiven in der Ausstellung.

Heute bringe ich sie hin, die Fotografien auf Leinwand, 70 x 100 cm. Dann hängen sie in Harburg-Heimfeld im „Alles wird schön“, und zwar vom 2. – 17. Juni. Am letzten Tag findet eine Finissage statt, zu der ich alle herzlich einladen möchte.

Weil der heutige Blog der Ankündigung meiner Ausstellung gewidmet ist, werde ich ihn ausnahmsweise mehr bebildern als sonst. Um Schaulust zu wecken.

Wie kommt Ihr hin und her?

geradeaus

Von den etlichen Möglichkeiten möchte ich zwei näher vorstellen: Wer aus Hamburg oder von noch weiter her kommt, kann mit der S-Bahn bis Heimfeld fahren. Ihr könnt unterwegs auch ganz komfortabel die Rolltreppen zur vereinfachten Fortbewegung benutzen. Vorausgesetzt, sie funktionieren.

Rolltreppe aufwärts   Rolltreppe abwärts

 

Bis in die Friedrich-Naumann-Str. 27 bleibt dann nur noch ein kurzer Fußweg. Eine Bahn bringt euch dann später wieder nach Hause, wenn auch nicht bis vor die Tür.

Zugfahren

Die Deckengewölbe der S-Bahn-Station Heimfeld sind übrigens eine Sehenswürdigkeit für sich. Wer weiß, wie lange noch? Deshalb solltet Ihr die Gelegenheit unbedingt wahrnehmen und sie besichtigen.

Deckengewölbe

Eine weitere Möglichkeit zu Kommen wäre das Fahrrad. Wer im Besitz eines vollständigen Zweirades ist und der Weg nicht zu weit, kann auch gleich noch etwas für seine Fitness tun.

  Geometrie    einsames Rad

Viele Wege führen nach Heimfeld.

Waldweg

Nur von Holz-, Irr- Ab- und Umwegen würde ich abraten, wer weiß, wo die hinführen? Ich hoffe, Ihr findet den für euch passenden Weg und werdet nicht von irgendwelchen blöden Baustellen aufgehalten. Good luck!

Baugrube

Ein letzter Hinweis: Ich verrate nicht, welche s/w-Fotografien ich ausstellen werde – um die Spannung zu steigern. Nur soviel sei gesagt: nicht diese von dem heutigen Blog, aber die Motive befinden sich bereits hier auf meiner Homepage.

Wer also keine Zeit und Lust hat, persönlich zur Ausstellung zu kommen, dem entgeht trotzdem nichts, abgesehen von der gewiss netten Atmosphäre beim Live-Erlebnis.

Stille Örtchen

das Herz am rechten Fleck

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Ist es nicht großartig, zur richtigen Zeit am richtigen Ort auf das zu stoßen, was wir am dringendsten benötigen? Uns begegnen immer wieder Zeichen und Wunder – die wir allerdings in der Regel erst so richtig zu schätzen wissen, wenn wir sie zuvor ein wenig entbehrt und sehnlichst herbeigewünscht haben.

Gesichter einer Hecke

Ich habe schon wieder ein Quiz ausgeheckt.

Bitte sieh dir folgende Bilder an und vergleiche.

Welche Ansicht gefällt dir am besten?

Es kommt eigentlich nur auf den persönlichen Standpunkt an, denn es handelt sich immer um die gleiche Hecke.

Magst es lieber kurz und bündig oder ein bisschen wild? Möchtest du rasten oder gärtnern und blumig gestalten?

P.S.: Es gibt keine falsche Antwort, nur richtige Fragen.

Blog Bilanz

Zum heutigen Thema fehlt mir ein passendes Bild. Man würde wahrscheinlich sowieso nicht viel darauf sehen, weil es um eine ungewisse Dunkelziffer geht bzw. einen blinden Fleck bei mir.

Ich zähle nur vier Leser auf meinem Blog.

Beim Schreiben und wenn ich mich online zeige, fühle ich mich manchmal an diese Verhörzimmer erinnert, die man aus den Fernseh-Krimis kennt. Während einer Vernehmung steht irgendwer hinter der einseitig verspiegelten Scheibe, hört mit, schaut zu, bleibt selber unsichtbar für diejenigen, die im Raum das Frage-und-Antwort-Spiel spielen: Wo waren Sie während Ihres Lebens? Was haben Sie dann und dann gemacht? Und was haben Sie sich dabei gedacht/gefühlt?

Das bedauerliche am Bloggen ist eine gewisse Einseitigkeit, weil ich nicht wissen kann, wer und ob überhaupt jemand hinter dem Spiegel steht. Da beschreibe ich immer alles so schön und haarklein, dabei bin ich vielleicht ziemlich allein in diesem Raum. Nicht einmal ein Kommissar lässt sich blicken. Damit habe ich gar kein Problem, denn ich bin durchaus in der Lage, mir selber Fragen zu stellen. Aber wenn mir kaum jemand zuhört… wozu dann das ganze Palaver?

Doch selbst darauf finde ich eine Antwort: Der Verdacht liegt nahe, dass ich eine Triebtäterin bin und es einfach nicht lassen kann, selbst wenn ich gegen eine Wand spreche. Es überkommt mich immer wieder. Dann sprudelt es ganz doll in meinem Kopf. Und bevor ich überschäume, lasse ich es raus. Es gibt also eigentlich gar keine Alternative zum Schreiben.

Ich blogge und poste weiter still vor mich hin – denn inzwischen bin ich auch bei Facebook vertreten. In der stillen Hoffnung, dass eines Tages die Trennscheibe zerspringt und ich für mich sichtbare Resonanz erfahre. Weil ich mich einfach lieber unterhalte als Selbstgespräche zu führen.

Ich sehe mich gleichermaßen als Täterin und Opfer – die Suche nach Zeugen wird fortgesetzt. Falls jemand jemanden gesehen hat, der zur Tatzeit (oder überhaupt) auf meiner Seite gewesen ist, bitte melden! Eine Belohnung muss ich mir noch ausdenken.

Kauf-Kunst

Ist das Kunst oder kann das weg?

Kunst

Der Spruch ist nicht von mir. Leider. Denn ich finde ihn so genial! Doch mit fremden Federn mag ich mich nicht schmücken, deshalb kläre ich das gleich vorab.

Ich muss ja auch gar nicht alle guten Einfälle selber haben. Es reicht, wenn ich sie im richtigen Kontext unters Volk bringe. Hier mache ich ihn mir zunutze, um zu veranschaulichen, dass ich mit kaputten Haushaltsgeräten nicht viel anfangen kann.

Neuer Wein in alten Schläuchen? Nein, danke. Andererseits halte ich viel davon, nicht voreilig etwas wegzuschmeißen, was noch repariert oder anderweitig verwendet werden kann. Noch steht das verbrauchte, alte Stück auf dem Balkon und harrt besserer Tage, die wohl nicht mehr kommen werden.

Als feiere er einen zweiten Frühling, schäkert er auf seine alten Tage mit den Waschmaschinenschläuchen und genießt gleichzeitig seinen wohlverdienten Ruhestand.

Vermutlich werde ich ihn bald zu Grabe tragen. Doch bis dahin dient er als symbolisches Mahnmal für die Wegwerfgesellschaft. Oder ist ihm ein anderes Schicksal vorherbestimmt?

Ich würde gerne einen Auguren bitten, in den Eingeweiden des Staubsaugers dessen Zukunft zu lesen, doch ich habe keinen in den gelben Seiten gefunden. Die Welt ist auch nicht mehr das, was sie einmal war.

Von der Kunst, sich Neugeräte anzuschaffen, könnte ich jetzt auch noch berichten, aber ich bin froh, das hinter mir zu haben. Die Erinnerung daran soll zwar nicht für immer gelöscht werden, aber jetzt kann sie erstmal weg bzw. beiseite. Wozu habe ich sonst ein Langzeitgedächtnis?

Artenvielfalt

Es gibt so´ne und solche Molche

Molch

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und denn noch die gesprenkelten.

Aber die sind abartig kamerascheu.

Was für Getier gilt, gilt auch für Geräte. Die meisten ähneln einander nur äußerlich, aber in Wahrheit und vor allem inhaltlich unterscheiden sie sich maßgeblich.

Der Benutzer bekommt die Anleitung zur sachgerechten Bedienung nur selten und flüchtig zu Gesicht. Sie sind nicht sonderlich beliebt, sondern eher eine Pflichtübung. Gerade gestern las ich einen Spruch, den ich in diesem Zusammenhang gerne zitieren möchte: „Das Leben kann Spuren von Müssen enthalten.“

Wie wahr, wie wahr. Auch ich musste mich schon angelegentlich durch Betriebs-/Bedienungsanleitungen kämpfen – heute schlicht Manuals genannt, aber auch nicht kürzer oder leichter zu verstehen.

Ich sitze gerade (sinnbildlich) in einer vollen Wanne und bade in Selbstmitleid, weil es gerade ganz dicke kommt. Verschiedene Haushaltsgeräte verabschiedeten sich auf einen Schlag für immer und ewig von meinem Haushalt – ganz im Einklang mit dem Gesetz der Serie.

Ein letztes, gequältes Röcheln der schon länger schwerkranken, alten Waschmaschine und der Ofen war aus. Beim Herd erlosch eine Platte nach der nächsten und den  Staubsauger ereilte ein tragisches Unglück. Er ruhe in Frieden. Asche zu Asche, Staub zu Staub.

Jetzt habe ich also erstmal einen Packen Papier vor mir, um mit den Neugeräten gut klarzukommen. Unter all den Anleitungen, derer ich habhaft wurde, befindet sich allerdings eine von besonderer Natur, eine lesenswerte: „Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“ von Gerald Hüther. Und die ist nicht nur gut geschrieben, sondern auch verständlich.

Und weil es viel mehr Spaß macht, Bücher zu lesen als Anleitungen, werde ich wahrscheinlich alles andere so herausfinden, learning by doing. Ich werde es mir in meinem Lese-Sessel gemütlich machen, den ich benutzen kann, ohne vorher studiert zu haben. Dabei werde ich Kaffee trinken, den ich mir mit dem neuen Wasserkocher aufbrühen werde, auch anleitungslos. Denn ich bin nicht so blöde, mich dabei zu verbrühen. Der Evolution sei Dank.

Motive meiner Bilder-Sprache: Sinnlichkeit, Reflexion und Humor.