wissenswert

Studentenblumen sind extrem faul.

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Weiß jemand, wie lang die Regelstudienzeit von Studentenblumen ist? Ich glaube, sie lassen sich immer reichlich Zeit mit ihrer Blüte. Es sind Dauerstudenten, und dagegen ist nichts einzuwenden.

Selbst die älteren Semester sehen im Herbst noch richtig gut aus. Wie machen die das bloß? Sie sind auch sehr gut ausgebildet, dabei stehen sie den ganzen Tag am liebsten nur in der Sonne herum. Vielleicht ist das ihr Geheimnis.

Hab Sonne im Herzen

Glückskeks-Weisheit

Sonne im Herzen

Gestern wurde mir ein Glückskeks angeboten. Ich wollte eigentlich aus Neugier nur den Spruch haben, aber weil ich mich dann über den so freute, aß ich im Überschwang sogar den Keks – der übrigens unerwartet gut schmeckte. Eine angenehme Überraschung nach der nächsten.

Auf meinem kleinen Zettelchen entfaltete ich folgenden Satz:

„Sie haben ein freundliches Herz und werden sehr bewundert.“

Ich freute mich aufrichtig über diese schöne Aussage und fühlte mich bestätigt. Ich habe mir vor einer ganzen Weile vorgenommen, Komplimente u. ä. anzunehmen und wertzuschätzen, statt mich dagegen aufzulehnen und reflexartig zu widersprechen.

Es spricht Weisheit aus mir, wenn ich euch mein kleines Geheimnis verrate: Es bewirkt viel Gutes, sich/ überhaupt alles in einem positiven Licht zu sehen, statt sich/ andere schlecht oder gar nieder zu machen.

Wer auch immer diesen Spruch in den Glückskeks legte, konnte eigentlich nicht wissen, dass er bei mir landen würde, aber ich fühlte mich persönlich angesprochen, weil ich wusste, es stimmt. Ich habe ein freundliches Herz.

Ich wäre nicht Ich, wenn ich nicht doch noch etwas weiter gedacht hätte. Der zweite Teil des Satzes irritierte mich nämlich. Ich fragte mich, was hat das eine mit dem anderen zu tun? Die Vorstellung, bewundert zu werden, war mir irgendwie unangenehm. Worin läge der Sinn?

Heute Morgen fiel mir ein, dass die Übersetzungen manchmal etwas verfälschen können. Also las ich auf der Rückseite den Spruch in Englisch:

„You have a friendly heart and are admined.“

Ich recherchierte, was admined heißt, weil ich das Wort nicht kenne. Ich fand nichts. Zu dem Suchbegriff gab es keine Übersetzungen. Hm. Jetzt fing ich an, frei zu assoziieren. Vielleicht war „at mind“ gemeint? Das hieße, bei Verstand/Sinnen zu sein.  Alle Bedeutungen von „mind“ gefielen mir: Geist, Seele, Sinn, Gemüt, Gedanken, Absicht, Ansicht, Psyche…

Dann stellte sich allerdings heraus, dass ich mich verlesen hatte: Auf dem Zettel stand „admired“ (falsche Brille). Und dieses Adverb gibt es und es heißt dann doch: bewundert (sein). Ich war ein wenig enttäuscht, denn ich fand meine Interpretation viel schöner, auch wenn sie auf einem Irrtum beruhte.

Aber ich verrate euch, was ich bei der Gelegenheit noch herausfand und was mir besser gefiel, als die Übersetzung auf dem Spruchband. Denn „admired“ ist nämlich auch ein Ausdruck dafür, wenn etwas hoch geschätzt wird. Damit kann ich leben.

Freundliche Herzen lassen vieles erblühen.

Und das wird auch von mir admired.

Doppelherz

abfällige Bemerkungen

voll daneben

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Wir hatten kürzlich einen Fall von Fehlbefüllung bei den getrennten Müllcontainern. Ein Wäscheständer war widerrechtlich unter gelb abgelegt worden. Allerdings war er auch nicht blau. Und zum Kompostieren ebenfalls nicht geeignet. Restmüll könnten man meinen, doch so einfach ist das Problem nicht zu lösen. Entsorgende und Entsorger sind sich nicht immer grün.

Die Stadtreinigigung sieht das eher enger als diejenigen, die Müll zur Hand haben und den möglichst schnell und bequem für sich selbst los werden wollen. Umstands- und sorglose Entsorgung ist hier und da angesagt. Manche lassen sogar ihre Abfälle direkt zu Boden fallen, als müssten sie dringend Ballast abwerfen, und sei die Folie noch so dünn und leicht. Ballaststoffe sind gesund, höre ich immer wieder. Aber sie haben doch nichts auf der Straße zu suchen…

Noch befremdlicher fand ich das Bild, dass sich mir kürzlich auf dem Gehweg bot: etliche Visitenkarten einer Konditorei lagen dort weiträumig verstreut. Eine neue Marketing-Strategie?

ein Highlight des Jahres

Ein Fest für die Augen: die Kirschlüte

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Kirschen und Erdbeeren sind – wie immer – die absoluten Hingucker in der diesjährigen Frühjahrssaison.

Auf dem Laufsteg der Natur dominieren Blütendekors und ein frisches Hellgrün. Es steht so ziemlich jedem Busch und Baum und schmeichelt dem Teint.

Leuchtende Farben vergraulen den Winter und Blattwerk raschelt lieblich in einem hauchzarten Lüftchen. Doch Biene Maja warnt vor voreiligem Einmotten der Wollepullover und Winterjacken. Das  Model Sophie könnte nämlich noch eiskalt daherkommen. Dann heißt es, sich warm anzuziehen.

optische Täuschung

ein Baum steht Kopf

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Ich muss natürlich vorsichtig sein, wenn ich zeige, was es auf der Kulturellen Landpartie zu sehen gab. Kunsthandwerker sehen es oft nicht so gerne, wenn ungefragt fotografiert wird – aus Sorge, dass Ideen geklaut oder Bilder verbreitet werden, an denen sie selbst die Urheberrechte haben.

In diesem Fall gab es allerdings keine Probleme. 1. hatte ich die Erlaubnis eingeholt und 2. war der Baum schon vorher da.

Lagerung

Badewetter

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Atommüll freut sich über die Zwischenlagerung im Freien, denn im Salzstock ist es dunkel, kalt und nass. Wer mag das schon?

Dieses Fass sonnt sich nur zu gerne an der frischen Luft und genießt ein erfrischendes Bad im Grünen. Gönnen wir ihm doch einfach den Spaß.

Noch ein bisschen Musik dazu… dann strahlen wir mit, gut gelaunt und radio-aktiv.

(Die Ironie hieran: Dies soll ein lächerlicher Beitrag zur Debatte um die Endlagerung von Atom-Müll sein. )

Wahlheimat

schöner wohnen

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Es gibt Orte, da fühlt man sich sofort wie zuhause bzw. würde am liebsten gleich einziehen. Dieser Eingang gehört zu einem Wohnsitz in Mützingen.

Ein lustiger Name für einen Ort, findet Ihr? Dann wart Ihr noch nie in dieser Gegend. Im Wendland wimmelt es nur so von Meuchefitz und Salderatzen, Klein Wittfeitzen und Waddeweitz, Tolstefanz, Schlanze und Bösel.

Es macht einfach Spaß, hier unterwegs zu sein – die gute Laune ist vorprogrammiert. Und wenn wir uns mal verfahren, vertrauen wir auf eine berufene Kartenleserin oder unseren Orientierungssinn, denn im Grunde kennen wir die Gegend schon in- und auswendig wie unsere Westentasche. Es ist quasi unsere zweite Heimat.

Hinweisschilder können unter Umständen sogar irritierend sein.

irreführender Wegweiser

Motive meiner Bilder-Sprache: Sinnlichkeit, Reflexion und Humor.