Geschenk des Himmels

War Gott verliebt, als er das Meer schuf?

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Ich hätte es vermutlich auch versalzen.

Die See. Sie ist meine ganz große Liebe – das Meer, der Ozean. Egal, welchen Artikel ich davorsetze, ich verbinde damit eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Es ist die Keimzelle allen Lebens.

Und wenn Wasser schon das Gelbe vom Ei ist, darf es gerne mit einer Prise Salz angereichert sein. IMG_0755

Als Lösung präsentiert sich das weiße Gold, indem es uns das Schwimmen erleichtert.

Hätte ich die Wahl, im Meer oder in Milch zu baden, ich würde mich für´s Meer entscheiden.

Vermutlich, weil ich auch sonst viel von Transparenz und Einsicht halte. Ein guter Grund, oder nicht?

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SY A

Raumschiff Ahoi

SY A

Auf der Fährfahrt nach Formentera kamen wir an der White Pearl vorbei, einer Megayacht mit dem offiziellen Namen Sailing Yacht A. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, aber inzwischen habe ich mich schlau gemacht.

Der Koloss war so imposant, dass es alle von den Stuhlreihen riss. Massenhaft wurden Handys gezückt und in die Höhe gehalten, um diesen sensationellen Anblick festzuhalten.

Ich wähnte mich unter Verrückten, weil alle schier ausrasteten vor Begeisterung, wie irre winkten und hinüberriefen. Offenbar sehnten sie sich nach Beachtung von Seiten des Sonnendecks. Doch die einzelne Person, die dort auf einer Liege döste, ignorierte den Aufstand des Pöbels.

Natürlich schaute und staunte ich auch, allerdings still und mit bockig verschränkten Händen vor der Brust, weil ich so unermesslichem Reichtum keinen Beifall spenden mag, sondern fragwürdig bis bedenklich finde.

Erst als das Raumschiff in der Ferne zu verschwinden drohte, knickte ich ein und wollte doch noch ein Foto von dem Eyecatcher.

Die SY A ist die derzeit größte Segelyacht der Welt. Sie ist 143 m lang und die Masten sind etwa so hoch wie Big Ben. Sie wurde übrigens in Kiel gebaut, soll einem russischen Oligarchen gehören und rund 400 Millionen gekostet haben.

Faktencheck bei Nacht und Nebel:

Ich bin beeindruckt. Aber ehrlich gesagt: Ich bin lieber auf dem Holodeck in meinem Oberstübchen.

 

 

felsenfest

unvergesslich malerische Eindrücke

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Vor Antritt der Reise machte ich mir ein Bild von der geografischen Lage unseres Feriendomizils und nutzte dabei Google Earth. Das sah von oben wahrlich vielversprechend aus: dicht an einer Badebucht, einem kleinen Ort und einer sehr bewaldeten Gegend gelegen. Besser geht´s nicht.

Überraschend kam dann die Steigerung, denn mit soviel Berg hatte ich nicht gerechnet. Das ganze Grün verteilte sich nämlich, optisch sehr vorteilhaft, auf etliche Höhenmeter, 220 m um genau zu sein.

Da es keine Alternativen für Spaziergänge gab, machten wir uns auf den langen und steinigen Weg in die schwindelerregende Höhe und wurden für unsere Mühe mit einer beeindruckenden Aussicht belohnt.

Unterwegs stießen wir noch auf das Bildnis einer Spezies, die aus der Kreide- oder Hippiezeit Ibizas stammen könnte: der blaue Elefant.

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Für mich wurde er zu einer Symbolfigur, denn ich glaube, es war das erste Mal, dass der Urlaub meinem Wunsch nach einer Reise in die Berge so nahe kam – und das am blauen Meer.

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blickdicht

aussichtslos

S-Bahn-Graffiti

Apropos Underground: Kürzlich stieg ich in die S-Bahn und freute mich wie jeden Morgen auf das Überqueren der Elbe, weil das ein herrlicher Anblick ist, besonders bei schönem Wetter.

Ich bemerkte erst, dass ich keinen Durchblick hatte, als die Bahn den unterirdischen Teil der Strecke verlassen hatte und ans Licht kam. Die Scheiben waren blickdicht bemalt.

Die Farbe wurde wunderschön vom Sonnenlicht durchflutet und ich hätte es gerne abgelichtet, doch ich wollte die anderen Fahrgäste nicht behelligen bzw. schräge angesehen werden.

Ich war sehr neugierig, was wohl von außen die Scheiben verdeckte.. Als ich ausstieg, machte ich dieses Foto, das leider nicht annähernd wiedergibt, in was für ein warmes Gelb das Abteil getaucht war.

Protest

unterirdisch

schwarzer Balken

Auf dem Weg zur S-Bahn bot sich mir ein Bild des Grauens: neben dem Handlauf der Rolltreppe lagen zwei Scheiben Leberkäse. Es sah echt übel aus. Deshalb der schwarze Balken.

Mich beschäftigt die Frage:

Handelte es sich um die unkonventionelle Variante einer Schnitzeljagd?

Führt die Fährte zum Oktoberfest?

War es als Mahnmal gedacht und wurde dort von einem Vegetarier platziert, der zum Nachdenken anregen wollte?

Bei mir hatte es jedenfalls eine abschreckende Wirkung. Eher geschmacklos, finde ich.

Eine weitere Möglichkeit: Der Standstreifen ähnelt zu sehr einem Silbertablett und deshalb kommt es bei der Essensablage zu Verwechslungen.

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Motive meiner Bilder-Sprache: Sinnlichkeit, Reflexion und Humor.

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