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schrill & bunt

leicht beeinflussbar?

Vielleicht reichte schon die Information, dass in Harburg der Discomove die Straßen im Hafen beschallt und bevölkert.

Das herrliche Wetter tat das seine dazu und zog mich ins Freie. Auf dem Balkon pinselte ich mir zurecht, wonach mir der Sinn stand.

Im Nachhinein betrachtet, ergab sich offensichtlich eine unbewusste Fragestellung. Färben auch Veranstaltungen auf mich ab, die ich nicht besuchte, sondern nur vom Hörensagen kenne?

hochinteressant

hochsensibel

Zur Zeit nehme ich an einem Workshop von Ulrike Hinrichs zum Thema Hochsensibilität teil. Im Habibi Atelier tauschen wir uns aus, kommen auf einen großen gemeinsamen Nenner und versuchen dann, auf unsere ganz eigene Art, persönliche Aspekte künstlerisch zum Ausdruck zu bringen.

Bei unserer Selbst-Darstellung setzen wir uns mit den Schwächen und Stärken unserer Wahrnehmung auseinander.

Seither inspiriert mich das Thema, und so machte ich mich auch zuhause ans Werk und schuf etwas aus einer Styroporverpackung.

Der Würfel bestand aus zwei Hälften, die ich miteinander verband und mit der Umverpackung verschachtelte. Den runden Hohlraum bedeckte ich mit Blattgold, das eckige Äußere umhüllte ich mit hauchdünnem farbigen Papier und fixierte es an einigen Stellen am Gehäuse.

Nachdem ich aus meiner Versunkenheit während der Beschäftigung auftauchte, betrachtete ich das Gebilde und dachte:

Voller Sehnsucht nach Leichtigkeit und auf der Suche nach Anknüpfungspunkten, um Ecken gedacht und Kanten gekurvt,  vielschichtig und dünnhäutig wie Blütenblätter.

Sehr empfindlich, ein wenig geknickt, manchmal verknüllt – das Leben in lauter, greller Umgebung eine Zerreißprobe?

Bei genauerem Hinsehen gibt es eine zwiegespaltene, aber  goldene Mitte. Befleckt mit dem Blut der Empfängnis.

Und ich bin offensichtlich immer noch Kind genug, mir Höhlen bauen zu wollen.

 

 

 

Blümchen Sex

verführerisch

Wie es sich wohl für die Blüten anfühlen mag, wenn die Liebhaber sie umschwärmen?

Immmerhin haben sie sich ganz schön aufgebrezelt. Sie locken mit leuchtenden Farben und betörenden Düften und wollen, dass man auf sie fliegt.

Bei den Insekten kommt das gut an. Sie können gar nicht anders als tief eintauchen in die süßen Säfte.

Ich frage mich in aller Unschuld: Könnte man bei Kolibris von Vögeln sprechen?

Stolpersteine

historisches Gemäuer

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Neulich bestieg ich bei einem Spaziergang in der Fischbeker Heide einen steilen Hügel, es mag wohl der Falkenberg gewesen sein.

Im Gelände stolperte ich über historische Hinterlassenschaften, die von unterschiedlichen Geschichten Zeugnis ablegen.

Einerseits befand sich hier während der NS-Zeit ein Barackenlager für Zwangsarbeiter. Nur Gedenksteine erinnern noch an dieses düstere Kapitel.

Weiter oben zum Gipfel hin schrieben Graffiti Kunstgeschichte.

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Ich fand Gefallen an den Farben und Inschriften, die ihre ganz persönlichen Geschichten als Geheimnis für sich behielten.

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Es mutete harmonisch an, dass sich hier in der freien Natur und als Gegengewicht zum schweren Erbe der menschenverachtenden Vergangenheit Liebespaare fanden und verewigten.

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tarnfarben

subtil

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Manche Verstecke haben es in sich. Man kann Eier so oder so verstecken: farblich korrespondierend oder Ton in Ton.

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Oder gar nicht. Manche Eier können Dank Inklusion selbst von Farbenblinden auf Abhieb gefunden werden.

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Wenn schon, denn schon, oder was? Wer hat, der hat. Eier im Überfluss. Bei der Frage, wohin damit, gab es nur eine Antwort. Nur die Harten komm´  in Garten!

Bei uns gab es allerdings Weicheier zum Frühstück.