Schlagwort-Archive: Kunst

überfliegen

buntes Programm

Der Kultur Sommer Hamburg nimmt Fahrt auf. Das Angebot an Live-Musik auf diversen Bühnen und wechselnden Plätzen sowie das erste regionale Kunstfest sind dermaßen vielseitig, dass es ein Programmheft füllt.

Zunächst hatte ich es nur überflogen und fühlte mich überfordert, Entscheidungen zu fällen. Doch dann studierte ich am Morgen das Heft, visierte Veranstaltungen an diversen Tagen an und buchte dick Tickets.

Vorgestern und gestern schwelgte ich noch im abgedunkelten Raum vom Kulturverein Alles wird schön in Farben, Formen und Klängen einer schönen Kunst-Installation.

Von dem Künstler Karl-Heinz Maukel aus Draht gestrickte Filamente wurden fantastisch illuminiert. Das Zusammenspiel von Lichtprojektionen und sphärischen Klängen, die Werner Jarmatz beisteuerte, ließen mich tief abtauchen.

Ab heute geht es open air weiter. Nach der Stille folgt PLAY OUT LOUD.

stimmungsvoll

intensiv

Annähernd wie früher. Ich erlebte einen Tag mit buntem Programm, der mich fast vergessen ließ, was ich seit über einem Jahr an Unbeschwertheit schmerzlich vermisse.

In Moorburg genoss ich Kunst & Kirschen, schönes Wetter und eine heitere Atmosphäre, gute Laune und Gespräche.

Abends fuhr ich nach Scharmbeck zum Live-Konzert mit Nils Kercher und Kira Kaipainen. Auch dort oben auf dem Berg inmitten der Natur war eine ausgezeichnete Stimmung.

Im wahrsten Sinne des Wortes klang ein toller Tag bemerkenswert aus. Es war ein intensives Erlebnis, das ich zu meiner großen Freude mit einigen guten Bekannten teilen konnte.

Ein traumhafter Kultursommertag. Nach der langen, entbehrungsreichen Zeit bekommt er von mir das Prädikat „besonders wertvoll“!

 

Wetterbericht

regnerisch

Die letzten Tage waren trübe. Für die Pflanzen freut es mich. Und für uns Menschen gibt es Hilfsmittel,  damit wir nicht nass werden bis auf die Knochen.

Damit ich am Wochenende unabhängig vom Wetter bin und nach Moorburg radeln kann, habe ich mir eine Regenhose gekauft. Die wird mich bei Bedarf schön schützen, wenn ich mich auf den Weg mache. Es gibt „Kunst und Kirschen“.

Höhlenmalerei

Krafttier

Angeregt durch einen Artikel von Ulrike Hinrichs, https://loesungskunst.wordpress.com/2020/06/27/hausmittel-aus-der-kreativapotheke-krafttiere/ kam mir spontan ein Pferd in den Sinn. Je länger ich frei assoziierte, desto stimmiger fühlte sich dieses Bild an.

  • folgsam, angepasst, dressiert
  • scheu (Fluchttier)
  • belastbar (aber nicht unbegrenzt)
  • PS (Pferdestärke)

Mein Krafttier bäumt sich wohl gerade vor dem Hintergrund meiner Traurigkeit auf. Es scheint eingeknickt zu sein, oder macht es brav „Männchen“?

Beim Malen passiert etwas. Ich sehe und fühle und erkenne – und die Energie ändert sich. Die Kraftübertragung hat bereits begonnen.

Brauche ich noch einen weiteren Grund, einen stabileren Stand?

Die Konturen werden klarer. Jetzt wird sichtbar, dass es etwas Dunkles gibt, das mich  zurückhält. Freiheitsdrang vs. Anhaftung.

Ob mir meine Angst eines Tages Flügel verleiht? Muss ich sie malen, damit sie wahr werden?

 

Leidenschaft

Sammlerin

 

Unter anderem, weil ich selber wieder mit dem Malen angefangen habe, stapeln sich bei mir langsam die Bilder. Und obwohl ich gar nicht weiß, wie und wo ich die alle unterbringen soll, verliebe ich mich immer öfter noch dazu in weitere Werke, die mich ansprechen. Lege ich mir langfristig einen Bilder-Harem zu?

 

 

 

Berühungspunkte

nicht zu fassen

Ich kann es kaum lassen, mich für Projekte zu interessieren, die mit Kunst, Kultur, Kreativität und Eigeninitiative bzw. Selbstbeteiligung zu tun haben.

Gestern fand die Gründungsversammlung für Dreifalt eG statt, und obwohl ich arg müde war und die Besprechung einer Satzung trocken und zäh, also kein Zuckerschlecken ist, bin ich hingegangen und stolz, im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten mitwirken zu wollen.

Erscheinungsformen

nebulöser Begriff

Beim 1. Kunstsalon,  einem von Petra Hagedorn frisch aus der Taufe gehobenen Format für gedanklichen Austausch, stellte sich auch die Frage nach der Definition von Kunst. Endlich hörte ich eine Erklärung, die mir auf Anhieb gefiel.

Künstlerin Anke de Vries soll einmal gesagt haben:

„Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen.“

Das kommt mir bekannt vor. Das Gefühl dahinter, ein innerer Drang, etwas Unaussprechliches erfassen und zum Ausdruck bringen zu wollen.

Seit Menschengedenken haben wir Vorstellungen von Zeit und Raum. Aber darüber hinaus gibt es noch viel mehr Dimensionen, die sich am ehesten mit Ideen und Schwingungen beschreiben lassen und vorzugsweise Gestalt in Form von Musik und bildender Kunst annehmen.

 

Fundus

Besuch bei Jurek

Mein Weg führte mich erneut die bemalten Stufen hoch, geradewegs auf die gut sichtbare Hausnummer 27 zu, meine Lieblingszahl.

Sie bringt mir in diesem Falle tatsächlich Glück, denn hinter der geöffneten Tür liegt ein unermesslicher Schatz an Kunst und Kreativität.

Der Einfalls-Reichtum und die Schaffenskraft sind hier zuhause und breiten sich ganz natürlich von der Gartenpforte bis zum Ende des Grundstücks aus.

Für einen Menschen wie mich ist dies ein Paradies. Unmöglich, alles auf einmal aufzunehmen. Kaum habe ich mich an einem Bild sattgesehen, fällt mein Blick auf die nächste Verlockung. Ich könnte nicht nur stunden-, sondern tagelang stöbern, um mir die ganze Vielfalt zu erschließen.

Immer wieder spricht mich etwas anderes an. Eigentlich bin ich gekommen, um etwas auszuwählen für die Kunstleihe, denn ich finde Jurek’s Bilder sehenswert. Sie haben Ausstrahlung, sie stimulieren, sie wecken Neugier.

Begeisterung und Überzeugung sind da, nur die Entscheidung fällt bei der enormen Auswahl schwer.  Und ich frage mich natürlich auch, welche Werke am ehesten Anklang finden bei der Kunstleihe. Das Motiv, die Technik, das Format und der monetäre Wert spielen dabei eine Rolle.

Meine Mittel sind bescheiden und der derzeitige zur Verfügung stehende Raum leidet an Platzmangel. Dafür ist meine Ungeduld umso größer. Ich will werben.

 

Ruhephase

Mein Wochenende war Stillleben.

Mir war nach Schatten und Abkühlung, vielleicht wegen der hochsommerlichen Temperaturen. Möglicherweise war es aber auch sowieso mal an der Zeit für erholsame Ruhe.

Ich machte es mir mit einem satten Gelb größtenteils zuhause gemütlich und genoss die Aussicht auf frische Kunst, denn ein neues, wunderbares Bild hielt Einzug in die eigenen vier Wände.

Anne Beecken malte diese „Gelbe Welle“, in die ich mich bei einer Ausstellung auf der Cap San Diego auf den ersten Blick verliebte.

Am Freitag wurde mir das schöne Werk wie vereinbart von der Künstlerin für eine Probehängung vorbei gebracht.

Als ich ihr die Tür öffnete, stellte ich schon begeistert fest, dass es größer ist, als ich es in Erinnerung hatte.

Dann entfernte ich die Schutzfolie und enthüllte ein Farbenspiel, das im schummerigen Schiffsrumpf nicht seine ganze Leuchtkraft gezeigt hatte.

Ich sah mehr als bestätigt, warum ich mich auf Anhieb zu diesem Bild hingezogen fühlte.

In den fließenden Übergängen sehe ich ein harmonisches Zusammenspiel der Farben und Elemente.

Es vereint in sich ruhige Bewegung und bewegende Ruhe. Wunder & schön!

Im Zuge der Übergabe hatte ich auch noch eine anregende und angenehme Unterhaltung mit der Künstlerin. Das rundete alles noch ab, denn ich hatte das Gefühl, mit ihr auf einer Wellenlänge zu sein.