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Bühnenerfahrung

Sommer im Park

Meinen Auftritt habe ich dann trotz aller Aufregung im Vorwege ganz gut über die Bühne gebracht. Wegen wackeliger Beine bekam ich wie gewünscht sogar einen Stuhl gestellt.

Mein zartgrünes Nervenkostüm blieb erstaunlich gut erhalten.

Dieses Fest fand ich besser als das im letzten Jahr, und ich würde mal vermuten, da ist weiterhin Luft nach oben insbesondere vom Wetter her. Was als Platz an der Sonne gedacht war, nun ja, … Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

Es tat mir ein wenig leid, die Besucher im Regen stehen lassen zu müssen, während ich ein Dach über dem Kopf hatte. Allen, die gekommen sind, gebührt eine Tapferkeitsmedaille.

Ob meine Kolumnen bei allen gut ankamen, vermag ich nicht zu beurteilen, aber mir kamen meine Texte ganz gut über die Lippen, und meine Aussprache sollte verständlich gewesen sein.

Im Nachhinein bedauere ich nur, dass ich meine Rolle bei SuedKultur nicht klarer definierte, und ich wollte eigentlich auch mehr Werbung für die Kunstleihe machen.

Nachdem ich meinen Auftritt unerwartet unerschrocken absolviert hatte, feierte ich noch mit lieben Leuten vor der Bühne weiter. Ich war ja nicht nur meinetwegen gekommen, sondern auch, um anderen zu lauschen.

Sehr gut gefiel mir „Lieblingsfarbe Schokolade“, und das absolute Highlight für mich persönlich war Musikkabarettist Johannes Kirchberg. „Ich dagegen bin dafür“, dass die im nächsten Jahr wieder mitmachen.

Bewerbung

Frei. Licht. Bühne

Weil mir der Aufruf gefiel sowie aufgrund eines frühmorgendlichen Leichtsinns am Samstag, bewarb ich mich für „Sommer im Park“ und fragte mich kurz darauf, bin ich noch ganz dicht? Inzwischen denke ich wieder: Warum nicht? Mitmachen könnte Spaß machen.

Ich warb u. a. damit, dass meine Kolumnen kurz und knackig sowie zeitlich flexibel sind – einsetzbar vom Lückenfüller bis zum Abwinken.

Bei der diesjährigen SuedLese machte ich die vielversprechende Erfahrung, dass die Lesung gut besucht war und die Kolumnen  bestens aufgenommen wurden.

Also warum nicht die neu überdachte Freilichtbühne im Harburger Stadtpark erklimmen?

 

Selbstbeteiligung

Termin-Blog SuedLese 2019

 

16. März ab 15 Uhr

Mein Selbst wird etwas zum Thema „Ansichtssache“ vortragen, begleitet von dem unvermeidlichen Zweifel, der sich allerdings in der Öffentlichkeit vermutlich vornehm zurückhalten wird, um sich später im stillen Kämmerlein selbstkritisch zu äußern.

Aber bis dahin könnte es durchaus amüsant werden.

 

31. März ab 15 Uhr, Fischhalle Harburg

„Bitter-süß, Faszination im Gegensatz“ ist das Thema für das dritte „WORTART“ Literaturfestival. Was mir und anderen Autoren und Autorinnen dazu eingefallen ist, wird spannend werden.

 

13. April ab 16 Uhr

 

awsLiteratur präsentiert jüngst veröffentlichte Bücher und solche, die bald erscheinen sollen. Bei der Gelegenheit werde ich nochmals einige Kolumnen lesen. Darüber hinaus werden Auszüge geboten aus einem futuristischen Krimi, autobiograhischen Blitzlichtern, einer Zeitreise, leuchtender Lyrik und Science Fiction.

Das ganze Programm der SuedLese:

http://www.sued-kultur.de/tiefgang/programm-der-suedlese-2019-steht/

 

Eigenwerbung

kostet Überwindung

Trotz eines berechtigten Zweifels spreche ich mir selber Mut zu: Komm´, nicht so schüchtern! Rück´ schon raus mit der Sprache! Allein schon, damit später niemand fragen kann „Warum hast du denn nichts gesagt?“…

Also gut: Ich habe unter falschem Namen Kolumnen geschrieben und einen Sammelband mit einer Auswahl veröffentlicht. Quasi ein Querschnitt aus den Gedankengängen der letzten zwei Jahre.

Noch Fragen? Dann geht es hier weiter:

http://www.aws-literatur.de/ansichtssache-kolumnen/

 

Selbst Darstellung

echt?

Um die Katze gleich aus dem Sack zu lassen: Philo Sophie Selbst-Zweifel ist eine reine Erfindung von mir. Ich mache mir zwar viele Gedanken in den Kolumnen beim Online Feuilleton TIEFGANG der Initiative Suedkultur, wage jedoch nicht zu behaupten, Gott und die Welt zu kennen.

Das macht nichts; Dafür habe ich andere Kontakte, und zwar in meinem persönlichen Umfeld.  Ich ließ meine Beziehungen spielen, um einen Sammelband herauszubringen. Er trägt den Titel Ansichtssache, wurde von awsLiteratur veröffentlicht und müsste in wenigen Tagen lieferbar sein.

Der Harburger Künstler Ralf Schwinge setzte mich ins Bild, weil ich ihn darum bat.  Jetzt kann ich Werbung damit machen, wie er mich sieht.

Das selbstgefällige Grinsen spricht für meinen Humor und steht mir besser als gramgebeugte Mundwinkel. Der Körper dient der Denkerpose.  Weil ich nichts anhabe, könnte ich mich ein wenig bloßgestellt fühlen, andererseits spricht auch einiges für die Andeutung der nackten Wahrheit.

Öffentlichkeitswirksam hängte ich vor kurzem den Deckmantel der Anonymität an den Nagel, und nun ist er weg. Für Garderobe wird in der Regel nicht gehaftet, das hätte ich mir denken können. Wenn ich eines Tages meinen Hut nehmen und verschwinden möchte, ist er hoffentlich noch da.

Aber ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass neben dem Original Nachahmungen in Umlauf sein könnten. Bei einer Gegenüberstellung erkennt man jedoch deutlich, dass es sich bei der rechten Abbildung um eine plumpe Fälschung handelt:

  • schwarz-weiß
  • heller, aber zu kleiner Kopf
  • gesichtslos
  • keine grauen Haare
  • fehlende Schrift

             

 

Kolumnismus

Faible für weltlichen Humor

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Ich stehe auf Kolumnen. Gerne auch in Buchform.

Anfangs amüsierte ich mich mit Fanny Müller, fand dann Gefallen an Elke Heidenreich und schließlich reihte sich Harald Martenstein mit seinen neuen Leiden des alten M. in meine Bücherregale ein. Kürzlich stieß ich auf einen Vornamensvetter: Harald. Dr. Harald Welz, schreibt in Futur Zwei.

Vielleicht sollte ich mir mal ein Sammelalbum anschaffen oder auch zur Autogrammjägerin werden. Nichts leichter als das: Ich könnte gleich bei mir anfangen, denn ich schreibe ja auch Kolumnen.