Zusammenhang

Ruhm und Ehre

Ein schöner Zufall führte zwei namhafte Künstler zusammen: Brigitte Kranich hängt seit kurzem für Besucher der Kunstleihe vorübergehend auf Augenhöhe mit HAP Grieshaber.

Als ich die ersten Bilder der heute 85jährigen Künstlerin sah und sie bald darauf persönlich kennenlernte, erfuhr ich nebenbei, dass sie als Schülerin in jungen Jahren eine erste Ausstellung von HAP Grieshaber besuchte.

Für den Bestand der Kunstleihe Harburg sind die limitierten Drucke, die in einem besonderen Verfahren gedruckt werden, eine große Bereicherung. Und wir fanden, es sei höchste Zeit, die beiden einmal zusammenzubringen. Eine große Ehre für alle, denke ich.

 

Abschied steht bevor

Umzug

Heute, am womöglich letzten Sonntag, an dem Interessierte in die 3falt kommen können, um sich Kunst auszuleihen, muss ich mich an dieser Stelle schweren Herzens von dem (T)Raum verabschieden.

Die Kunstleihe soll natürlich weiterbestehen, kann allerdings leider nicht an dem nahezu perfekten Ort in zentraler Lage bleiben, sondern muss sich auf die Suche nach anderen Räumlichkeiten machen.

Wir werden weichen müssen, weil die Gemeinde andere Pläne hat. Dass lieber Leerstand in Kauf genommen wird, um es für Investoren attraktiver zu machen, ist besonders bitter.

Aber nur, weil uns das kulturelle Leben schwer gemacht wird, hört unser Herz nicht auf zu schlagen für Kunst, Kultur & Kreativität!

Lektüre

Schriftsteller

Im Urlaub hatte ich weiter in einem autobiografischen Werk von Elias Canetti gelesen. Eine Lektüre, die mich sehr für ihn einnahm.

Voller Bewunderung denke ich, SO würde ich auch gerne erzählen können. In mir wird es still vor Ehrfurcht. Die Zeit bleibt stehen, Gedanken lassen sich nieder und ruhen eine Weile in mir.

Vielleicht entsteht daraus eines späteren Tages etwas Eigenes, angereichert mit meiner persönlichen Lebenserfahrung.

Doch im Moment bin ich ganz mit der Aufnahme beschäftigt. Wenn ich in die Lektüre beeindruckender Schriftsteller eintauche, stelle ich mir unwillkürlich die kleinlaute Frage, was ich mir dagegen zusammenschreibe.

Und doch, beides ist befriedigend: zu lesen, wenn andere mir aus der Seele sprechen, als auch selber Worte zu finden und auszudrücken, was mir in den Sinn kommt.

Meine Wahrnehmung ist ein Tropfen in einem Meer von Möglichkeiten. Doch alles fließt zusammen und enthält das Salz des Lebens.

Ansichtssache bei der SuedLese

gut gelesen ist halb gewonnen

Was für eine gelungene Veranstaltung am 16. März. Es war so rund, wie es sich nach Möglichkeit anfühlen sollte.

Ich hatte mir gewünscht, ganz locker zu bleiben, und war es.

Ich hatte mir gewünscht, dass Gäste kommen und mir ihre Aufmerksamkeit schenken. Sie kamen, sie hörten zu und dachten mit.

Ich hatte mir gewünscht, ernst genommen zu werden, aber auch und vor allem, dass wir alle miteinander Spaß verstehen. Auch diesbezüglich blieben keine Wünsche offen.

Was soll ich sagen? Ich bin sehr froh, dass es so gut lief. Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, aber ohne ein so dankbares Publikum, wäre dieses Ergebnis undenkbar.

Selbstbeteiligung

Termin-Blog SuedLese 2019

 

16. März ab 15 Uhr

Mein Selbst wird etwas zum Thema „Ansichtssache“ vortragen, begleitet von dem unvermeidlichen Zweifel, der sich allerdings in der Öffentlichkeit vermutlich vornehm zurückhalten wird, um sich später im stillen Kämmerlein selbstkritisch zu äußern.

Aber bis dahin könnte es durchaus amüsant werden.

 

31. März ab 15 Uhr, Fischhalle Harburg

„Bitter-süß, Faszination im Gegensatz“ ist das Thema für das dritte „WORTART“ Literaturfestival. Was mir und anderen Autoren und Autorinnen dazu eingefallen ist, wird spannend werden.

 

13. April ab 16 Uhr

 

awsLiteratur präsentiert jüngst veröffentlichte Bücher und solche, die bald erscheinen sollen. Bei der Gelegenheit werde ich nochmals einige Kolumnen lesen. Darüber hinaus werden Auszüge geboten aus einem futuristischen Krimi, autobiograhischen Blitzlichtern, einer Zeitreise, leuchtender Lyrik und Science Fiction.

Das ganze Programm der SuedLese:

http://www.sued-kultur.de/tiefgang/programm-der-suedlese-2019-steht/

 

Verwandlungskunst

Eigendynamik

Mich faszinieren Prozesse. Die Kunstleihe Harburg wird lebendig durch den ständigen Austausch. Nicht nur der zwischen den Menschen vor Ort  und zwischen den Besuchern und den Werken, sondern auch die Bilder selbst scheinen miteinander zu korrespondieren.

Es findet ein stiller Dialog statt – sei es, dass sie eine Allianz oder auch einen Kontrast bilden. Das Kommen und Gehen der Leihgaben entwickelt eine eigene Dynamik. Die entliehenen Bilder hinterlassen eine Lücke, die gefüllt werden möchte.

Dabei kommt es immer wieder zu interessanten Wechselwirkungen. Man spürt förmlich, wie die Energie fließt und einen Sog erzeugt. Anziehungskraft.

Ich weiß diesen gestaltbaren Raum und Ort der Begegnung sehr zu schätzen.

 

nebulös

3falt³

Ich hatte mich schon im Nebel zurechtgefunden, um im diffusen Licht zu tanzen. Die Musik wurde von Kim Senger aufgelegt, nachdem das famose Konzert von Sven Panne mit Liedern von Rio Reiser beendet war.

Als Anne Flad mich mittendrin fragte, ob sie schnell meinen Schattenumriss skizzieren dürfte,  stand ich kurz Modell. Dann machten wir erst einmal wieder alleine weiter. Sie malte, ich tanzte.

Ich fand die Beobachtung interessant, dass sie meinen Schatten anschließend noch spiegelte. In dieser Darstellung erkannte ich mich sofort wieder. Und weil ich sowieso gerade in Bewegung war, bot es sich förmlich an, über die eigene Grenze zu hüpfen.

Vielleicht würden später andere unachtsam auf meinem Abbild herumtrampeln, deshalb spielte ich einen Moment mit dem Begriff Denk-MAL-Schutz.

Doch was wirklich zählte, war das Erlebnis gegenseitiger Inspiration. Mit Musik, Gesang, Tanz und Schattenspiel. Ganz im Sinne der 3falt.

     

 

 

Klangfarben

SymphonING in der Dreifalt

In der ehemaligen Dreifaltigkeitskriche machte die sogenannte Klangkirche ihrem Namen alle Ehre. Das Symphonieorchester der Technischen Uni Hamburg Harburg spielte auf und begeisterte das Publikum.

Dirigent David Dieterie sorgte für Harmonie zwischen Orchester und Solisten.

Dazu gab es Kamera_den: Auch der NDR war zu Gast.

Voraussichtlich wird ein Bericht im Hamburg Journal am Samstag, den 09.02. gesendet, in dem es nicht nur um „Winterkonzerte“ geht, sondern auch das Projekt Dreifalt und die Kunstleihe Harburg.

Und hier noch die drei Damen vom Glühwein. Sie standen vor der offenen Tür von Dreifalt.

  

Schade, dass irgendwann Feierabend sein muss… Dann lichten sich die Reihen, die Gemeinschaft löst sich auf, Menschen, die zusammenkamen, gehen wieder getrennte Wege und manche allein nach Haus.

Hoffentlich bleibt die Kirche nicht bald für immer kalt.

Gong

Generation Z

Was kommt nach Z? Ein Neuanfang wie bei mir?

Mit dem nächsten Gongschlag ist es… Zeit!

A erscheine ich dann als Anfängerin genau im richtigen Augenblick auf der Bildfläche, und B finde ich hoffentlich noch rechtzeitig den Anschluss.

Diesen für mich historischen Moment habe ich jedenfalls im Bild festgehalten: Mein erstes Smartphone-Foto.

Das wiederum lädt dazu ein, noch ein wenig damit herumzuspielen… und mich zu fragen: Ist es eine erste Sternstunde oder Licht am Ende des Tunnels?

 

 

 

Motive meiner Bilder-Sprache: Sinnlichkeit, Reflexion und Humor.