fiktiv

die Vorstellung von Zeit

Ich rutschte eher matt als hochglänzend ins Neue Jahr. Der Morgen nach Silvester ist immer irgendwie ernüchternd – egal, ob man viel, wenig oder gar keinen Alkohol getrunken hat.

Die Welt ist immer noch dieselbe. Böse Geister lassen sich nicht so leicht vertreiben, wie man sich wünschen würde. Sie bleiben unbeeindruckt von viel, wenig oder gar keiner Knallerei.

Ich blicke nicht zum ersten Mal der Tatsache ins Auge, dass sich vieles nur im Kopf abspielt. Wenn sich wirklich etwas zum Guten wenden soll, ist jeder Augenblick dafür so gut wie der andere.

Jahreswechsel

einfach oder besonders

Eigentlich ist es ganz einfach – und scheint doch immer wieder kompliziert: herauszufiltern, was wesentlich für mich ist. Was sollte ich tun und was lassen? Welche Ziele sind sinnvoll und welche nur ehrgeizig?

An der Schwelle zum neuen Jahr komme ich zu dem Schluss: Lächeln ist das allergrößte!

 

 

 

Vorstellung

Anziehungskraft

Schwer zu benennen, aber dafür oft gefühlt. Mein eigenes Schwachwerden erlebe ich durchaus als Stärke. Es bedeutet, demütig einen magischen Moment zu erleben.

Es kann die Ausstrahlung eines Menschen in einem Moment sein, ein herausragender Satz in einem Buch, ein ansprechender Klang…

Mein Herz mag sich gerne öffnen und Zuneigung empfinden. Aber es ist wählerisch und hat einen ganz eigenen Sinn für Schönheit.

 

 

17+7

noch eine Woche bis Heiligabend

Weniger ist mehr, heißt es. In diesem Sinne wünsche ich uns allen schlicht ein frohes Fest.

Ja, das ist meine Weihnachtsbotschaft, gesendet auch an die eigene Adresse.

 

Einkehr

endlich

Es scheint, mir ist ein Licht aufgegangen.

Alle Jahre wieder ist die Vorweihnachtszeit von Besinnlichkeit geprägt. In diesem Jahr besonders intensiv. Ich glaube, ich fühle und ahne Wahrheit. Nein, der Begriff ist zu groß.

Nennen wir es Erkenntnis. Eigene Wahrheit, die plötzlich einleuchtet. Aber in Worte fassen lässt sie sich nicht. Es ist ein Zustand der inneren Gewissheit. Unsagbar mystisch.

 

Abschied

Nachruf

Mit einer gewissen Genugtuung sehe ich rückblickend das Ende meiner Kolumnen mit anderen Augen.

Der Entschluss war intuitiv richtig, folgte einem Gespür dafür, wann mein Alter Ego aufhören sollte. Die Idee war ausgelebt.

Es macht Sinn, etwas zu beginnen, eine Weile zu machen und zu vertiefen. Aber dann sollte man es auch gut sein lassen können.

Auf der Bildfläche erscheinen, eine zeitlang mit Leben füllen und Erfahrungen machen, dann Abschied nehmen. So geht Leben.

 

 

 

 

Motive meiner Bilder-Sprache: Besinnlichkeit, Reflexion und Humor.