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Verwandlungskunst

das Märchen vom Feld

Es war einmal…

… ein goldenes Weizenfeld. Es wog sein blondes Haar anmutig im Wind, bis die Ähren sich bogen unter der Last des vollen Korns.

Die Zeit für die Ernte kam und ein Bauer machte sich auf den Weg, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Das wirbelte in seiner Gegend viel Staub auf. Doch am Ende erhielt er den gerechten Lohn für all seine Mühe. Viele schicke Strohballen.

Und das liebe Vieh war ihm dankbar für seine Umsicht und Fürsorge, dass er aus all dem Gold Stroh für sie gesponnen hatte.

Denn eine gesunde und natürliche Ernährung ist viel wert.

 

 

 

Blümchen Sex

verführerisch

Wie es sich wohl für die Blüten anfühlen mag, wenn die Liebhaber sie umschwärmen?

Immmerhin haben sie sich ganz schön aufgebrezelt. Sie locken mit leuchtenden Farben und betörenden Düften und wollen, dass man auf sie fliegt.

Bei den Insekten kommt das gut an. Sie können gar nicht anders als tief eintauchen in die süßen Säfte.

Ich frage mich in aller Unschuld: Könnte man bei Kolibris von Vögeln sprechen?

Entstehungsgeschichte

im Dialog

Das Thema Dialog beschäftigt mich momentan gleich in dreifacher Hinsicht.

Erstens im schriftsprachlichen Austausch mit dem Künstler Harald Finke, der ein Projekt auf den Weg brachte, bei dem mehrere Künstler sich zusammentaten bzw. abwechselnd wirkten. Mir gefiel die Idee, die er bei der Vernissage vorstellte und erläuterte.

Zweitens wiederhole ich mit ihm gerade dieses Konzept. Wir führten ein Gespräch per Mail und schickten parallel ein Bild hin und her, um gemeinsam zu gestalten. Was unglaublich anregend ist!

Und drittens lese ich sein Buch „Siebentagelang“, bei dem es ebenfalls um den dialogischen Austausch und allerlei Aspekte geht.

Wir alle kommunizieren: Pflanzen und Tiere, Männer und Frauen. Wie gelingt Verständigung, wenn wir unterschiedliche Sprachen sprechen? Kann Kunst die Kluft zwischen Kulturen überbrücken?

Bild und Buch eröffnen neue Perspektiven und ich bin neugierig, wie es weitergeht.

Diese Erfahrung fällt bei mir jedenfalls auf recht fruchtbaren Boden.

vergleichsweise

         hübsch                    hässlich

         

Wer Pflanzen in Reih und Glied und nackte Erde setzt, könnte später mancherorts als Ordnungsfanatiker, Soldat oder Friedhofsgärtner durchgehen.

Wildwuchs sieht dagegen deutlich vitaler aus. Wenn diese Blumen sprechen könnten, würden sie lieber auf einer üppigen Wiese wachsen und gedeihen.

Von Leben zu Leben

Werden wir nicht jeden Tag wiedergeboren?

Mit dem Unterschied, dass wir uns – jedenfalls meistens – an das Gestern und Vorgestern erinnern können. Das Bewusstsein verlässt uns in der Ruhephase der Nacht und am Tage schwankt es von Zeit zu Zeit.

Im Alter verabschiedet sich das Gestern und Vorgestern schon mal. Dafür kommen Erlebnisse aus jüngeren Jahren in den Sinn und erscheinen präsent.

Unser Dasein findet zwischen Geburts- und Sterbeurkunde statt. Danach erlischt das Bewusstsein und Schlafes Bruder lässt uns lange ruhen.

Ob es ein spätes Erwachen in anderen Dimensionen gibt, vermag ich nicht zu sagen. Deshalb denke mir möglichst jeden Tag als Wiedergeburt.