Alle Beiträge von Sonja Alphonso

Oasen

Wohlfühlklima

Es gibt sie noch, die kleinen problemfreien Zonen. Innerhalb der eigenen vier Wände, auf dem Balkon, im Garten. Unter Pflanzen.

Sogar auf der Arbeit pflege ich eine innige Verbundenheit.  Die Pflanzen scheinen sich durch Zuwendung und Fürsorge umso wohler zu fühlen und danken es mit einem Beitrag zum gutem Betriebsklima.

Oder umgekehrt. So schöne Energiequellen haben es verdient, dass wir ein Auge auf sie haben.

 

 

fruchtbar

unterirdisch

Unter der Oberfläche sind Nährstoffe, auf die ich auch in Zukunft zählen möchte. Selbst dort, wo verbrannte Erde hinterlassen wurde, kann eines Tages Neues erwachsen.

Ich hoffe, ich liege nicht falsch, wenn ich daran glaube.

 

 

Zerstörung

entwurzelt

Schockierend. Boden und Blut. Klimakrise und Krieg. Zerstörung das beherrschende Thema. Was man für stabil hielt, ist unerwartet zerbrechlich.

Dass Frieden kein Dauerzustand ist, hatte ich schon seit Jahrzehnten im Hinterkopf. Theoretisch habe ich mit Krieg gerechnet. Aber jetzt, wo es ernst ist, überrascht es mich doch.

Statt zusammenzuhalten, um mit vereinten Kräften die größte aller Bedrohungen abzuwenden, gibt es immer mehr Spaltung.

Angesichts der Lage fühle ich mich geknickt.

Aus ihrem Leben gerissen und am Boden zerstört sind natürlich die unmittelbar Betroffenen, aber auch hierzulande ist es eine Zäsur.

 

 

 

erschreckend

kein Scherz

Ich würde gerne auf die Wunderwaffe Humor zurückgreifen, doch sie hat Ladehemmungen. Beim erschütternden Spaziergang heute dachte ich: Da hat der Sturm neulich die Fichten ja gleich dutzendfach flachgelegt. Ein stürmischer Eroberer, dessen Opfer nie wieder aufstehen werden.

Bei schönsten Sonnenschein nahm ich den Schaden in Augenschein. Ich war betroffen angesichts der Verwüstung. Einzig das nachwachsende Grün macht Hoffnung.

verzwickt

kompliziert

Mein Traum vom Schreiben gestaltet sich in der Umsetzung schwieriger als angenommen. Es reicht leider nicht, sich im Schreibfluss treiben zu lassen. Eine Geschichte braucht Hand und Fuß, Handlungen müssen schlüssig sein und Figuren, Zeiten und Orte stimmig.

Ließe ich mich von meinen Anfängerfehlern entmutigen, wäre der Traum unmittelbar ausgeträumt. Die Baustelle stellt mich allerdings vor nicht zu unterschätzende Herausforderungen.

Noch betrachte ich sie skeptisch aus der sicheren Entfernung und schrecke vor der Hürde des Umdenkens und -schreibens zurück.

 

 

Freizeit

 zum reinen Vergnügen

Vor allem draußen in der Natur finde ich das, wonach fast alle streben: Glück und Zufriedenheit. Es gibt kaum etwas, was mich so zuverlässig erfüllt wie Momentaufnahmen, bei denen mein Sinn für Ästhetik angesprochen wird..

Ein Fest für die Augen und Labsal für die Seele. Meine Sensucht danach ist so groß, dass ich manchmal wünschte, ich müsste nichts anderes tun, als von morgens bis abends die Schönheit aufzunehmen und mit anderen zu teilen.

Doch das ist und bleibt wohl ein Fernziel oder sogar unerreichbar.

 

 

 

fiktiv

die Vorstellung von Zeit

Ich rutschte eher matt als hochglänzend ins Neue Jahr. Der Morgen nach Silvester ist immer irgendwie ernüchternd – egal, ob man viel, wenig oder gar keinen Alkohol getrunken hat.

Die Welt ist immer noch dieselbe. Böse Geister lassen sich nicht so leicht vertreiben, wie man sich wünschen würde. Sie bleiben unbeeindruckt von viel, wenig oder gar keiner Knallerei.

Ich blicke nicht zum ersten Mal der Tatsache ins Auge, dass sich vieles nur im Kopf abspielt. Wenn sich wirklich etwas zum Guten wenden soll, ist jeder Augenblick dafür so gut wie der andere.

Jahreswechsel

einfach oder besonders

Eigentlich ist es ganz einfach – und scheint doch immer wieder kompliziert: herauszufiltern, was wesentlich für mich ist. Was sollte ich tun und was lassen? Welche Ziele sind sinnvoll und welche nur ehrgeizig?

An der Schwelle zum neuen Jahr komme ich zu dem Schluss: Lächeln ist das allergrößte!