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SuedLese

Glück gehabt

In Anbetracht der Umstände kann ich mich glücklich schätzen, dass meine Lesung so gut besucht war.

Auf den Literaturtagen im Harburg liegt nun ein schwerer Schatten. Veranstaltungen werden reihenweise abgesagt und ich bange mit den Orten der Worte, dass sie diese schwierige Zeit überstehen mögen.

 

Bühnenbild

Bilder und Sessel im Dialog

Es wurde eine stimmige Tandem-Lesung. Ursprünglich wollte ich den Bildern die Bühne überlassen und mich davor setzen. Aber es kam anders.

Damit man mich sehen und auch besser verstehen kann, sollte ich dann doch dort oben Platz nehmen. Mit schön sonorer Stimme wurde ich tatkräftig von Wolf Puschmann unterstützt, der sich darauf vorbereitet hatte, mich im Fall der Fälle zu vertreten.

Ich dachte mir, es wäre ja mal interessant, meinen eigenen Gedanken zu lauschen. Er verlieh den Texten einen anderen Klang, der in seiner Tiefe beim Publikum sehr gut ankam.

So stellten wir nach der Pause einen zweiten Sessel auf die Bühne, um die restliche Lesung Seite an Seite zu bestreiten und uns abzuwechseln. Mir hat das ausgesprochen gut gefallen, eine vielversprechende, neue Erfahrung.

Sogar die Sessel harmonieren mit den Bildern, als hätten es bis ins Detail geplant…, dabei entstand der Umbau spontan und natürlich.

 

Venus

AD

Gestern startete die SuedLese mit Gabriele Borgmann im Komm du. Sie las und erzählte die Geschichte ihres Debüt Romans „Venus AD“. Ihre Protagonisten  sind der berühmte Künstler Albrecht Dürer und die Doktorandin Nele Rosenbach.

Die Einblicke, die die Autorin den Gästen ihrer Lesung in kunsthistorische Zusammenhänge gewährte, und die Spannung rund um den Raub eines Originals, das Geschichte schrieb, nahm uns mit auf eine abenteuerliche Zeitreise.

Vielen Dank für diesen kurzweiligen und hochinteressanten Abend! Und nun werde ich lesen… Zum Glück ergatterte ich das einzig verfügbare Exemplar von „Venus AD“.

Schade

schade, schade

Nun habe ich erfahren, dass eine Lesung nicht stattfinden wird, auf die ich mich vorfreute, nämlich die von Ina Bruchlos. Die HASPA lässt derzeit keine Veranstaltungen oder Besprechungen mit mehr als 20 Personen zu.

Türsteher, die darauf achten, dass sich nicht mehr als 20 Kunden gleichzeitig in der Sparkasse aufhalten, habe ich jedoch noch nicht ausgemacht…

Mir tut es sehr leid für die Autorin und alle, die sich auf sie gefreut haben. Das läuft ein bisschen auf Selbstmitleid hinaus, aber nun ja… Ich bin nicht alleine, die SuedLese leidet auch.

Hoffentlich werden nicht noch mehr Orte der Worte der Angst vor dem Corona-Virus zum Opfer fallen.

Elbvertiefung

ganz nach meinem Geschmack

Ich muss wohl gerade einen Lauf haben in Sachen Wiedersehen. Das letzte war allerdings nicht zufällig, sondern  ich hatte mir einen Termin gemerkt. Eine Lesung bei „Alles wird schön“ mit Diether Siegel.

Weil ich ihn von früher aus der Schule kenne und schätzen lernte, als ich Unterricht bei ihm hatte, wollte ich seine Lesung mit dem Titel „Elbvertiefung“ besuchen, um ihm in heutiger Zeit zu begegnen.

Und es war geradezu unbeschreiblich schön. Geistreich, besinnlich, harmonisch und sehr, sehr anregend. Und ich denke ganz glücklich: Wie schön, dass ich gestern noch grünes Licht dafür bekam, nächste Woche Urlaub zu machen.

Ich denke, ich werde in dieser Zeit einigen jener Gedanken nachgehen, die mich bei der Lesung zutiefst angesprochen haben.

Frühlingserwachen

Vielfalt allerorten

  

Könnte ich mich Drei- oder Vierteilen, wäre ich in der Lage, parallel auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen und müsste mich nicht entscheiden zwischen Vernissagen, Lesungen,  Konzerten und andere Veranstaltungen.

Ja, die ersten schönen Tage des Jahres haben es bekanntlich in sich. Vielfalt blüht auf und zieht alle ins Freie. Aber aufgepasst, bei allem Elan fordert der frische Frühling auch seinen Tribut: Müdigkeit.

Selbstbeteiligung

Termin-Blog SuedLese 2019

 

16. März ab 15 Uhr

Mein Selbst wird etwas zum Thema „Ansichtssache“ vortragen, begleitet von dem unvermeidlichen Zweifel, der sich allerdings in der Öffentlichkeit vermutlich vornehm zurückhalten wird, um sich später im stillen Kämmerlein selbstkritisch zu äußern.

Aber bis dahin könnte es durchaus amüsant werden.

 

31. März ab 15 Uhr, Fischhalle Harburg

„Bitter-süß, Faszination im Gegensatz“ ist das Thema für das dritte „WORTART“ Literaturfestival. Was mir und anderen Autoren und Autorinnen dazu eingefallen ist, wird spannend werden.

 

13. April ab 16 Uhr

 

awsLiteratur präsentiert jüngst veröffentlichte Bücher und solche, die bald erscheinen sollen. Bei der Gelegenheit werde ich nochmals einige Kolumnen lesen. Darüber hinaus werden Auszüge geboten aus einem futuristischen Krimi, autobiograhischen Blitzlichtern, einer Zeitreise, leuchtender Lyrik und Science Fiction.

Das ganze Programm der SuedLese:

http://www.sued-kultur.de/tiefgang/programm-der-suedlese-2019-steht/

 

Einstimmung

bemerkenswert ruhig

Ich wünschte, ich würde mir die momentane Gelassenheit und entspannte Erwartungshaltung bezüglich meiner bevorstehenden Lesung bewahren. Vielleicht ist es nur die Ruhe vor dem Sturm – bis es dann soweit ist, denn der aufregende Tag wird kommen, 16. März.

Aber wovor sollte ich mich fürchten? Wenn ich davon ausgehe, dass ich weder mir noch anderen etwas beweisen muss, wird es einfach Spaß machen!

Eine so geartete mentale Vorbereitung stärkt mir bestimmt den Rücken und lässt mich lässig-aufrecht sitzen.

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lange Nacht der ZEIT

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Was bin ich froh, dass ich mich Samstagabend doch noch aufraffte zur Uni zu gehen, um einen Teil der Veranstaltung zu besuchen!

Ich ergatterte einen Sitz in der zweiten Reihe und setze mich direkt neben einige reservierte Plätze.

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Als der Saal sich zusehens füllte, wurde ich von einer Angestellten gebeten, die Zettel zu entfernen und nebst den Sitznachbarn zu meiner Rechten aufzurücken. So kamen wir dem Geschehen auf der Bühne unverhofft sogar noch näher.

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Harald Martenstein und Schriftstellerin Alexa Hennig von Lange trugen Lieblingskolumnen vor und amüsierten sowohl das Publikum im vollen Hörsaal als auch sich selbst ganz köstlich.

Es war nicht zu überhören, dass die Lesung offensichtlich allen sehr viel Spaß gemacht hat! Was es mit diesen Beinen auf sich hat, kann ich leider nicht so lustig wiedergeben, wie es war. Man muss schon dabeigewesen sein, um den Witz daran zu verstehen…

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Als Souvenir an diesen denkwürdigen Abend ließ ich jenen Pressetext mitgehen, der beim Entfernen von den Sitzen zu Boden gefallen war.

Ich nahm es als Zeichen der ZEIT.

Nachlese

vortrefflich verbunden

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Ich bin ein Fan von „Vorfreude ist die schönste Freude“.

Einmal wurde ich Ohrenzeugin der gegenteiligen Meinung. Eine Frau argumentierte, sie würde sich nicht vorfreuen, denn sonst wäre sie unweigerlich umso enttäuschter, wenn etwas nicht so einträfe, wie erwartet und gewünscht.

Ich dachte bei mir: das ändert doch nichts am Ergebnis, aber sie bringt sich damit um das schöne Erlebnis von Freude. Nun, jede_r, wie er will. Oder sie. Oder eben nicht.

Bei mir war es nun genau umgekeht,  denn worauf ich mich gefreut hatte, war live gefühlt noch viel schöner als in meiner Vorstellung! Die Lesung von Mary war mehr als rund. Wie ist das möglich? Gibt es eine Steigerung von rund?

Es war rundum berührend und ich mit allen Sinnen dabei. Es war erfüllend und die Begegnung ermöglichte innige Verbundenheit – zu mir selbst und anderen Lebensläufen.

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