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Naherholung

Herbstlaune der Natur

Spaziergänge im Wald oder am Wasser finde ich herrlich, besonders wenn Blätter oder Wellen im Licht baden. Die Sonne strahlt besonders, wenn der Nebel sich lichtet und die Luft noch feucht ist.

Im Dunst sieht manches milchig aus, als würde man ein Aquarell betrachten.

Filigrane Gräser glänzen im Licht,

ebenso wie feine Spinnweben.

Die Weite der Landschaft gewinnt an Tiefe, wenn zwischen den vorüberziehenden Wolken Licht über die Hügel streift.

Ich sehe dem Wetter beim Wandern zu

und folge selbstgewählten Pfaden.

Im Tal erwarten mich weitere Farbtupfer, mal zart,

mal kräftig,

und bizarre Bäume.

Ein langer Spaziergang geht zu Ende, aber ich nehme sehr viel mit, das meine Stimmung aufgehellt hat.

Blau

facettenreich

Die Farbe des Meeres und des Himmels. Das eine tief und dunkel, das andere hell und klar. Sind die Attribute dort fest verankert?

Ist es oben wirklich hell und unten dunkel?

Unsere Wahrnehmung von diesem und jenem ist eher relativ, oft nur ins Blaue geraten und eine Umkehrung der Verhältnisse durchaus möglich.

Im Tintenblau eines nächtlichen Himmels können Sterne sichtbar werden; Lichtpunkte, die durch Gedankenstriche miteinander verbunden Zeichen ergeben können vor dem Hintergrund der Unergründlichkeit des Universums.

Und das Meer kann sich auch durchsichtig zeigen. Dann erhaschen wir einen Blick unter die Oberfläche.

Diese Überlegung war der Ansatz für einen Beitrag zum 6. WortArt-Festival in der Fischhalle. Ich hatte die nächtliche Eingebung, mein Fahrrad  als Stimmungsaufheller ins Spiel zu bringen. Und so geschah es. Es fühlte sich für mich viel besser an, als weiter an jenen melancholischen Texten festzuhalten, die ich zuvor verfasste.

Der Beitrag liegt in der Tagebücherei in der Rubrik VORGELESEN, als Unterpunkt bei WORTART zum Thema BLAU und trägt den Untertitel himmlisch.

Rechenschaftsbericht

Reue

Als ich in das Video von Rezo hineinklickte, bildete ich mir eine Meinung ein, die offenkundig nicht gut durchdacht und zudem schlampig formuliert war.

Es ging mir um etwas anderes als ihn zu kritisieren. Mein Unbehagen galt vielmehr einer unberechenbaren Dynamik in modernen Zeiten. Die Sorge, dass wir die Kontrolle verlieren könnten, wenn Hypes und Shitstorms an Einfluss gewinnen.

Nichts gegen Rezo, seine Haltung und seine erfrischende Art es rüberzubringen; Ich finde sein Video super. Und trotzdem habe ich ein beklemmendes Gefühl, denn die gleichen Methoden stehen auch anderen Gesinnungen zur Verfügung. Und ich schätze mal, diese werden seinem Vorbild folgen, sich ein Beispiel an ihm nehmen, um in eine andere Richtung Stimmung zu machen.

In den letzten Tagen fällt mir immer wieder ein Buch ein, geschrieben von Elias Canetti, der sich sehr lange und intensiv mit den Phänomenen von Masse und Macht auseinandergesetzt hat. Ich denke, ich sollte es mir endlich besorgen und lesen. Vielleicht erklärt sich mir dann meine diffuse Angst.

Wiedererkennungswert

Ich weiß, …

Deshalb nannte ich mich wohlweißlich Hase beim Musikquiz für einen guten Zweck. Das Startgeld kommt einem Ausbildungsprojekt in Westafrika zugute, dem Bonthe Youth Resource Center in Sierra Leone.

In der Fischhalle Harburg wurden 50 Songs der 1980er jeweils 30 Sekunden angespielt und sollten auf einer Liste benannt werden. Richtige Angaben zu Interpreten als auch Titeln brachten je einen Punkt.

Ich belegte den drittletzten Platz. Es macht mir nichts aus, obwohl ich eigentlich nicht gerne auf dem Schlauch stehe.

In diesem Fall hatte das Format trotzdem allgemeinen Unterhaltungswert; Es wurde vorgesagt und abgeschrieben, laut gedacht und leise gegrübelt. Bei der Veranstaltung dabei gewesen zu sein und mitgemacht zu haben, war bereits ein Gewinn.

Mein Teilnahmebogen bewies einerseits Mut zur Lücke, andererseits füllte ich die Leerzeilen, mit alem, was mir so einfiel bzw. nicht – allein schon, um nicht den Anschluss und Überblick zu verlieren, an welcher Stelle wir gerade sind.

Ich dokumentierte  meine Ratlosigkeit z. B. mit „spielte auch in dem Film mit Harrison Ford eine Rolle“, „keine Ahnung“ oder „Das ist…, komme gerade nicht drauf“.

Von einer Schreibblockade war ich weit entfernt, allerdings gab es für meine Notizen keine Punkte – außer ich wusste etwas! Auch das kam vor. Seltene Erfolgserlebnisse.

Und auf meine Bitte hin spielte Lutz netterweise als Zugabe noch einmal den Song mit der Startnummer 19, wobei ich wieder nicht sagen könnte, wie er heißt oder von wem es ist. Aber hier zuhause habe ich ja Google.

„Look my eyes are just holograms…“

Sommer im Park

abwechslungsreich

So sehnlich hatten wir uns in den vergangenen hochsommerlichen Wochen Regen gewünscht. Dann kommt er endlich, aber natürlich ungelegen… Immer hat man etwas auszusetzen, dabei hat doch gerade die Abwechslung ihren Reiz.

Trotzdem: schlechtes Timing. Das Wetter spielte ausgerechnet vom 24. – 26.08. seinen Schabernack mit den Besuchern  des Kulturfestivals im Harburger Stadtpark.

Denn die mussten immer wieder aufspringen und Unterschlupf suchen während des überraschenden Gastauftritts eines gefühlten Aprils, der sich gewaschen hatte!

Die Veranstalter hatten ihn weder unter all jenen ausgewählt, die sich für das Event beworben hatten, noch mit seinem Erscheinen gerechnet. Aber er kam trotzdem und sorgte mit seinem reichhalten Repertoire für Wechselbäder der Gefühle. Eigentlich war es zum Heulen.

     

Doch Taschentücher wurden nur zum  Trocknen der Bänke gezückt und die Stimmung hob sich euphorisch, wenn der Wolkenvorhang aufriss und die Sonne sich blicken ließ.

Alles in allem ein volles und vielseitiges Programm beim Freilichttheater unter dem Motto „Sommer im Park“. Wer sich nicht von den Wolkenbrüchen abhalten oder in die Flucht schlagen ließ, wurde mit interessanten Auftritten belohnt.

Zum Ausklang des Wochenendes besann sich der Sonntag wieder auf seinen Namen und leuchtete die Veranstaltung stimmungsvoll aus.

Reichtümer

schöner Schein

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Zwar ist nicht alles aus Gold, was glänzt. Doch das macht mir nichts aus, im Gegenteil. Auch wenn ich mir nichts dafür kaufen kann, sind manche Momente von unschätzbarem Wert.

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Mag sein, dass ich das schon an anderer Stelle geschrieben habe, aber ich kann es gar nicht oft genug betonen und veranschaulichen.

Schöne Augenblicke manifestieren sich gerne in Form einer runden Sache. Sonnen-schein gibt hierfür ein gutes Beispiel ab. Ein leuchtendes Vorbild mit bemerkenswerter Strahlkraft, die meist positiv auf die ganze Umgebung abfärbt. Selbst eine sinkende Sonne sorgt für steigende Stimmung.

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Elb- und Weitblick gehen ebenfalls gerne eine gute Wechselwirkung ein. Eine Finkenwerder Fährfahrt sollte man vielleicht öfter machen, vorzugsweise in bester Gesellschaft.

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