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Geräuschkulisse

Lautstärke

Das Meer verursacht eigentlich einen ähnlichen Lärmpegel wie eine vielbefahrene Straße. Das Hintergrund-Rauschen wird in Intervallen vom Donnern brechender Wellen ergänzt. Doch das Getöse wirkt stark beruhigend.

Warum, frage ich mich, hat Verkehrslärm durch Kraftfahrzeuge nicht eine ähnlich meditative Ausstrahlung?

 

Schaumbad

Naturschauspiel

Das Meer schäumte. Und wie!

Was aussieht wie Seifenschaum einer übergelaufenen Waschmaschine, ist natürlichen Ursprungs. Ein Algen-Abfall-Produkt.

Während eines biologischen Abbauprozesses werden Eiweißstoffe von Algen  freigesetzt und diese von Wind und Wellen aufgeschlagen, bis eine feine Crema entsteht, die sich schließlich geschmeidig an den Strand ergießt.

Und an Land geht das ungewöhnliche Schauspiel weiter, nämlich wenn der Wind mit dem Schaum spielt, ihn vor sich hertreibt, Flocken herauszupft, in die Luft wirbelt und diese dann als Schaumkügelchen über den Strand kullern.

Alles erinnert an das kindische Vergnügen in der Badewanne, wo ein Knie zur Insel wurde.

 

 

Inselhopping

nah und fern

Es ist ja nur ein Katzensprung vom Wald zum Meer.

Mal fühlt es sich an wie Urlaub, mal IST es Urlaub. Erholung liegt mal wieder an. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

An der Nordseeküste weht ein sehr, sehr frischer Wind um die Nase. Abends erwartet einen die eine oder andere Überraschung in Form sensationeller Sonnenuntergänge.

Bei sonnigem Wetter ist es an der See besonders schön. Bei Temperaturen, die leichte Kleidung im Wind flattern lässt und auf der Haut prickelt.

Im Wasser stehen und die Strömung spüren – wie Fersen und Zehen einsinken, wenn die Fußsohlen unterspült werden und der feinkörnige Grund unter dem Eigengewicht nachgibt und fortrieselt.

Den Möwen beim Segeln zuschauen.

Immer schön Himmel und Horizont im Blick behalten.

Der Strand ist weiter, als Füße und Fernweh tragen können. Dann lasse ich mich für eine Weile nieder, befingere die warmen, weichen, trockenen Sandkörner an der Oberfläche und die feuchte, angenehme Kühle in der Tiefe.

 

Es zieht mich ans Meer.

immer meer

mal mal wieder

Vertieft ins Meermalen, verbringe ich Stunden mit Farbe und Pinsel, oder greife zu Spachtel und Lappen. Jede Berührung mit der Leinwand wirkt sich aus.

Manchmal ergibt sich daraus  eine Veränderung im Bild, die mir weniger gut gefällt. Dann ärgere ich mich über mich und wünschte, ich hätte eben das unterlassen, was ich nicht mehr rückgängig machen kann.

Aber was passiert ist, ist passiert. Ich kann nur lernen, gelassener damit umzugehen, wenn mir etwas missraten ist. Dafür muss ich mich von meiner vorherigen Vorstellung lösen, mich erneut auf den Prozess einlassen und sehen, was dabei herauskommt.

Das Meer entzieht sich meiner Kontrolle, aber ich sammle Erfahrungen. Ich habe es in der Hand, das Werkzeug, um weiterzumachen. Meermals erlebte ich dabei schon mein blaues Wunder. Danke dafür.

 

 

Wind und Wellen

magisches Meer

Zeitlos schön. Ewig neu. Magische Momente am Meer.

Ob leichte Dünung oder starke Brandung…, die See bewegt etwas im Menschen. Man schwingt im Rhythmus der Wellen mit.

Mal wirkt die Bewegung beruhigend wie eine sanfte Melodie, mal aufbrausend wie ein Orchester.

Augenblick folgt fließend auf Augenblick, nicht festzuhalten, nur aufzunehmen.

Wie in Trance ergebe ich mich dem Geschehen, verschmelze mit dem Element des Wassers, wie es wogt und lebt und zu atmen scheint.

Eine ähnliche Faszination übt wohl nur das Feuer mit all seinen Facetten aus, an denen man sich festgucken und kaum satt sehen kann.

Kunsttherapie IV

pastellfarben

Thema: schöne Urlaubserinnerung

Am Strand, auf´s Meer blickend. Ort und Zeit sind nicht wichtig…, welcher Strand, welches Meer, morgens oder abends. Entscheidend sind die Stille und die Weite, die Bewegung der Wellen und Wolken, das Licht der Dämmerung.

Um die wohltuende Wirkung wiederzugeben, bot sich Pastellkreide mit seinen zarten Farbtönen an. Beim Eintauchen in die sanfte Stimmung fand ich erneut Erholung.

Kunsttherapie I

Prozesse von bis

Ein Teil meines Weges in den vergangenen Wochen. Bilder, die aus dem Unterbewusstsein entstanden und zu mir sprachen.

Thema 1: Traumhaus

Am Anfang war das Schneckenhaus. Wahlweise im Grünen gelegen mit Himmel- und Meerblick. Trotz vieler Fenster, sogar mit Oberlicht, war mir nach einem Anbau: eine Aussichtsplattform mit Geländer und Stützkonstruktion, um die einseitige Belastung auszugleichen. Meine Dachterrasse bepflanzte ich mit Bäumchen spannte zwischen ihnen eine Hängematte zum Ausruhen.

So weit so gut, nur mit der nachträglich eingezeichneten Tür hatte ich Probleme. Sie geriet dunkelbraun und erinnerte mich an massives Eichenholz, als wäre dies ein Festung.

Ich sah darin ein Zeichen und wollte es ändern. Deshalb griff ich zum Radiergummi, um es zu korrigieren und für die Außenwelt zu öffnen.

 

Landgang

Strand mit Fahne

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Wenn der Wind vom Meer her wehte, brachte das nicht nur Seegang, sondern auch oftmals Quallen mit sich.

Bei vereinzelten Exemplaren drückten die Baywatcher ein Auge zu und versorgen notfalls die Badegäste, die etwas abbekommen hatten.

Doch wenn die Quallenquote erfüllt war, wurde das entsprechende Fähnchen gehisst. Dann war erst recht davon abzuraten, die Warnungen in den Wind zu schlagen und trotzdem ins Wasser zu gehen.

Ich habe nicht nachgefragt, wie hoch die Quallendichte sein muss, damit der Strand eine Fahne bekommt. Man brauchte eigentlich nur zu warten, bis man ihnen am Strand über den Weg lief, dann konnte man selber zählen.

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