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immer meer

mal mal wieder

Vertieft ins Meermalen, verbringe ich Stunden mit Farbe und Pinsel, oder greife zu Spachtel und Lappen. Jede Berührung mit der Leinwand wirkt sich aus.

Manchmal ergibt sich daraus  eine Veränderung im Bild, die mir weniger gut gefällt. Dann ärgere ich mich über mich und wünschte, ich hätte eben das unterlassen, was ich nicht mehr rückgängig machen kann.

Aber was passiert ist, ist passiert. Ich kann nur lernen, gelassener damit umzugehen, wenn mir etwas missraten ist. Dafür muss ich mich von meiner vorherigen Vorstellung lösen, mich erneut auf den Prozess einlassen und sehen, was dabei herauskommt.

Das Meer entzieht sich meiner Kontrolle, aber ich sammle Erfahrungen. Ich habe es in der Hand, das Werkzeug, um weiterzumachen. Meermals erlebte ich dabei schon mein blaues Wunder. Danke dafür.

 

 

Kunsttherapie V

feurig

Hier lodert die Leidenschaft auf. Typisch.

Das vorherige Bild hatte eine schön beruhigende Wirkung. Doch statt hier innezuhalten, nahm ich mir ein neues Blatt und machte weiter, weil ich früh fertig war, noch Zeit hatte und die Pastellkreide  in Reichweite lag.

Einerseits ein schönes Experiment, andererseits eine Selbsterfahrung, die mir zu denken gibt. Dass ich Gefahr laufe, mir immer wieder die Finger an meinem Übereifer zu verbrennen.

Kunsttherapie III

Abgrenzung

Mit dem Notenschlüssel fing ich an, malte dann verspielt vor mich hin, bis das Bild zunehmend unruhig und bedrückend wurde.

Darum setzte ich mir bewusst einen Rahmen, um das festzuhalten. Erst war alles im grünen Bereich, dann kam gelb, und mit dem Rot kennzeichnete ich die Gefahrenzone, wo es brenzlig für mich wurde.

Am Ende sehe ich ein, dass Abgrenzung DER Schlüssel für mich ist.

grundsätzlich

Sinnbild

Ich schätze mich glücklich, dass ich meistens ein passendes Bild zur Hand habe, um etwas zu veranschaulichen.

Nach einer Phase, in der ich den Kopf sehr hängen ließ, konnte ich mein müdes Haupt – sinnbildlich gesprochen – in ein Kleefeld betten und in Ruhe den Grund für meine Erschöpfung und Traurigkeit erforschen, und war damit nicht allein.

Das verlorene Glück zeigte sich mir dann nicht im Besonderen, also spektakulär vierblättrig, sondern im Gegenteil: ganz einfach und im gemeinsamen Nenner.

Kurzfristig hat das Glück wieder ein Geheimnis gelüftet. Stets flüchtig und nicht festzuhalten. Vielleicht braucht es vielmehr die Fähigkeit, loszulassen und zu schauen, wohin die Fügung führt, ohne sich zu verlieren.

 

Bildmaterial

Silberstreif am Horizont

Ich mache mich – wieder einmal – auf den Weg zu einem  Horizont, der danach schreit, erweitert zu werden. Es gibt einiges aufzuarbeiten. Das mag kryptisch klingen, aber ich will absichtlich vage bleiben.

Es geht an dieser Stelle nicht um die Schilderung von konkreten Umständen, die in meinem Leben eine Rolle spielen. Dafür gibt es andere, weitaus bessere Gelegenheiten. Aber hier ist der Ort, an dem ich Bilder und Worte für Gemütszustände finden will.

Es ist mein persönliches Poesiealbum, in das ich hineinschreiben kann, was und wann immer ich will. Es gibt keine Vorgaben, nur die Freiheit, mich so auszudrücken, dass es sich für mich stimmig anfühlt.

Spiegelbild

Gelegenheit zur Reflexion

Ich lebe seit einer Weile recht zurückgezogen. Das hängt sicherlich mit der Pandemie zusammen. Denn die Einschränkung der sozialen Kontakte hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Psyche.

Ich denke viel nach und fühle mich oft verloren. Manches habe ich erwartet, anderes hat mich überrascht. Zurückgeworfen auf mich selbst, stelle ich mir allerlei unbequeme Fragen und rudere gegen den Verlust des Selbstwertgefühls an.

Ent-täuschend unecht fühlt sich vieles an. Mir wird sehr bewusst, wie elementar doch das Bedürfnis nach zwischenmenschlicher Nähe ist… Und unbewusst haben ureigene Ängste große Macht über mich.

Eine seltsame und unsagbare Entfremdung ergreift von mir Besitz und absorbiert meine Zuversicht. Ich flüstere mir Durchhalteparolen zu und plädiere dafür, nicht die Flinte ins Korn zu werfen, aber die meiste Zeit fühle ich mich kraftlos und entmutigt.

Und obwohl sich der Lockdown dramatisch schrecklich anfühlte, mag ich mich über die jetzigen Lockerungen kaum freuen. Alles fühlt sich „falsch“ an, obwohl es seine Berechtigung hat.

Was wir wohl in einigen Jahren über diese Zeit aussagen werden? Mit etwas Abstand wird man vieles anders erinnern und bewerten. Hinterher ist man bekanntlich immer klüger.

Aber JETZT muss jeder Mensch für sich einen Weg finden, es auszuhalten, dass unser aller Leben komplett über den Haufen geworfen wurde. Mit Folgen, die noch nicht absehbar sind.

Bei mir persönlich hat die Leidenschaft sehr gelitten. Wann wohl die Begeisterung und Lebensfreude ein Come Back feiern wird…

anfänglich

immer wieder Neues

Ich befinde mich derzeit oft auf Tauchstation, male still und vergnügt vor mich hin und freue mich über schöne Lichteffekte, wenn ein feuchtes Bild im Sonnenschein trocknet.

Und fange schon mal etwas Neues an.

Ab und zu fotografiere ich die Zwischenstadien, weil vieles unter der nächsten Farbschicht verschwindet.

Alles neu, macht der Mai.

Das ist natürlich alles Ansichtssache.

Motivation

Motiv

Dieses Bild ist in echt natürlich viel größer und auch schöner, und je länger ich es betrachte, desto mehr fällt mir auf, was es alles zum Ausdruck bringt von dem, was mich bewegt seit meinem Aufenthalt im Elbengarten.

Die Klangmassage hat etwas in mir abgerufen, was wohl im Dornröschenschlaf lag. Ich habe wieder angefangen zu malen. Aber anders. Neue, transformierte Energie setzt sich frei.

Ich hatte eine Vision von Berg und Baum zwischen Himmel und Erde. Die Aufbruchstimmung hält an. In dem Bild erkenne ich jene uralten Motive von mir, die mich schon so lange begleiten:  Austausch und Symbolik.

Kunst ist ein Kanal, durch den die Inspiration sprechen lernt, mein Beweggrund. Die Spirale des Lebens führt wie eine Wendeltreppe durch alle Höhen und Tiefen.