Seelenheil

Plan A und B

Eigentlich wollte ich Romane schreiben. Das war der ursprüngliche Anlass, mich für ein Wochenende zurückzuziehen: mal eintauchen in eine meiner längeren Geschichten und am Stück weiterschreiben.

Es hat nicht sollen sein. Denn das Bedürfnis auszuspannen war noch tiefer. So saß ich auf der Veranda des Ferienhäuschen, lauschte frühmorgens dem Vogelkonzert und sah tatenlos dem Treiben der Vögel zu.

Abgesehen von diesen Stunden, in denen ich in der Schaukel abhing und die Seele baumeln ließ, tigerte ich durch die weitläufige Landschaft und lief verschiedenen Tieren über den Weg.

Einige blieben gelassen wie diese Katze.

Auch emsige Bienen ließen sich nicht weiter stören.

Aber andere Wald- und Wiesenbewohner wie Rehe und Feldhasen ergriffen leider sofort die Flucht, als sie mich sahen.

 

Verwandlungskunst

das Märchen vom Feld

Es war einmal…

… ein goldenes Weizenfeld. Es wog sein blondes Haar anmutig im Wind, bis die Ähren sich bogen unter der Last des vollen Korns.

Die Zeit für die Ernte kam und ein Bauer machte sich auf den Weg, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Das wirbelte in seiner Gegend viel Staub auf. Doch am Ende erhielt er den gerechten Lohn für all seine Mühe. Viele schicke Strohballen.

Und das liebe Vieh war ihm dankbar für seine Umsicht und Fürsorge, dass er aus all dem Gold Stroh für sie gesponnen hatte.

Denn eine gesunde und natürliche Ernährung ist viel wert.

 

 

 

Blümchen Sex

verführerisch

Wie es sich wohl für die Blüten anfühlen mag, wenn die Liebhaber sie umschwärmen?

Immmerhin haben sie sich ganz schön aufgebrezelt. Sie locken mit leuchtenden Farben und betörenden Düften und wollen, dass man auf sie fliegt.

Bei den Insekten kommt das gut an. Sie können gar nicht anders als tief eintauchen in die süßen Säfte.

Ich frage mich in aller Unschuld: Könnte man bei Kolibris von Vögeln sprechen?

Motive meiner Bilder-Sprache: Sinnlichkeit, Reflexion und Humor.