allerlei

dies & das

Mir geht allerlei durch den Kopf. Jubiläen zum Beispiel. Das Grundgesetz (70), das Frauenwahlrecht (100),  meine Tagebücherei (bald 1000 Einträge).

Es gibt weitere würdige Anlässe, die sich quasi vor der eigenen Haustür anbieten: Frühjahrsputz und Sommer im Park, ein Betriebsausflug in Planung, ein Workshop mit Intuition, die Kunstleihe mit Sinn und Verstand. Und jede Menge sehens- und hörenswerte Veranstaltungen.

Dazu rückt die Kulturelle Landpartie näher, genauso wie der nächste Urlaub.

Noch weiß ich, wo mir der Kopf steht, aber so langsam wird es unübersichtlich. Ich hoffe, ich verliere das Dienst-Jubiläum meines Blogs nicht aus dem Blick. Ich will unbedingt voll dabei sein.

Bewerbung

Frei. Licht. Bühne

Weil mir der Aufruf gefiel sowie aufgrund eines frühmorgendlichen Leichtsinns am Samstag, bewarb ich mich für „Sommer im Park“ und fragte mich kurz darauf, bin ich noch ganz dicht? Inzwischen denke ich wieder: Warum nicht? Mitmachen könnte Spaß machen.

Ich warb u. a. damit, dass meine Kolumnen kurz und knackig sowie zeitlich flexibel sind – einsetzbar vom Lückenfüller bis zum Abwinken.

Bei der diesjährigen SuedLese machte ich die vielversprechende Erfahrung, dass die Lesung gut besucht war und die Kolumnen  bestens aufgenommen wurden.

Also warum nicht die neu überdachte Freilichtbühne im Harburger Stadtpark erklimmen?

 

schrill & bunt

leicht beeinflussbar?

Vielleicht reichte schon die Information, dass in Harburg der Discomove die Straßen im Hafen beschallt und bevölkert.

Das herrliche Wetter tat das seine dazu und zog mich ins Freie. Auf dem Balkon pinselte ich mir zurecht, wonach mir der Sinn stand.

Im Nachhinein betrachtet, ergab sich offensichtlich eine unbewusste Fragestellung. Färben auch Veranstaltungen auf mich ab, die ich nicht besuchte, sondern nur vom Hörensagen kenne?

Höhlenmensch

kreative Phase

Ich widme mich der eigenen kreativen Energie. Was dabei herauskommt, erinnert an Höhlenmalerei.

Bilder haben oft einen langen und doch einfachen Weg hinter sich, von Anbeginn bis hier und jetzt.

Sie überspringen mühelos Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrmillionen, um sich in der Gegenwart zu zeigen.

Sein erfährt sich selbst. Es bekommt Anregungen, verarbeitet diese,  reflektiert sie und findet ursprüngliche Formen mit symbolischer Bedeutung, um sich auszudrücken.

Wiedererkennungswert

Ich weiß, …

Deshalb nannte ich mich wohlweißlich Hase beim Musikquiz für einen guten Zweck. Das Startgeld kommt einem Ausbildungsprojekt in Westafrika zugute, dem Bonthe Youth Resource Center in Sierra Leone.

In der Fischhalle Harburg wurden 50 Songs der 1980er jeweils 30 Sekunden angespielt und sollten auf einer Liste benannt werden. Richtige Angaben zu Interpreten als auch Titeln brachten je einen Punkt.

Ich belegte den drittletzten Platz. Es macht mir nichts aus, obwohl ich eigentlich nicht gerne auf dem Schlauch stehe.

In diesem Fall hatte das Format trotzdem allgemeinen Unterhaltungswert; Es wurde vorgesagt und abgeschrieben, laut gedacht und leise gegrübelt. Bei der Veranstaltung dabei gewesen zu sein und mitgemacht zu haben, war bereits ein Gewinn.

Mein Teilnahmebogen bewies einerseits Mut zur Lücke, andererseits füllte ich die Leerzeilen, mit alem, was mir so einfiel bzw. nicht – allein schon, um nicht den Anschluss und Überblick zu verlieren, an welcher Stelle wir gerade sind.

Ich dokumentierte  meine Ratlosigkeit z. B. mit „spielte auch in dem Film mit Harrison Ford eine Rolle“, „keine Ahnung“ oder „Das ist…, komme gerade nicht drauf“.

Von einer Schreibblockade war ich weit entfernt, allerdings gab es für meine Notizen keine Punkte – außer ich wusste etwas! Auch das kam vor. Seltene Erfolgserlebnisse.

Und auf meine Bitte hin spielte Lutz netterweise als Zugabe noch einmal den Song mit der Startnummer 19, wobei ich wieder nicht sagen könnte, wie er heißt oder von wem es ist. Aber hier zuhause habe ich ja Google.

„Look my eyes are just holograms…“

HSP-Recherche

Impuls

Für einen der folgenden Workshop-Termine sollen wir ein Kinderbild mitbringen, mit dem wir arbeiten wollen. Mir fiel sofort das EINE ein, das für mich Bände spricht.

Warum dieses? Weil ich weiß, wie es sich anfühlt.

Weil ich weiß, was hinter dem Stirnrunzeln steckt.

Nachdenklichkeit, Schwermut und die Last mit einer grellen, lauten Welt.

Symbolik

Workshop HSP Teil 2

Als Symbol für meine größte Belastung kam mir ein Dreieck in den Sinn. Vermutlich wegen der steilen Winkel und scharfen  Ecken. Welche Stärke könnte darin liegen?

Ich hatte keinerlei Vorstellung, wie ich diese Herausforderung künstlerisch umsetzen könnte. Statt um drei Ecken zu denken, fing ich einfach an zu malen.

Intuition ist ein erstaunlich mächtiges Werkzeug. Sie erschloss mir auf magische Weise einen Kraftort in Form einer Pyramide.

 

hochinteressant

hochsensibel

Zur Zeit nehme ich an einem Workshop von Ulrike Hinrichs zum Thema Hochsensibilität teil. Im Habibi Atelier tauschen wir uns aus, kommen auf einen großen gemeinsamen Nenner und versuchen dann, auf unsere ganz eigene Art, persönliche Aspekte künstlerisch zum Ausdruck zu bringen.

Bei unserer Selbst-Dartellung setzen wir uns mit den Schwächen und Stärken unserer Wahrnehmung auseinander.

Seither inspiriert mich das Thema, und so machte ich mich auch zuhause ans Werk und schuf etwas aus einer Styroporverpackung.

Der Würfel bestand aus zwei Hälften, die ich miteinander verband und mit der Umverpackung verschachtelte. Den runden Hohlraum bedeckte ich mit Blattgold, das eckige Äußere umhüllte ich mit hauchdünnem farbigen Papier und fixierte es an einigen Stellen am Gehäuse.

Nachdem ich aus meiner Versunkenheit während der Beschäftigung auftauchte, betrachtete ich das Gebilde und dachte:

Voller Sehnsucht nach Leichtigkeit und auf der Suche nach Anknüpfungspunkten, um Ecken gedacht und Kanten gekurvt,  vielschichtig und dünnhäutig wie Blütenblätter.

Sehr empfindlich, ein wenig geknickt, manchmal verknüllt – das Leben in lauter, greller Umgebung eine Zerreißprobe?

Bei genauerem Hinsehen gibt es eine zwiegespaltene, aber  goldene Mitte. Befleckt mit dem Blut der Empfängnis.

Und ich bin offensichtlich immer noch Kind genug, mir Höhlen bauen zu wollen.

 

 

 

Motive meiner Bilder-Sprache: Sinnlichkeit, Reflexion und Humor.