Meeresrausch

Seesucht

Das Meer zieht mich immer und immer wieder in seinen Bann. Wie oft habe ich schon gedacht, ich kenne das alles doch schon… die wogenden und brechenden Wellen; die vorüberziehenden Wolken; die Regenschauer in blickdichtem Grauschleier; und nicht zuletzt das Licht, das irgendwann und irgendwo hervorbricht und alles in neuem Glanz erstrahlen lässt oder auch nur einen Silberstreif am Horizont zeichnet.

Die Faszination hält ein Leben lang. Ist offenbar ewig.

Oasen

Wohlfühlklima

Es gibt sie noch, die kleinen problemfreien Zonen. Innerhalb der eigenen vier Wände, auf dem Balkon, im Garten. Unter Pflanzen.

Sogar auf der Arbeit pflege ich eine innige Verbundenheit.  Die Pflanzen scheinen sich durch Zuwendung und Fürsorge umso wohler zu fühlen und danken es mit einem Beitrag zum gutem Betriebsklima.

Oder umgekehrt. So schöne Energiequellen haben es verdient, dass wir ein Auge auf sie haben.

 

 

fruchtbar

unterirdisch

Unter der Oberfläche sind Nährstoffe, auf die ich auch in Zukunft zählen möchte. Selbst dort, wo verbrannte Erde hinterlassen wurde, kann eines Tages Neues erwachsen.

Ich hoffe, ich liege nicht falsch, wenn ich daran glaube.

 

 

Zerstörung

entwurzelt

Schockierend. Boden und Blut. Klimakrise und Krieg. Zerstörung das beherrschende Thema. Was man für stabil hielt, ist unerwartet zerbrechlich.

Dass Frieden kein Dauerzustand ist, hatte ich schon seit Jahrzehnten im Hinterkopf. Theoretisch habe ich mit Krieg gerechnet. Aber jetzt, wo es ernst ist, überrascht es mich doch.

Statt zusammenzuhalten, um mit vereinten Kräften die größte aller Bedrohungen abzuwenden, gibt es immer mehr Spaltung.

Angesichts der Lage fühle ich mich geknickt.

Aus ihrem Leben gerissen und am Boden zerstört sind natürlich die unmittelbar Betroffenen, aber auch hierzulande ist es eine Zäsur.

 

 

 

erschreckend

kein Scherz

Ich würde gerne auf die Wunderwaffe Humor zurückgreifen, doch sie hat Ladehemmungen. Beim erschütternden Spaziergang heute dachte ich: Da hat der Sturm neulich die Fichten ja gleich dutzendfach flachgelegt. Ein stürmischer Eroberer, dessen Opfer nie wieder aufstehen werden.

Bei schönsten Sonnenschein nahm ich den Schaden in Augenschein. Ich war betroffen angesichts der Verwüstung. Einzig das nachwachsende Grün macht Hoffnung.

verzwickt

kompliziert

Mein Traum vom Schreiben gestaltet sich in der Umsetzung schwieriger als angenommen. Es reicht leider nicht, sich im Schreibfluss treiben zu lassen. Eine Geschichte braucht Hand und Fuß, Handlungen müssen schlüssig sein und Figuren, Zeiten und Orte stimmig.

Ließe ich mich von meinen Anfängerfehlern entmutigen, wäre der Traum unmittelbar ausgeträumt. Die Baustelle stellt mich allerdings vor nicht zu unterschätzende Herausforderungen.

Noch betrachte ich sie skeptisch aus der sicheren Entfernung und schrecke vor der Hürde des Umdenkens und -schreibens zurück.

 

 

Freizeit

 zum reinen Vergnügen

Vor allem draußen in der Natur finde ich das, wonach fast alle streben: Glück und Zufriedenheit. Es gibt kaum etwas, was mich so zuverlässig erfüllt wie Momentaufnahmen, bei denen mein Sinn für Ästhetik angesprochen wird..

Ein Fest für die Augen und Labsal für die Seele. Meine Sehnsucht danach ist so groß, dass ich manchmal wünschte, ich müsste nichts anderes tun, als von morgens bis abends die Schönheit aufzunehmen und mit anderen zu teilen.

Doch das ist und bleibt wohl ein Fernziel oder sogar unerreichbar.

 

 

 

Motive meiner Bilder-Sprache: Besinnlichkeit, Reflexion und Humor.