Kulturbeitrag

erbaulich

Zum Kulturtag am 06. November 2022 wird in Harburg eine Aktion „KunstSchauFenster“ stattfinden. Ich wurde eingeladen, mich mit einem Bild zu beteiligen.

Die gesammelten Werke werden auf verschiedene Geschäfte in der Innenstadt verteilt und eine Woche lang in den Schaufenstern zu sehen sein.

Die Idee gefiel mir und so meldete ich Interesse an. Es folgte die Qual der Wahl. Nehme ich dieses oder jenes, welches?  Entschied mich für eines, zweifelte, entschied mich um, zweifelte… überdachte nebenher Titel und Preise. Holte zweite und dritte Meinungen ein.

So viel Gewese um EIN Bild. Doch schließlich wird aus vermeintlichem Kopfzerbrechen die Liebe zum Detail.

 

 

Neustart Kultur

Sinneswandel

Die Temperaturen sinken, aber mir wird derzeit wieder ein wenig wärmer um’s Herz. Nur geringfügig, aber immerhin. Es geht bergauf, oder?

Kommt es mir nur so vor, als kündigte der Gestaltungswille seine Rückkehr an? Ganz leise scheint er sich anzupirschen, scheu wie ein Reh. Ein Vorbote der Veränderung vielleicht.

Hoffentlich verjage ich den aufkommenden Tatendrang nicht mit überzogenen Erwartungen. Stattdessen lieber besonnen der Dinge harren, die da aufbrechen mögen.

 

 

 

Bilderbücherei

Sammlerstolz

Es hat sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl eigener Bildbände angehäuft.

Fotobücher mit Motiven aus diversen Urlauben im In- und Ausland, z. B. in Andalusien oder der Toskana, auf Inseln wie Barbados, Ibiza, Mallorca, Sardinien oder Sylt.

Dann zu Themen wie den vier Jahreszeiten,  Wald, Wasser oder Wetter.

Auch einige Feiern habe ich fotografisch verewigt, runde Geburtstage und sogar drei Hochzeiten.

Allen gemein ist die Freude am Einfangen von Stimmungen. Flüchtige Augenblicke bewahren zu wollen, ist ein bisschen so als würde ich Schmetterlinge sammeln.

 

 

 

Collage

Speicher

Ich liebe es, Fotobücher zusammenzustellen. Es ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Im prall gefüllten Speicher zu stöbern und eine Auswahl zu treffen.

Weil mir der ästhetische Gesamteindruck am Herzen liegt, stimme ich die Bilder so aufeinander ab, dass sie in meinen Augen besonders gut zur Geltung kommen.

Das ist zudem eine besonders schöne Art, die Eindrücke Revue passieren zu lassen und das Glück zu würdigen, das mir diese Augenblicke beschert haben.

Krisenmodus

zwischenzeitlich

Neben der Arbeit verbringe ich hauptsächlich Zeit mit Füßehochlegen. Während ich ein Buch nach dem anderen lese, warte ich darauf, dass sich etwas tut. Oder gleich alles zum Guten wendet.

Dass das Leben wieder leichter wird, heiterer und weniger besorgniserregend. Ich brauche einen Leitstrahl, der mir hilft, nicht trübsinnig zu werden und dann das Liebenswerte  dieser Welt zu übersehen.

Ich greife zu einer List: Schenke mir ein Lächeln und werde schon kurz darauf mit ein paar Blumen überrascht.

Stillstand

geistige Windstille

Es gab eine Zeit, da war ich sehr umtriebig. Vielleicht habe ich mich an der einen oder anderen Stelle sogar übernommen. Aber ich war erfüllt und habe es genossen.

Seit geraumer Weile will mir nichts mehr einfallen oder gelingen. Der Verlust von Ambitionen und dem dazugehörigen Antrieb ist irritierend. Hat sich ein schwarzes Loch in meine Seele gebrannt und absorbiert Freude, Farbe und Fantasie?

Wo bleibt der dritte Frühling, wenn ich ihn brauche?

positiv

Test

Corona ist eine entfernte Bekannte. Seit Jahren spielt sie eine große Rolle in meinem Leben, aber jetzt ist sie zum ersten Mal persönlich zu Besuch.

Einst überlegte ich, wie ich wohl mit diesem Störenfried umgehen würde. Ein kleiner Meinungsaustausch bei einer Tasse Tee?

https://www.tiefgang.net/galgenhumor/

Der Tee ist schon getrunken und das Schweigen wird langsam peinlich. Ich dachte, ich hätte dem Virus viel zu sagen, doch jetzt bin ich scheinbar auf den Mund gefallen.

Vielleicht hält mich Sorge zurück. Mich im Ton zu vergreifen, meinen ungebetenen Gast zu brüskieren, der es mir dann heimzahlt. Andererseits will der Ärger raus. Der Groll ist groß.

Ich frage also: Musste das sein? Dass du hier bei mir unangemeldet aufkreuzt? Okay, damit gerechnet habe ich schon, dass wir uns mal persönlich kennenlernen. Aber jetzt im Sommer? Andererseits: warum nicht? Ist vielleicht sogar günstiger als im Herbst oder Winter… Ich hoffe jedenfalls, dass du dann nicht nochmal auf der Matte stehst.

Ich frage dich: Was willst du eigentlich? Machst dich überall breit auf unser aller Kosten… verbreitest kurzfristig Angst und Bange, mittel- und langfristig Kummer und Sorgen! Hast du auch was Erfreuliches an dir? Wie wäre es mit einer kleinen Aufmerksamkeit für mich, deine Wirtin?

Vielleicht bin ich ungerecht, wenn ich dich dafür verantwortlich mache, wie sich die Dinge entwickelt haben. Aber seitdem du aufgekreuzt bist, ist mir nach und nach fast alles abhandengekommen, was mir viel bedeutet hat. Wegen dir fühle ich mich abgekoppelt von meinem alten Leben. Eingekapselt im Wartehäuschen meiner Sehnsucht nach wildem Drauflosleben.

Dein Timing war unter aller Kanone! Es lief gerade alles so gut, mit dem Schreiben und überhaupt, bis du vor zweieinhalb Jahren über uns hereingebrochen bist.

Und jetzt guck dir das an, was du bisher allein bei mir angerichtet hast: alles weg! Nichts ist übrig von meinen Ambitionen. Und mein Selbstbewusstsein… ein einziger Scherbenhaufen! Als hätte jemand die Luft aus allem rausgelassen. Das musst du ja wohl gewesen sein, wer sonst? Spielverderber*in!

Aber hier und jetzt, räche ich mich. Jetzt bist du bei mir und musst dir mein Gezeter anhören.

Wenn’s dir nicht passt, hau doch ab!

 

 

Motive meiner Bilder-Sprache: Besinnlichkeit, Reflexion und Humor.