Waldinsel

Sehnsucht nach draußen

Ich liebe es im Moment mehr denn je, draußen zu sein an stillen und schönen Orten. Schon lange wollte ich eine bestimmte Location besuchen, auf die ich während der Dreifalt-Zeit aufmerksam geworden war. Kim Senger veranstaltet Live-Events im heimischen Garten mit viel Platz und Bühne. Normalerweise mehrmals im Jahr mit weit über hundert Gästen.

Es wurde ein ruhiger, total entspannter und abwechslungsreicher Besuch mit sinnlichen Erlebnissen in einer bemerkenswert lockeren Atmosphäre.

Ich habe fotografiert, gemalt, Musik gehört, getanzt, am Lagerfeuer gesessen, bin spazieren gegangen und ließ mir Pizza aus einem Lehmofen schmecken.

Danke Kim und Moni, für die Einladung, liebevolle Bewirtung und Geselligkeit. Es war ein unvergesslicher Nachmittag im Grünen und bunter Abend, den ich so oder ähnlich sehr gerne noch einmal erleben möchte. Waldinsel, ich komme wieder!

 

verfremdet

vertraut

Mein erstes Live-Konzert in der Fischhalle nach langer Zeit. Es fühlte sich ungewohnt und vertraut zugleich an. Die Wiedersehensfreude war groß, und doch  fremdelte ich ein wenig, spürte neben der guten, ausgelassenen Stimmung von Musikern und Gästen auch etwas eigene Befangenheit.

Es mag wohl mit daran liegen, dass man immer noch nicht einfach aufeinander zugehen oder sich gar umarmen kann, ohne Maske wie früher. Es fehlt der lockere Austausch, spontan entstehende Nähe. Trotz dieses Wermuttropfens war es ein wunderschöner Abend. Dank an Gastgeber Werner Pfeifer, die Musiker „Djangonauten“ und einem beswingten Publikum.

Live

Energiefluss

Die Stimmung ändert sich gerade. Nach einer zähflüssigen Zeit fängt eine andere Energie wieder an zu fließen. Live Begegnungen in einem bestimmten Umfeld lösen den Stau in meinen Adern.

Wenn die Kultur wieder Fahrt aufnimmt, hat das nichts mit Tempo zu tun, sondern mit dem Aufleben vitaler Kräfte.

Die von Anja Schwennsen ins Leben gerufene „Lesung unterm Kirschbaum“ war ein Genuss und Vorgeschmack auf weitere persönliche Erlebnisse bei kulturellen Veranstaltungen.

Dass ich das Buch „Ein anständiger Mensch“ schon gelesen hatte, wurde mir erst vor Ort bewusst. Umso größer die Freude, dem Schriftsteller Jan Christophersen persönlich zu lauschen.

Auf dem Heimweg gab es noch ein Highlight: die Abendsonne, die in den Wald leuchtete.

 

Kastanien

alte Liebe

In der Kindheit sammelte ich im Herbst zu Boden gefallene Kastanien, die aus der stacheligen Schale befreit waren. Angenehm handlich, glatt und blank. Ein Glanz wie frisch gebohnert.

Heutzutage erfreue ich mich im Frühling an der blumigen Blattform und der aufrechten Blüte, die an Lupinen erinnert.

Ich mag gerne unter stattlichen Bäumen stehen und nach oben sehen.

Aber manchmal fängt das Vergnügen zwischen Himmel und Erde direkt auf Augenhöhe an.

Abwechslung

 kontrastreich

Großflächiges Gelb. Raps erinnert von der Farbe her an Zitronen. Die Felder sind weitläufig und erstrahlen in der Landschaft.  Wenn die Wolken über den Himmel ziehen und ihre Schattenspiele auf den Feldern treiben, lassen sie es hier und dort besonders aufleuchten.

Das Gelb schreit im Vergleich zum satten Gelb der Butterblume, aber wir lieben es, weil es so ins Auge sticht.

Ein Fest für die farbenhungrigen Sinne. Raps in Reinkultur.

 

SuedLese 2021

ausnahmsweise online

Was ich am 1. April schrieb, war kein Scherz, darum wiederhole ich: Wer hätte das Anfang des Jahres gedacht bzw. für möglich gehalten? Ich jedenfalls nicht! Und dennoch gehen die Literaturtage an den Start. Mangels Planungssicherheit während der Pandemie gibt es in diesem Jahr Plan B: ein Hybrid-Konzept, gefördert von der Kulturbehörde.

Es wird den ganzen Juni lang Lesungen geben! Da die meisten online stattfinden und damit barrierefrei sind, sind sie sogar inklusiver als sonst, weil mobilitätseingeschränkte Menschen teilnehmen können.

Ich für meinen Teil habe mir anlässlich der außergewöhnlichen Umstände etwas Besonderes einfallen lassen. Mein Motto:

Lesen und lesen lassen

Wolf Puschmann wird mit sonorer Stimme Kolumnen meines Alter Egos Sophie Selbst-Zweifel vorlesen. Und Musiker Guido Plüschke wird für Abwechslung im Programm sorgen. Derweil kann ich die Füße hochlegen.

Wenn die Lesung zu Ende ist, bietet ein Live-Chat Gelegenheit für persönlichen Austausch. Ich hoffe auf zahlreiche Zuhörer*innen und Gäste an den Bildschirmen zuhause.

P.S.: Mein Termin ist am 27. Juni, also ab in den Kalender, 18 Uhr vormerken.

 

 

 

Motive meiner Bilder-Sprache: Besinnlichkeit, Reflexion und Humor.