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Mal versuchen

mir schwebte etwas vor

Ich wollte jene Morgenstimmung malen, die mich schon so oft verzauberte. Der erst milchige Schein,  der zum gleißenden Licht wird.  Die feuchte Wiese, die sich in Nebel hüllt.

Bis ihr Geheimnis von der Kraft der Sonne gelüftet wird, zeichnen sich nur einige Gräser in nächster Nähe ab. Sie stehen vordergründig für eine gewisse menschliche Kurzsichtigkeit und verweisen auf eine größtenteils unsichtbare Weite.

Mir scheint, als deute sich ein tiefer Sinn an.

Langsam nimmt alles Gestalt an.

Leben heißt Wandel.

Alles erscheint vorübergehend auf der Bildfläche und löst sich am Ende vermutlich einfach wieder in Wohlgefallen auf.

 

 

Schattierungen

Schnittmenge vom Glück hoch 2  im Quadrat

Beim Betreten des Ausstellungsraumes in der MSH fiel mein Blick sofort auf ein großformatiges Werk, das mich magisch anzog.

Es schien dezent zu glitzern und ich meinte, Wasser über eine Schieferwand laufen zu sehen. Wie ein überdimensionaler Zimmerbrunnen wirkte sein Anblick erfrischend und wohltuend wie einen Bach.

Der Effekt fließendender Bewegung entstand durch das Licht- und Schattenspiel scheinbarer Reflexionen.

Die Besucher traten näher, um das Geheimnis des schönen Scheins zu ergründen. Kein Wasser, nur Lichtpunkte, die sich bewegten wie Reflexe von Sonne oder Mond.

Das große Ganze bestand aus vielen Quadraten  mit leicht gewellter Oberfläche in allerlei Grautönen. Auf diese Fläche wurden die hellen Punkte projeziert, mit erstaunlicher Wirkung.

Für mich war es ein gleichzeitig anregendes als auch beruhigendes  Highlight.

Danke, Helen Berning, für das Erlebnis mit diesen „Reflexionen“, denen ich noch eine Weile nachspüren werde.

 

 

 

 

 

nebulös

3falt³

Ich hatte mich schon im Nebel zurechtgefunden, um im diffusen Licht zu tanzen. Die Musik wurde von Kim Senger aufgelegt, nachdem das famose Konzert von Sven Panne mit Liedern von Rio Reiser beendet war.

Als Anne Flad mich mittendrin fragte, ob sie schnell meinen Schattenumriss skizzieren dürfte,  stand ich kurz Modell. Dann machten wir erst einmal wieder alleine weiter. Sie malte, ich tanzte.

Ich fand die Beobachtung interessant, dass sie meinen Schatten anschließend noch spiegelte. In dieser Darstellung erkannte ich mich sofort wieder. Und weil ich sowieso gerade in Bewegung war, bot es sich förmlich an, über die eigene Grenze zu hüpfen.

Vielleicht würden später andere unachtsam auf meinem Abbild herumtrampeln, deshalb spielte ich einen Moment mit dem Begriff Denk-MAL-Schutz.

Doch was wirklich zählte, war das Erlebnis gegenseitiger Inspiration. Mit Musik, Gesang, Tanz und Schattenspiel. Ganz im Sinne der 3falt.

     

 

 

Gong

Generation Z

Was kommt nach Z? Ein Neuanfang wie bei mir?

Mit dem nächsten Gongschlag ist es… Zeit!

A erscheine ich dann als Anfängerin genau im richtigen Augenblick auf der Bildfläche, und B finde ich hoffentlich noch rechtzeitig den Anschluss.

Diesen für mich historischen Moment habe ich jedenfalls im Bild festgehalten: Mein erstes Smartphone-Foto.

Das wiederum lädt dazu ein, noch ein wenig damit herumzuspielen… und mich zu fragen: Ist es eine erste Sternstunde oder Licht am Ende des Tunnels?