kurzweilig

Abendprogramm

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Wegen einer Veranstaltung wollte ich mit Bus, Bahn und nochmal Bus nach Jesteburg zur „Mojos Lounge Bar“. Meine erste Station war der Harburger Bahnhof, wo ich Zeugin einer In-Gewahrsam-nahme wurde.

Das gehört thematisch gar nicht hierher, aber vielleicht kann ich den Bogen weit genug spannen, um es trotzdem hier anzubringen.

Ich geriet in eine kunterbunte Szene, viele Heimkehrer vom Schlagermove, alle in schrillen Outfits, bis auf einen auffälligen jungen Mann, der sich möglicherweise vor Begeisterung die Kleider vom Leib gerissen hatte, um sich in seine Alkoholfahne zu hüllen.

Er legte sich mit der Polizei an, mit nacktem Oberkörper und halb über dem Gesäß hängender Hose – unklar, ob aus Nachlässigkeit oder Modebewusstsein.

Er stänkerte so lange herum, bis bei den Beamten die Hutschnur riss und sie ihn zu Boden rangen, das ging ruckzuck. Eine kleine Lektion in Sachen staatliches Gewaltmonopol.

Die Zugfahrt selber verlief friedlich. Die Waggons waren prall gefüllt mit guter Laune und allerlei Leuten, die für alkoholhaltige Atemluft sorgten. Selten sah ich so viel Polyesterfasern auf einen Haufen.

Planmäßig und beschwingt kam ich am Bahnhof in Buchholz an und bestieg die Überführung. Doch wo musste ich dann lang, um zum Bus zu kommen? Links oder rechts?

Mangels wegweisender Hinweisschilder fragte ich klugerweise Passanten, die allerdings auch überfragt waren. Sie rieten auf´s Geratewohl mehrheitlich zu jener Richtung, die sich dann als die falsche herausstellte.

Dieser Irrtum hatte zur Folge, dass ich zu spät die andere Seite erreichte. Der Bus hatte leider nicht auf mich gewartet. Ich fragte noch einen Taxifahrer nach einem Sonderangebot.

Doch 25 € waren mir zuviel des Guten. Also no go to Mojo. Ich fuhr heim. Der Rückweg verlief ohne besondere Vorkommnisse, dafür fuhr meine Bahn Stunden früher als geplant.

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