Archiv der Kategorie: Blogbuster

Flow

ziemlich schnell

Nach dem langen kulturellen Stillstand nimmt die Energie jetzt wieder Fahrt auf.  Bloß nichts überstürzen, denke ich hin und wieder. Immer schön am Ball bleiben, aber gemütlich.

Nur, wenn´s Spaß macht, geht es halt manchmal mit mir durch. Gute Einfälle sind eben mitreißend. Dann wünsche ich mir neben angemessener Flexibilität eine gute Verwurzelung, damit ich nicht abdrifte.

 

 

poetische Ader

vielschichtig

Wenn man sich meine Seite anschaut, könnte man den Eindruck gewinnen, dass ich kein Konzept und keine Zielgruppe habe. Richtig. Ich mache einfach, was mir einfällt, mich anregt oder berührt.

Dabei kommt eine ansehnliche Mischung heraus, die Einblick gewährt in das, was mich beschäftigt. Mal sind es Streifzüge in der Natur, mal Krisenbewältigung, mal Projekte, die mich begeistern.

Just jetzt fühle ich mich wie eine Wiese voller Krokusse. Denn vielerorts lassen sich kreative Knospen blicken. Und wie bei einem Puzzle fügt sich vieles wie von selbst in einen größeren Zusammenhang und ergibt einen hübschen Teppich, auf dem ich bleiben und am liebsten abheben möchte.

 

frühlingsfrisch

Wetterwechsel

Der Kreislauf des Lebens hat sich einmal um sich selbst gedreht und kommt langsam wieder beim Frühling an. Jetzt bloß nicht übermütig werden! Genau in dieser ersten Phase, wenn die Temperaturen steigen und ich in jeder Jacke schwitze oder friere, ist die Gefahr am größten, mich zu erkälten.

Die frische Luft tut gut, die Sonne lockt nach draußen. Die Wärme kommt im Herzen an. Im Wald leuchten noch die Herbstfarben welker Blätter am überwiegend kahlen Geäst.

Lange wird es nicht mehr dauern, bis die Knospen sprießen und erstes frisches Grün sich zum Vogelgezwitscher gesellt. Bis dahin weiden sich die Augen an Moosteppichen.

Nachlese

dem Winter auf der Spur

Es ist ein wenig so wie im Frühling. So viele Blätter und Blüten sah ich schon sprießen, und doch ist es immer wieder eine Sensation! Und weil Schnee und Eis ebenfalls nur selten oder für kurze Zeit zu sehen sind, wohnt auch diesem Anblick ein besonderer Zauber inne.

Himmelblau und Wolkenweiß oben, blendend weiße Schneedecke und bläuliche Schatten unten.

Ein hübsches Geflecht aus kühlen, ruhigen Winterfarben.

 

 

 

 

 

 

Rottöne

der Sonne schöner Schein

Es gibt Bäume, die leuchten im Winter in warmem Rot, wenn sie von der Sonne angestrahlt werden. Letztes, verwelktes, braunes Laub an den Zweigen.

Oder die Rinde der Stämme verfärbt sich im Morgen- oder Abendrot.

Trifft dieser Farbton auf die Netzhaut, wird mir gleich wohlig warm um´s Herz.

 

Erscheinungsbild

veränderlich

Während das Wasser gefriert, scheint die wärmende Sonne. Das Wetter hat die letzten Tage mehr als einen Hauch von Winterzauber verbreitet. Es war einfach himmlisch.

Und eiskalt.

Wenn die Eisschollen auf der Elbe treiben, am Ufer und an den Steinbuhnen hängenbleiben, schichten Ebbe und Flut die Eisscheiben auf und um.

Das Wasser erstarrt vor Kälte. Doch es formen sich immer neue Gebilde.

 

 

 

 

 

Puzzle-Glück

spielerisch

Zu Beginn steht die Auswahl eines stimmigen Motivs, zu dem ich eine Verbindung habe; außerdem sollte es weder zu leicht noch zu schwer und schön ansehnlich sein, egal ob selbstgemaltes Bild oder eine Fotografie.

Dann fange ich an, dem Ganzen seinen Rahmen zu geben, das bietet Orientierung und erleichtert das weitere Vorgehen. Danach folgen die anderen Einzelteile, die sich zusammenfügen lassen.

Dabei ist achtsames Schauen, ein wenig Glück und viel Geduld gefragt. Der Fokus liegt auf einem einzigen Detail, das seinen Platz finden soll.

Mal suche ich nach einem bestimmten Teil, das von Form und Farbe passen könnte. Mal halte ich ein Teil in der Hand und frage mich, wo es wohl hingehört.

Puzzlen hat meditativen Charakter. Sehr konzentriert und gleichzeitig in entspannter Hingabe, die alle anderen Gedanken zum Schweigen bringt.

 

 

 

Projekt Paul

unausgereift

Kreativen Prozessen sollte man Spielraum lassen und nichts über´s Knie brechen wollen. Gut Ding will Weile haben, wie man so schön sagt. Also in Geduld üben. Vertrauen haben. Ruhe geben.

„Ich möchte ein Eisbär sein!“ ist der Ohrwurm, den ich seit zwei Tagen höre und parallel dazu stormt es in meinem Brain vor sich hin. Ich versuche, mich ins Zentrum dieses Geschehens zu begeben, das Auge des Hurrikans zu sein, um zu beobachten.

Eines ist mir just klar geworden: Das Projekt Paul tut mir gut, und ich möchte es nicht mit dem Ehrgeiz zu einer erfolgreichen Realisierung unter Druck setzen. Dass es sich vielversprechend anfühlt, ist die bessere Antriebsfeder, leicht und locker, denn die Gedanken-Spielereien machen Spaß und wirken anregend.