Libelle

hübsch, aber flugunfähig

Libelle

Zum Abheben fühle ich mich heute zu schwer. Etwas flügellahm hocke ich hier und sinniere. Vielleicht liegt es am schwülen Wetter und den langen, umständlichen Wegen, die hinter mir liegen.

Am Donnerstag lief ich geschwind und noch dazu mit einer Blase am Fuß nach Heimfeld, weil ich zugesagt hatte, bei einer virtuellen Lesung mitzumachen und spät dran war. Ich kam noch rechtzeitig, aber schweißgebadet dort an.

Die Tage darauf schwitzte ich in Bus und Bahn weiter, weil mich meine Wege nach Hamburg Ost und Mitte führten und noch länger wurden wegen Gleisbauarbeiten zwischen Wilhelmburg und Hammerbrook. Schienenersatzverkehr. Es ging heiß her.

Doch die weiten Wege haben sich allemal gelohnt. Ich besuchte ein Sommerfest in Wellingbüttel und lernte liebe Leute kennen und hatte gestern eine Verabredung mit einer Künstlerin in ihrem Atelier in Altona.

Ich bewunderte erneut deren Arbeiten, die ich bereits von einer Ausstellung kannte und die der Grund dafür sind, dass ich sie kennenlernen wollte. Ich liebäugele damit, mir eines zu kaufen.

In wenigen Wochen wird sich entscheiden, ob ich etwas zu feiern habe. Könnte ich mir ein größeres Geschenk machen als ein Bild, das mich in seinen Bann zieht und meine Seele atmen lässt?

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