Alle Beiträge von Sonja Alphonso

stimmungsvoll

intensiv

Annähernd wie früher. Ich erlebte einen Tag mit buntem Programm, der mich fast vergessen ließ, was ich seit über einem Jahr an Unbeschwertheit schmerzlich vermisse.

In Moorburg genoss ich Kunst & Kirschen, schönes Wetter und eine heitere Atmosphäre, gute Laune und Gespräche.

Abends fuhr ich nach Scharmbeck zum Live-Konzert mit Nils Kercher und Kira Kaipainen. Auch dort oben auf dem Berg inmitten der Natur war eine ausgezeichnete Stimmung.

Im wahrsten Sinne des Wortes klang ein toller Tag bemerkenswert aus. Es war ein intensives Erlebnis, das ich zu meiner großen Freude mit einigen guten Bekannten teilen konnte.

Ein traumhafter Kultursommertag. Nach der langen, entbehrungsreichen Zeit bekommt er von mir das Prädikat „besonders wertvoll“!

 

Streberin

Erfolg-Los

Ich will immer mein Bestes geben. Das ist mein Schicksal. Eines, das verbunden ist mit Hülle und Fülle sowie Losigkeit. So möchte ich den Zustand nennen, der mich immer mal wieder heimsucht.

Allerdings weiß ich aus Erfahrung, dass ich die scheinbare Abwesenheit von Elan nicht überbewerten sollte. Oder gar nicht. Denn es ist ja nur eine Phase, wie Schlafen. Ein stilles Kraftschöpfen.

Zu gegebener Zeit werde ich wieder Tatendrang spüren und vielleicht mit etwas Stolz auf das blicken, was ich im Trüben fischte.

 

Vorher / Nachher

viel von allem

Für die Veranstaltung mit anschließendem Live-Chat war die Aufzeichnung in ein Zoom-Meeting eingebettet. Um ein Haar hätte ich als Autorin nicht daran teilnehmen können. Mal wieder die doofe Technik bzw. deren laienhafte Bedienung mit entsprechenden Fehlfunktionen , die kein Mensch versteht – wenn er nicht gerade in der IT-Branche tätig ist.

Das Schicksal spielt offenbar gerne Streiche und stellt uns auf die Probe, wie wir damit umgehen. Fangen wir laut an zu fluchen… oder leise? Werfen wir das Handtuch? Oder schaffen wir es doch, dem ganzen Theater etwas abzugewinnen, wenn wir das Problem erst hinter uns gelassen haben?

Es erinnert mich an unschöne Urlaubserlebnisse, die einen in dem Moment an den Rand des Nervenzusammenbruchs brachten – obwohl man dort gar nicht hinwollte -, doch im Nachhinein die besten Stories abgaben. Mit ein wenig emotionalem Abstand wird das Leben mit seinen unerwarteten Herausforderungen immer wieder zum Abenteuer.

Statt mich mit den Haaren in der Suppe aufzuhalten, möchte ich lieber den Köchen und Köchinnen danken, die das wärmende Mahl erst möglich machten, und auch den lieben Gästen für die gesellige Runde.

Das Komm du möchte im Herbst nochmal eine Live-Lesung ansetzen: mit Wolf und Guido und mir. Und ich denke: Ja, NACH der Lesung ist VOR der Lesung. Und ich bin neu motiviert, selber zu lesen und zu schreiben.

Zwischenzeit

Abschied und Ankunft

Das Wesen der Einmaligkeit. Der Nabel der Welt scheint zu wandern. Wo wir uns aufhalten, bestimmt die Perspektive. Während ich hier stehe, geht woanders das Leben weiter. Natürlich ohne mich, denn ich bin ja diesseits.

Das Abreisen ist immer verbunden mit einem anderwo ankommen. Was wir hinter uns lassen, begleitet uns jedoch als Erinnerung. So entsteht ein gelebtes Leben voller Erfahrungen und unterschiedlicher Ansichten.

Zeit

Urlaub vergeht wie im Flug

Anfangs hat man vermeintlich Zeit ohne Ende. Jedenfalls liegt der Schluss außerhalb des Bewusstseins. Man lebt unbeschwert in den Tag hinein, auch in den nächsten und übernächsten.

Doch dann kommt das Bergfest und die Stunden legen einen Zahn zu. Eine Wolke schiebt sich vor die Sonne, überschattet die zweite Hälfte mit Kopfrechnen, weil man Tage subtrahiert, die einem nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die Zeitverknappung nimmt Fahrt auf. Das Ende kommt unausweichlich auf einen zu, dann ist es nah. Nur noch eine Gnadenfrist, bevor man seine Koffer packen muss.

Das ist der Lauf der Dinge. Auch im Leben. Auch ab der Mitte drängt sich die Vergänglichkeit ins Bewusstsein. Nur mit dem Unterschied, dass man das Abreisedatum nicht kennt und das letzte Hemd keine Taschen hat. Vielleicht macht das den Abschied leichter.

Geräuschkulisse

Lautstärke

Das Meer verursacht eigentlich einen ähnlichen Lärmpegel wie eine vielbefahrene Straße. Das Hintergrund-Rauschen wird in Intervallen vom Donnern brechender Wellen ergänzt. Doch das Getöse wirkt stark beruhigend.

Warum, frage ich mich, hat Verkehrslärm durch Kraftfahrzeuge nicht eine ähnlich meditative Ausstrahlung?

 

Wolken

nichts gegen einen blauen Himmel

Mit einigen Wolken ist er mir jedoch fast noch lieber. Ich sehe ihrem Dahintreiben gerne zu. Wie sie sich immer wieder zu neuen Formationen ordnen und Muster in den Himmel malen.

Außerdem faszinieren die Licht- und Schattenspiele. Ich könnte stunden-, tage-, lebenslang dem Treiben zusehen und selber ein wenig vom Schwebezustand träumen.

Ist das nicht irre?! Dass das alles Wassermoleküle sind? Egal, ob zu Eis gefroren, flüssig oder verdampft…

Ein Element, das sich den Traum vom Fliegen erfüllt.

Seifengebläse

Schaumstrand

Träume sind Schäume, heißt es. In echt übertrifft dieser Strand mit seinem Treibgut alles, was ich mir bisher vorstellen konnte.

Tatsächlich argwöhnte ich, es müsse sich wohl um Umweltverschmutzung handeln. Umso größer war darum die Erleichterung, als ich erfuhr, dass es ein natürliches Phänomen ist. Seither halte ich es für das Sahnehäubchen am Traum von Strand.

 

 

Schaumbad

Naturschauspiel

Das Meer schäumte. Und wie!

Was aussieht wie Seifenschaum einer übergelaufenen Waschmaschine, ist natürlichen Ursprungs. Ein Algen-Abfall-Produkt.

Während eines biologischen Abbauprozesses werden Eiweißstoffe von Algen  freigesetzt und diese von Wind und Wellen aufgeschlagen, bis eine feine Crema entsteht, die sich schließlich geschmeidig an den Strand ergießt.

Und an Land geht das ungewöhnliche Schauspiel weiter, nämlich wenn der Wind mit dem Schaum spielt, ihn vor sich hertreibt, Flocken herauszupft, in die Luft wirbelt und diese dann als Schaumkügelchen über den Strand kullern.

Alles erinnert an das kindische Vergnügen in der Badewanne, wo ein Knie zur Insel wurde.