Alle Beiträge von Sonja Alphonso

Wünsche

wenn ich eine Fee sehe

… werde ich mir wünschen, dass alle diese schwierige Zeit gut überstehen. Das Virus zieht das ganze soziale und kulturelle Gefüge in Mitleidenschaft.

Aber es gibt auch Hoffnungsschimmer. Beispielsweise fiel er heute früh durch den Schlafzimmervorhang. Und wie man sieht, war er nicht alleine, sondern erschien als schönes Vorbild in Sachen Solidarität.

SuedLese

Glück gehabt

In Anbetracht der Umstände kann ich mich glücklich schätzen, dass meine Lesung so gut besucht war.

Auf den Literaturtagen im Harburg liegt nun ein schwerer Schatten. Veranstaltungen werden reihenweise abgesagt und ich bange mit den Orten der Worte, dass sie diese schwierige Zeit überstehen mögen.

 

Bühnenbild

Bilder und Sessel im Dialog

Es wurde eine stimmige Tandem-Lesung. Ursprünglich wollte ich den Bildern die Bühne überlassen und mich davor setzen. Aber es kam anders.

Damit man mich sehen und auch besser verstehen kann, sollte ich dann doch dort oben Platz nehmen. Mit schön sonorer Stimme wurde ich tatkräftig von Wolf Puschmann unterstützt, der sich darauf vorbereitet hatte, mich im Fall der Fälle zu vertreten.

Ich dachte mir, es wäre ja mal interessant, meinen eigenen Gedanken zu lauschen. Er verlieh den Texten einen anderen Klang, der in seiner Tiefe beim Publikum sehr gut ankam.

So stellten wir nach der Pause einen zweiten Sessel auf die Bühne, um die restliche Lesung Seite an Seite zu bestreiten und uns abzuwechseln. Mir hat das ausgesprochen gut gefallen, eine vielversprechende, neue Erfahrung.

Sogar die Sessel harmonieren mit den Bildern, als hätten es bis ins Detail geplant…, dabei entstand der Umbau spontan und natürlich.

 

Aktuelles

 kann meine eigenen Gedanken lesen

Selbstverständlich ist das nicht. Bis vor kurzem war ich krank und mir nicht sicher, ob ich rechtzeitig für meine eigene Lesung bei der diesjährigen SuedLese auf der Matte stünde.

Der Genesungsweg war lang, und es gab leider keine Abkürzung. Ich hoffte inständig, dass ich fünf vor drei doch noch so weit zu Kräften käme, dass ich wenigstens im Sitzen zu meinen Schwächen stehen kann: Denken und Schreiben, vereint zu Kolumnen mit Tiefgang, nachher vorgetragen im Komm du, 15 Uhr, gegen Spenden in die Hutkasse, damit ich mir Nudeln und Klopapier kaufen kann.

Venus

AD

Gestern startete die SuedLese mit Gabriele Borgmann im Komm du. Sie las und erzählte die Geschichte ihres Debüt Romans „Venus AD“. Ihre Protagonisten  sind der berühmte Künstler Albrecht Dürer und die Doktorandin Nele Rosenbach.

Die Einblicke, die die Autorin den Gästen ihrer Lesung in kunsthistorische Zusammenhänge gewährte, und die Spannung rund um den Raub eines Originals, das Geschichte schrieb, nahm uns mit auf eine abenteuerliche Zeitreise.

Vielen Dank für diesen kurzweiligen und hochinteressanten Abend! Und nun werde ich lesen… Zum Glück ergatterte ich das einzig verfügbare Exemplar von „Venus AD“.

Schade

schade, schade

Nun habe ich erfahren, dass eine Lesung nicht stattfinden wird, auf die ich mich vorfreute, nämlich die von Ina Bruchlos. Die HASPA lässt derzeit keine Veranstaltungen oder Besprechungen mit mehr als 20 Personen zu.

Türsteher, die darauf achten, dass sich nicht mehr als 20 Kunden gleichzeitig in der Sparkasse aufhalten, habe ich jedoch noch nicht ausgemacht…

Mir tut es sehr leid für die Autorin und alle, die sich auf sie gefreut haben. Das läuft ein bisschen auf Selbstmitleid hinaus, aber nun ja… Ich bin nicht alleine, die SuedLese leidet auch.

Hoffentlich werden nicht noch mehr Orte der Worte der Angst vor dem Corona-Virus zum Opfer fallen.

Vorfreude

vor der SuedLese

Im Vorfeld suche ich mir immer einige Autorinnen und Autoren aus, mache mich ein bisschen schlau, worum es in ihren Büchern geht, lasse mir Fragen einfallen und diese beantworten.

Die daraus entstehenden Beiträge werden auf der SuedKultur-Website veröffentlicht, um Neugierde auf die Lesungen zu wecken.

Natürlich kann ich nicht alles lesen, was diejenigen geschrieben haben, mit denen ich ein Interview mache. Soviel Muße habe ich leider nicht. Aber bei meinen Recherchen gibt es immer wieder welche, die mich dazu verleiten, ihr Werk wirklich zu lesen.

Ina Bruchlos´ „Nennt mich nicht Polke“ und Tomas Blum „Wofür wir uns schämen“ waren es dieses Mal – und Gabriele Borgmann´s „Venus AD“ steht noch auf meiner Wunschliste. Doch bei ihr werde ich einfach die Lesung morgen, am 05. März im „Komm du“ abwarten und beim Zuhören entscheiden, ob ich das Buch ganz lesen möchte.

Das von Tomas Blum lese ich jedenfalls gerade ein zweites Mal, weil es anspruchsvoll war. Nun, da ich die Geschichte kenne, verstehe ich besser und kann seinen Schreibstil genießen.

Special

denkwürdiges Datum

Heute, so will es der Zufall, den ich vorausschauend manipulierte, heute also, am 03.03.2020 erscheint mein 1.111. Blog!

Was hat das zu bedeuten? Nicht mehr und nicht weniger als eine hübsche Summe an Beiträgen, zusammengestellt aus Texten und Bildern, die mich beschäftigen.

Ich möchte dieses Ereignis würdigen und zum Ausdruck bringen, wie dankbar ich dafür bin, durch diese sinnliche Reflexion Seelenfrieden zu finden.