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Live

Energiefluss

Die Stimmung ändert sich gerade. Nach einer zähflüssigen Zeit fängt eine andere Energie wieder an zu fließen. Live Begegnungen in einem bestimmten Umfeld lösen den Stau in meinen Adern.

Wenn die Kultur wieder Fahrt aufnimmt, hat das nichts mit Tempo zu tun, sondern mit dem Aufleben vitaler Kräfte.

Die von Anja Schwennsen ins Leben gerufene „Lesung unterm Kirschbaum“ war ein Genuss und Vorgeschmack auf weitere persönliche Erlebnisse bei kulturellen Veranstaltungen.

Dass ich das Buch „Ein anständiger Mensch“ schon gelesen hatte, wurde mir erst vor Ort bewusst. Umso größer die Freude, dem Schriftsteller Jan Christophersen persönlich zu lauschen.

Auf dem Heimweg gab es noch ein Highlight: die Abendsonne, die in den Wald leuchtete.

 

Wälzer

schwere Lektüre

Ob ich das Buch mal auf die Waage lege? Knapp 800 Seiten hat der Roman, den ich interessehalber lesen möchte. „Schau heimwärts, Engel“ von Thomas Wolfe.

Bei dieser Gelegenheit fällt mir ein, warum ich in der Vergangenheit dicke Bücher eher vermieden habe. Sie sind unhandlich! Besonders anfangs und zum Ende hin. Es hat die Tendenz zum Zuklappen. Da heißt es gegensteuern und festhalten!

Aber da muss ich jetzt durch. Lesen stärkt Geist und Muskulatur!

P.S.: Der literarische Schinken wiegt 777 g. Wenn das kein Zufall ist!

Geschenk

Das Alphabet des Denkens

Da hat jemand meinen Geschmack getroffen! Danke, Diether.

Es geht im ersten Teil des Buches darum „Wie Wörter wirken“, um die elementare Kraft von Sprache, nicht nur im Großen und Ganzen, sondern bis ins Kleinste.

In jedem Buchstaben nistet ein Laut, ein sinnlicher Ausdruck, eine Frequenz. Der erzeugte Klang wird mit Inhalten assoziiert.

Eine gedankliche Forschungsreise in die  Macht der Laute, die Macht der Bilder und die Macht der Gefühle.

 

Aura

Kunst als Sprache der Intuition

So lautet der Titel von dem jüngst veröffentlichten Buch von Ulrike Hinrichs. Es ist eine gehaltvolle Lektüre und steckt voller Aussagen, die mir aus der Seele sprechen.

z. B.:

„Das Individuum geht in Resonanz mit dem wissenden Feld und vice versa. Felder und Gedankenformen nähern sich einander an, überlappen sich und verschmelzen miteinander, beschreibt es Wallner.“ (…)

Jedes System, auch der Mensch, ist ein schwingendes System. Der Mensch ist Teil des universellen Energiefeldes. Er tritt je nach Eigenschwingung in Resonanz mit kollektiven bzw. universellen Feldern.“

Gestern sah ich eine ähnliche Verschmelzung wie auf dem Bild von Anne Beecken am Abendhimmel. Das leuchtete mir sofort ein.

ungläubig

Wunder gibt es

Wenn das nicht DIE Nachricht schlechthin ist! Ich bin ein bisschen sprachlos, wünsche mir, dass mich jemand kneift.

Eine Verlegerin hat mir ein Angebot gemacht, ein wirklich gutes – soweit ich das beurteilen kann. Sie will das, was alle Verleger wollen: ein Buch verlegen. In diesem Fall meines. Unglaublich!

Noch im Freudentaumel fühle ich mich gekniffen und stelle fest, es war ein Scherz. April, April! Das hat richtig Spaß gemacht, mich hinein zu schicken.

Für ein Körnchen Wahrheit verlege ich jetzt mein Buch und werde mich später nicht mehr erinnern, dass ich es in der obersten Schublade vor mir verstecke.

Vielleicht suche und finde ich zu Ostern wieder, denn ich möchte die Feste traditionell feiern, wie sie fallen.

leichtes Spiel

 Autogramme im Hasenmeisterwerk

Anlässlich der Lesung des diesjährigen Hamburger Gastes in der KulturWerkstatt Harburg ließ ich mir von Tilman Strasser seinen Roman signieren und erstand ein zweites Exemplar mit Autogramm, das ich zu gegebener Zeit verschenken werde.

Der Abend war großartig. Der Autor las zunächst den Anfang eines neuen Romans, auf dessen Erscheinen ich mich ab sofort ungeduldig vorfreue, weil es mir sehr gut gefallen hat. Typisch Tilman Strasser: Glänzende Passagen, die sich schriftstellerisch vom Einerlei abheben, als wären sie mit Leuchtmarker geschrieben.

Es folgten Auszüge aus dem Debüt-Roman, den ich schon kenne. Recht gut sogar, weil ich ihn gleich zweimal hintereinander gelesen hatte.

Dann gab er noch ein paar Blogbeiträge zum Besten, die er während seines Aufenthaltes in Hamburg geschrieben hatte.

Das war ein sehr kurzweiliger, geistreicher und amüsanter Abend. Schade, dass seine Zeit bei uns sich dem Ende neigt. Von mir aus kann er gerne bleiben, um unsere literarische Landschaft zu bereichern. Gute Leute kann man immer gebrauchen.

 

Tanz in den Mai

„Dunkler als erlaubt“

Leona

Einer inneren Stimme folgend besuchte ich am 30. April die KulturWerkstatt, um Leona Stahlmann anzuhören. Schon ihr Foto im Programmheft der SuedLese hatte mich angesprochen und der Text meine Neugier geweckt.

Es war der letzte der Harburger Literaturtage und zum Niederknien. Es war, als hörte ich anspruchsvolle Musik, die etwas in mir zum Klingen brachte, die ich aber nur ansatzweise verstand. Das weckte Sehnsucht nach ihrem Buch, um das gesprochene Wort nachlesen zu können.

In der Pause versuchte ich, meine sprachlose Begeisterung in Worte zu fassen. Diese Lesung glich einer gehaltvollen Pralinenschachtel, die meine Geschmacksknospen überforderte.

Ich würde so gerne das Buch in Händen halten, um Stück für Stück zu genießen und Satz für Satz tiefer eintauchen in die Sprache. Eine Perle, ein Schatz, der noch gehoben werden muss, denn das Buch ist noch nicht erhältlich. Sonst wäre ich jetzt damit beschäftigt, es zu lesen, statt hier etwas Unsagbares beschreiben zu wollen.

Hoffentlich findet die vollzeitbeschäftigte Autorin neben ihrer Arbeit bald die Muße, sich weiter ihrer Schriftstellerei zu widmen und das Buch zu vollenden.

Meine Geduld sagt mir: Das Warten lohnt sich.

Leona Stahlmann