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Antrieb

geballte Energie

Gestern war ein guter Tag zum Schreiben.

Ich merke einmal mehr, dass es mir guttut und nach dem gleichen Prinzip funktionieren kann wie der sprichwörtliche Appetit, der beim Essen kommt. Während des Schreibens fallen mir passende Wörter und Formulierungen ein. Der Text schreibt sich von allein. Mit der ihm eigenen Kraft des  Ausdrucks.

Kunsttherapie II

Thema 2:  Baum

Die Intuition findet die richtigen Formen und Farben, um etwas zum Ausdruck zu bringen. Durch die Betrachtung wird meine Innenwelt sichtbar und gibt mir viel zu verstehen.

Der Stamm ist schmal, die Wurzel auch. Umgeben von Düsternis liegen wie Schamlippen traumatische Erfahrungen unterirdisch begraben. Aus dem Grund steigen Tränen auf.

Mühsames Wachstum. Ein Ast verweist auf eine Weggabelung, er ist so stark wie der Stamm, dann knickt er ein, fängt sich, schraubt sich wieder empor und findet Anschluss an die Krone aus Licht und Leichtigkeit.

Oben, aus dieser Fülle heraus, zeigt sich ein akuter Durchhänger, durchtränkt von einer Traurigkeit, die die Kurve kriegt. Es geht wieder aufwärts und findet Anschluss an einen weitschweifigen, aber wichtigen Umweg, der schließlich wieder zum Licht führt.

Mit dem  roten Ei assoziiere ich eine Energiequelle. Sie scheint wie auf einer Schaukel auszuruhen.

Vielleicht ist es aber auch ein wunder Punkt, der umhüllt wird. Und ich frage mich, ob es einen Zusammenhang gibt, zwischen den Wellen aus Wut und Traurigkeit im Hintergrund gibt.

Special

denkwürdiges Datum

Heute, so will es der Zufall, den ich vorausschauend manipulierte, heute also, am 03.03.2020 erscheint mein 1.111. Blog!

Was hat das zu bedeuten? Nicht mehr und nicht weniger als eine hübsche Summe an Beiträgen, zusammengestellt aus Texten und Bildern, die mich beschäftigen.

Ich möchte dieses Ereignis würdigen und zum Ausdruck bringen, wie dankbar ich dafür bin, durch diese sinnliche Reflexion Seelenfrieden zu finden.

Geschenk

Das Alphabet des Denkens

Da hat jemand meinen Geschmack getroffen! Danke, Diether.

Es geht im ersten Teil des Buches darum „Wie Wörter wirken“, um die elementare Kraft von Sprache, nicht nur im Großen und Ganzen, sondern bis ins Kleinste.

In jedem Buchstaben nistet ein Laut, ein sinnlicher Ausdruck, eine Frequenz. Der erzeugte Klang wird mit Inhalten assoziiert.

Eine gedankliche Forschungsreise in die  Macht der Laute, die Macht der Bilder und die Macht der Gefühle.

 

Politikwechsel

Stimmrecht

Ich freue mich z. T. über die Wahlergebnisse, die für Verschiebungen sorgt, zum anderen Teil bleibt meine Freude verhalten. Was gewonnen wurde, wird erst die Zukunft zeigen.

In was bin ich da nur hineingeraten? Bisweilen frage ich mich, was mich da geritten hat, mich in dieser Form zu positionieren.

Erstens hatte ich im Vorfeld der Wahl eine lästernde Kolumne geschrieben, in der ich meiner Skepsis gegenüber Medienmacht  Ausdruck verleihen wollte und mich offenkundig missverständlich ausgedrückt hatte.

Denn das erste Mal (!) bekam ich einen Kommentar zu einer Kolumne über Facebook und geriet zugleich in Erklärungsnot. Meine Wortwahl war anscheinend nicht glücklich gewählt  und das Timing auch fragwürdig, weil impulsiv.

Ich versuchte dann so gut es ging, auf die Kritik einzugehen, und litt unter dem Gefühl, falsch formuliert zu haben. Rezo sei Dank, überdachte ich meine Ambitionen, politisch zu werden.

Und tappte gleich ins nächste Fettnäpfen. Was dabei herauskommt, wenn ich mich in einem Artikel am kommenden Samstag bei SuedKultur mit Ulrike Hinrichs solidarisiere, wird sich zeigen – oder auch ein Schattendasein führen.

Aber ich kann wohl nicht anders, als zu sagen und zu schreiben, was ich denke und fühle….

Das Leben ist eine einzige Baustelle.

 

 

 

hochinteressant

hochsensibel

Zur Zeit nehme ich an einem Workshop von Ulrike Hinrichs zum Thema Hochsensibilität teil. Im Habibi Atelier tauschen wir uns aus, kommen auf einen großen gemeinsamen Nenner und versuchen dann, auf unsere ganz eigene Art, persönliche Aspekte künstlerisch zum Ausdruck zu bringen.

Bei unserer Selbst-Darstellung setzen wir uns mit den Schwächen und Stärken unserer Wahrnehmung auseinander.

Seither inspiriert mich das Thema, und so machte ich mich auch zuhause ans Werk und schuf etwas aus einer Styroporverpackung.

Der Würfel bestand aus zwei Hälften, die ich miteinander verband und mit der Umverpackung verschachtelte. Den runden Hohlraum bedeckte ich mit Blattgold, das eckige Äußere umhüllte ich mit hauchdünnem farbigen Papier und fixierte es an einigen Stellen am Gehäuse.

Nachdem ich aus meiner Versunkenheit während der Beschäftigung auftauchte, betrachtete ich das Gebilde und dachte:

Voller Sehnsucht nach Leichtigkeit und auf der Suche nach Anknüpfungspunkten, um Ecken gedacht und Kanten gekurvt,  vielschichtig und dünnhäutig wie Blütenblätter.

Sehr empfindlich, ein wenig geknickt, manchmal verknüllt – das Leben in lauter, greller Umgebung eine Zerreißprobe?

Bei genauerem Hinsehen gibt es eine zwiegespaltene, aber  goldene Mitte. Befleckt mit dem Blut der Empfängnis.

Und ich bin offensichtlich immer noch Kind genug, mir Höhlen bauen zu wollen.