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Wortart

1003 Zeichen

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Ich wollte zur Fischhalle, um mir Autoren anzuhören, die  beim ersten „Wortart“ Festival Texte vortragen würden. Kurzfristig dachte ich: Warum nicht selber mitmachen? Und fragte nach, ob eine Teilnahme noch möglich wäre.

Ja, das ging. Nachdem ich mich husch-husch halbschlau gemacht hatte, wusste ich, dass eine Bedingung darin bestand, einen Text mit genau 1003 Zeichen zu verfassen, nicht mehr und nicht weniger.

Das war eine Herausforderung. Ich machte mich ans Werk und bekam es nach einigem Herumdoktern hin. Die Selbstzufriedenheit hielt nur kurz an, denn ich stolperte verspätet über das Thema des Tages: Liebe.

Ich feilte an einem neuen Text, der allerdings meine Liebe zu Bildern und Büchern zum Inhalt hatte. Da war ich bereits in Fahrt und schrieb noch einen dritten Beitrag.

Dann dachte ich mir, ich kann ja auch einfach NOCH was anderes machen und spielerisch eben jene Herausforderung beschreiben und beleuchten. Gesagt bzw. gedacht, getan. Wenn ich was anfange…, schreibe ich mich schnell fest.

Gut gerüstet ging ich zur Veranstaltung und bekam erst dort so wirklich mit, worum es ging, nämlich um Liebe im Zeitalter der Kurznachrichten. Deshalb auch 1003 Zeichen.

Bin ich zu alt, dass ich eine so lange Leitung habe? Egal, keiner hat´s gemerkt und ich konnte mich besser entscheiden, denn tatsächlich war ein Text bei meiner Auswahl dabei, der einen Bezug zum Thema hatte.

Mir hat das Format sehr gefallen und bei einer künftigen Teilnahme würde ich mich vorab besser informieren.

 

 

ausgedient

herzlicher Abschied

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Der Alltag verlangt uns vieles ab; allerlei Aufgaben erwarten uns und stellen Ansprüche. Ob Garten- oder Hausarbeit, Broterwerb im allgemeinen oder Einkäufe im besonderen: Die Liste der beruflichen und privaten Verpflichtungen ist meistens lang.

Früher war immerhin der Sonntag der Erholung geweiht, nach getaner Arbeit sollten die Menschen am 7. Tage ruhen. Das Abschalten und Entspannen scheint heutzutage schwieriger; trotz so vieler Möglichkeiten – oder gerade deshalb.

Aber Schwamm drüber; es würde in Arbeit ausarten, das hier und jetzt zu vertiefen.

Was ich euch eigentlich nur zeigen möchte, ist dieses Stillleben, das ich gestern zufällig in der Spüle entdeckte: eine Haushalthilfe mit Herz, ein Zeichen der Liebe und fast zu schade zum Entsorgen.

Aber hygienhalber musste ich mich doch von dem Teil trennen und sage mir: Abschiednehmen gehört zum Leben dazu. Doch bewahre ich eine wirklich schöne Erinnerung an die gemeinsame Zeit, bin dankbar für die tägliche, konStruktive Zusammenarbeit und den sehr berührenden Moment gestern, als mir der Topfschreiniger überraschend sein Herz schenkte.