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nebulös

3falt³

Ich hatte mich schon im Nebel zurechtgefunden, um im diffusen Licht zu tanzen. Die Musik wurde von Kim Senger aufgelegt, nachdem das famose Konzert von Sven Panne mit Liedern von Rio Reiser beendet war.

Als Anne Flad mich mittendrin fragte, ob sie schnell meinen Schattenumriss skizzieren dürfte,  stand ich kurz Modell. Dann machten wir erst einmal wieder alleine weiter. Sie malte, ich tanzte.

Ich fand die Beobachtung interessant, dass sie meinen Schatten anschließend noch spiegelte. In dieser Darstellung erkannte ich mich sofort wieder. Und weil ich sowieso gerade in Bewegung war, bot es sich förmlich an, über die eigene Grenze zu hüpfen.

Vielleicht würden später andere unachtsam auf meinem Abbild herumtrampeln, deshalb spielte ich einen Moment mit dem Begriff Denk-MAL-Schutz.

Doch was wirklich zählte, war das Erlebnis gegenseitiger Inspiration. Mit Musik, Gesang, Tanz und Schattenspiel. Ganz im Sinne der 3falt.

     

 

 

Selbst Darstellung

echt?

Um die Katze gleich aus dem Sack zu lassen: Philo Sophie Selbst-Zweifel ist eine reine Erfindung von mir. Ich mache mir zwar viele Gedanken in den Kolumnen beim Online Feuilleton TIEFGANG der Initiative Suedkultur, wage jedoch nicht zu behaupten, Gott und die Welt zu kennen.

Das macht nichts; Dafür habe ich andere Kontakte, und zwar in meinem persönlichen Umfeld.  Ich ließ meine Beziehungen spielen, um einen Sammelband herauszubringen. Er trägt den Titel Ansichtssache, wurde von awsLiteratur veröffentlicht und müsste in wenigen Tagen lieferbar sein.

Der Harburger Künstler Ralf Schwinge setzte mich ins Bild, weil ich ihn darum bat.  Jetzt kann ich Werbung damit machen, wie er mich sieht.

Das selbstgefällige Grinsen spricht für meinen Humor und steht mir besser als gramgebeugte Mundwinkel. Der Körper dient der Denkerpose.  Weil ich nichts anhabe, könnte ich mich ein wenig bloßgestellt fühlen, andererseits spricht auch einiges für die Andeutung der nackten Wahrheit.

Öffentlichkeitswirksam hängte ich vor kurzem den Deckmantel der Anonymität an den Nagel, und nun ist er weg. Für Garderobe wird in der Regel nicht gehaftet, das hätte ich mir denken können. Wenn ich eines Tages meinen Hut nehmen und verschwinden möchte, ist er hoffentlich noch da.

Aber ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass neben dem Original Nachahmungen in Umlauf sein könnten. Bei einer Gegenüberstellung erkennt man jedoch deutlich, dass es sich bei der rechten Abbildung um eine plumpe Fälschung handelt:

  • schwarz-weiß
  • heller, aber zu kleiner Kopf
  • gesichtslos
  • keine grauen Haare
  • fehlende Schrift