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Atelier im Kopf

feinstofflich

Ich erwachte aus tiefem Schlummer und malte in Gedanken ein großes Bild. Es enthielt Elemente von allem Möglichen bzw. zeichnete Prozesse nach. Am liebsten hätte ich sofort zum Pinsel gegriffen und wollte festhalten, was ich alles vor meinem innneren Auge sah.

Andeutungen von der Entstehung schwirrten mir durch den Kopf, bis ich aufgewühlt aufstand.

Wie groß müsste die Leinwand sein, die  das fassen kann? Wo ist der Platz, um in Ruhe meinen Traum auszudrücken und zu deuten?

Ich möchte ihn hinüberretten in die Tagesschicht und mich mit der Feinstofflichkeit verweben.

 

Ruhephase

Mein Wochenende war Stillleben.

Mir war nach Schatten und Abkühlung, vielleicht wegen der hochsommerlichen Temperaturen. Möglicherweise war es aber auch sowieso mal an der Zeit für erholsame Ruhe.

Ich machte es mir mit einem satten Gelb größtenteils zuhause gemütlich und genoss die Aussicht auf frische Kunst, denn ein neues, wunderbares Bild hielt Einzug in die eigenen vier Wände.

Anne Beecken malte diese „Gelbe Welle“, in die ich mich bei einer Ausstellung auf der Cap San Diego auf den ersten Blick verliebte.

Am Freitag wurde mir das schöne Werk wie vereinbart von der Künstlerin für eine Probehängung vorbei gebracht.

Als ich ihr die Tür öffnete, stellte ich schon begeistert fest, dass es größer ist, als ich es in Erinnerung hatte.

Dann entfernte ich die Schutzfolie und enthüllte ein Farbenspiel, das im schummerigen Schiffsrumpf nicht seine ganze Leuchtkraft gezeigt hatte.

Ich sah mehr als bestätigt, warum ich mich auf Anhieb zu diesem Bild hingezogen fühlte.

In den fließenden Übergängen sehe ich ein harmonisches Zusammenspiel der Farben und Elemente.

Es vereint in sich ruhige Bewegung und bewegende Ruhe. Wunder & schön!

Im Zuge der Übergabe hatte ich auch noch eine anregende und angenehme Unterhaltung mit der Künstlerin. Das rundete alles noch ab, denn ich hatte das Gefühl, mit ihr auf einer Wellenlänge zu sein.