Projekt Paul

unausgereift

Kreativen Prozessen sollte man Spielraum lassen und nichts über´s Knie brechen wollen. Gut Ding will Weile haben, wie man so schön sagt. Also in Geduld üben. Vertrauen haben. Ruhe geben.

„Ich möchte ein Eisbär sein!“ ist der Ohrwurm, den ich seit zwei Tagen höre und parallel dazu stormt es in meinem Brain vor sich hin. Ich versuche, mich ins Zentrum dieses Geschehens zu begeben, das Auge des Hurrikans zu sein, um zu beobachten.

Eines ist mir just klar geworden: Das Projekt Paul tut mir gut, und ich möchte es nicht mit dem Ehrgeiz zu einer erfolgreichen Realisierung unter Druck setzen. Dass es sich vielversprechend anfühlt, ist die bessere Antriebsfeder, leicht und locker, denn die Gedanken-Spielereien machen Spaß und wirken anregend.

Reinkarnation

Paul

Seit Beginn der Pandemie schrieb und veröffentlichte ich keine Kolumnen mehr. Mein altes Alter Ego Philo Sophie Selbst-Zweifel ist offensichtlich in den Ruhestand getreten.

In den vergangenen Monaten ging ich in Klausur, weil das natürlich eine Lücke in meinem Leben hinterließ und es reichlich Anlass und Gelegenheit gab, mein Tun und Lassen zu überdenken. So langsam kristallisiert sich heraus, dass ich womöglich spaßeshalber bald in eine andere Rolle schlüpfen werde.

Ich spiele mit dem Gedanken, Paul zu spielen. Paul ist eine extrem süße Handpuppe mit einem dickeren Fell, als ich normalerweise habe. Außerdem gibt es noch andere gute Gründe dafür, Paul Leben einzuhauchen.

Der Eisbär ist nämlich eine Symbolfigur für mich. Siehe dazu auch: https://see-me.online/blog/2018/02/17/aussagekraeftig/

 

Erfindergeist

kreativ

Ein Teil von mir hat die Pandemie nicht überlebt. Aber ich bin vermutlich aus dem Holz einer alten Eiche geschnitzt. Deshalb gibt es mich immer noch.

Ich bin dabei, mich neu zu er-finden. Mein Augenmerk liegt auf dem spielerischen Umgang mit meiner Kreativität. Ich habe etwas, dass sich als gute Idee entpuppen könnte.

Kommt Zeit, kommt Tat.

neuer Tag

fabelhaft

Ich hatte gestern so viel Glück. Mit allem. Von morgens bis abends hatte ich einen tollen Tag. Viele gute Wünsche begleiteten mich auf meinem Weg in ein neues Lebensjahr.

Obwohl ich weiß, dass man Glück weder festhalten noch konservieren kann, gedenke ich gerne jener Momente, denen ein Zauber innewohnte.

Momentaufnahmen unterstützen mich darin. Denn ich richte nicht einfach meine Kamera auf ein Objekt, sondern schaue mit dem Herzen und beachte, was mir auf meinem Weg begegnet.

      

 

Glückwunsch

das Geschenk meines Lebens

Wenn ich mal scharf nachrechne, komme ich auf sage und schreibe x-Jahre, die ich schon auf dem Buckel habe. Unter uns: Ich hatte als Jugendliche und Jungerwachsene nicht für möglich gehalten, dass es für mich ein Leben Ü30, Ü40, Ü50 usw. gibt! Aber hallo!

Ich erlebte allerlei Freud und Leid und machte Erfahrungen, die außerhalb meiner jeweiligen Vorstellungskraft lagen. Deshalb ahne ich, dass das Leben noch weitere Überraschungen für mich bereit hält.

An 365 Tagen im Jahr kann ich dieses vermutlich einmalige Geschenk dankbar annehmen und mich einfach des Lebens freuen.

intensiv

2020

Das letzte Jahr wird zweifelsfrei in die Geschichte eingehen. Als gesellschaftspolitischer und wirtschaftlicher Stresstest.

Es stellte ein Armutszeugnis aus. Besonders schlecht schnitten Beschäftigungs-Verhältnisse ab, die zwar systemrelevant genannt wurden, sich jedoch herausstellte, dass man sich von Standing Ovations nichts kaufen kann.

Die globale Ansteckungsgefahr bereitete Angst und Sorge – nicht nur in gesundheitlicher Hinsicht. Gewisse „Querdenker“ in der Trotzphase spuckten auf den Zusammenhalt der Gesellschaft und bekannten braune Farbe unter dem Deckmantel des Widerstand gegen die Diktatur freier Wahlen.

Es gab viele vollmundig versprocheneHilfspakete, manche spät, andere nie oder mit einen oder anderen bösen Überraschung. Viel Kleingedrucktes und Unverständliches.

Manche gutgemeinten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie entbehrten jeder Logik. Enorme Summen wurden in die Hand genommen – man hätte es nie für möglich gehalten.

Wenn ich zurückblicke, denke ich, es war ein verlustreiches Jahr. Tragische Todesfälle und aus Betroffenheit blutende Herzen. Die Kultur im stillen Kämmerlein. Allerhand ist auf der Strecke geblieben, vor allem die unbeschwerte Geselligkeit.

Und wir haben den Ausnahmezustand noch nicht hinter uns…

Aber: wir sind noch nicht am Ende!

Motive meiner Bilder-Sprache: Besinnlichkeit, Reflexion und Humor.