buntes Programm

Vielfalt

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Die Veranstaltung von awsLiteratur fand in einem stimmigen Rahmen statt. Eingebettet in das Format SuedLese, räumlich bei „Alles wird schön“, umgeben von bunten Bildern des Künstlers Alexander Heinze, der dort gerade ausstellt, und im kulturellen Kontext.

Feuerstrauss

Es war informativ, abwechslungsreich und unterhaltsam. Engagierte Autoren trafen auf aufmerksame Zuhörer während der Lesungen. In den Pausen gab es regen Austausch, ein Wiedersehen mit alten Bekannten und Bekanntmachung mit neuen Gesichtern.

Und die musikalische Begleitung war vom Feinsten. Alles in allem und in jedem Moment eine Veranstaltung ganz in unserem Sinne.

Schreiber Strauss

Verlagspräsentation

allerlei Lesungen plus Pausen für Austausch

Präsentationsfolie bei offener Tür

Der erste Auftritt in der Öffentlichkeit von awsLiteratur: gelungen.

Der Prozess ähnelt dem Aufbruch in der Natur. Plötzlich erscheinen auch für Außenstehende sichtbare Anzeichen von Wachstum und Entfaltung.

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Es braucht eben alles seine Zeit.

Auch die Verarbeitung von Eindrücken.

Ich werde an anderer Stelle bestimmt noch mehr berichten. Aber jetzt einfach noch ein wenig weiter schwelgen in jener guten Stimmung, die die gestrige Veranstaltung begleitete.

letzter Aufruf zum Abheben

Traum und Aufbruch bei freiem Eintritt in die Atmosphäre

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awsLiteratur – ein selbstgemachter Verlag stellt sich und einige Veröffentlichungen vor.

Handlungsspielraum ist allgegenwärtig und Träumen ausdrücklich erwünscht! Füllen wir den offenen Raum und gestalten gemeinsam.

Countdown ungenau um 16:00 Uhr bei der Basis im Kulturverein „Alles wird schön e. V.“.

 Für Luft nach oben ist gesorgt. Getränke gibt es auch.

Rauchzeichen

eine Säule ist noch zu toppen

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„Ich bin zwei Tanks“ und rauche wie Schlote,

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um zu signalisieren,

dass ich bereit bin für eine energiegeladene Zukunft.

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Ich verkünde meine Botschaft auf ungewöhnliche Weise:

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Lang lebe das kulturelle Leben!

Moorburg hat mehr zu bieten als ein Kohlekraftwerk.

Kultur. Und das gleich vielfach, nämlich mit mehreren Vereinen und Formaten. Der „Nachbar“ von elbdeich e. V. ist der neu gegründete Verein MoorburgArt.

Er bietet Ausstellungen nach „Hofart“, Kleinkunst im Wasserturm „Sonntags um fünf“, „Kunst & Kirschen“ und „Kunst & Punsch“.

Ein Verein macht Volldampf voraus!

automatisch

Fremdheitsgefühl

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Ich weiß nicht, was mich da in die Irre geleitet hat, als ich kürzlich eine Fastfood-Kette aufsuchte, die ich seit Jahren bzw. Jahrzehnten konsequent gemieden hatte.

Es war ein Schock.

Meine Bestellung sollte ich einer Säule anvertrauen, musste den Screen touchen und dann die Nummer aus dem Schnipselschacht ziehen, die dann wie in einer Behörde aufgerufen bzw. angezeigt wurde.

Alle Wartenden starrten auf den Bildschirm, um sich über den Status Quo ihrer Bestellung zu informieren. Noch in Bearbeitung oder schon im Abhol-Modus?

Diese Szenerie fand ich fast noch befremdlicher als die bei manchen Tankstellen, wo der Trend gegenläufig ist: Der Kunde kommuniziert zwar seine Wünsche direkt mit einem Gegenüber aus Fleisch und Blut, bezahlt dann allerdings einen Automaten, der auch das Wechselgeld auswirft.

Das ist so irre!

Da steht Personal und muss sich zum Erfüllungsgehilfen eines Prozesses machen, der die menschliche Arbeit Platz für Platz wegrationalisiert.

Ich komme mir vor, wie eine Zeitreisende auf dem Weg in eine blutleere, vollautomatische Zukunft.

Nachwuchs

schonungslos schlimm

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Ich war schon wieder schockiert. Dieses Mal war ich in Alvesen betroffen, wo sich mir ein verheerendes Bild bot. Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld. Der Sturm hatte mitten im Wald eine lange Schneise der Verwüstung geschlagen.

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Doch für Nachwuchs ist bereits gesorgt. Bevor ich das Bild des Grauens erblickte, sah ich Tannenteppiche, die sich auf dem Waldboden ausbreiteten.

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An anderer Stelle waren einige schon schön in die Höhe geschossen.

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Sie ahmen es ihren Vorfahren nach und streben stattlicher Größe entgegen. Früher oder später wachsen sie über sich selbst hinaus. So will es die Natur.

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beinahe

das war knapp

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Diese Szene ist schon ein paar Wochen her… Eben noch ging ich ganz gemütlich meines Weges, blieb auch kurz stehen, um all das Tannengrün am Boden zu begutachten, sah es aus den Wipfeln rieseln und ging weiter.

Dann ertönte ein Krachen und jener Stamm, der sich eine ganze Weile haltsuchend woanders angelehnt haben mochte, ging zu Boden.

An jener Stelle hatte ich tatsächlich noch kurz überlegt, wie es wäre, wenn ich filmen könnte, wie er fällt. Dann dachte ich, das könne ja noch Wochen, Monate oder gar Jahre dauern.

Doch weit gefehlt, denn ich war noch ganz nahe, als es geschah, am hellichten Tage. Da lag er dann – wo ich eben noch gestanden hatte. So schnell kann´s gehen. Ich hatte nicht einmal Zeit, die Kamera zu zücken.

Trotzdem: Glück gehabt!

Stolpersteine

historisches Gemäuer

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Neulich bestieg ich bei einem Spaziergang in der Fischbeker Heide einen steilen Hügel, es mag wohl der Falkenberg gewesen sein.

Im Gelände stolperte ich über historische Hinterlassenschaften, die von unterschiedlichen Geschichten Zeugnis ablegen.

Einerseits befand sich hier während der NS-Zeit ein Barackenlager für Zwangsarbeiter. Nur Gedenksteine erinnern noch an dieses düstere Kapitel.

Weiter oben zum Gipfel hin schrieben Graffiti Kunstgeschichte.

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Ich fand Gefallen an den Farben und Inschriften, die ihre ganz persönlichen Geschichten als Geheimnis für sich behielten.

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Es mutete harmonisch an, dass sich hier in der freien Natur und als Gegengewicht zum schweren Erbe der menschenverachtenden Vergangenheit Liebespaare fanden und verewigten.

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neue Erfahrung

Lektion in Sachen Vor-Lesung

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Ich blieb höflichkeitshalber bis zur Pause einer Lesung, die mir nicht gefiel. Ich bekam jede Menge Daten, Namen, historisches und geografisches Hintergrundwissen zu hören.

Sicher, die Fakten mögen für sich genommen interessant gewesen sein, aber ich fühlte mich ganz und gar nicht angesprochen davon. Ich wollte keinen Vortrag hören, sondern einer Lesung lauschen.

Letztendlich lernte ich daraus, dass ich persönlich angerührt werden möchte.

beflügelt

Wunder

schön verschachtelt

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Ich bin immer wieder wie verzaubert, wenn es geschieht. Ein kurzes Knistern und Knacken, dann verwandeln sich kahle Knospen in dies und das.

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Die Vielzahl der sich entfaltenden Blüten und Blätter taucht urplötzlich vor unseren Augen auf. Die Natur zieht dieses bunte Tuch immer ruckzuck und so geschickt aus dem Ärmel, dass man sich voller Staunen fragt, wie sie das bloß gemacht hat!

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Es ist jedoch kein Zaubertrick, sondern das Wunder der Natur.